keimform.de zieht um!

Das kann doch nicht so schwer sein…

Das wurde auch mal Zeit: Wir ziehen auf einen fitteren Server und tauschen gleich noch das „Theme“, also das Layout, aus. Das bedeutet ab sofort:

Bitte nix mehr editieren – jetzt!

Wir ziehen die Daten vom alten Server ab, schmeissen sie auf den neuen Server und richten dort alles ein. Dann „biegen wir die Domäne um“, das heißt, keimform.de bekommt die Adresse vom neuen Server. Es dauert etwas, bis sich das „technisch herumspricht“. Ihr seht den Erfolg daran, dass ihr irgendwann das neue Layout erkennt.

Keimformtheorie 2.0?

Vor nem Monat hatten Hannes und ich ne Diskussion und da kam eine neue Idee auf: Bevor der Tausch gesellschaftlich dominant wurde, machte er noch eine weitere Veränderung durch: Er schuf sich sein eigenes System im Kleinen. Er löste hierbei noch nicht den Feudalismus als Gesellschaftssytem ab, sondern innerhalb des Feudalismus entstanden soziale Sphären welche von Tauschbedingungen beherrscht waren. In diese Sphären entfaltete sich der Tausch das erste mal systematisch, er brachte seine Logik von Konkurrenz, Verwertungszwang, Lohnarbeit hervor, aber eben nicht als dominante gesellschaftliche Logik, aber sehr wohl als transpersonal-systematische Logik. Stimmt dies müsste man eine zweite Stufe zwischen Funktions- und Dominanzwechsel einfügen. Wie immer dienen diese Überlegungen nicht nur der historischen Wissenschaft, sondern der Frage was dies für commonistische Transformation bedeutet. Zur Illustration ein kurzer verkürzter Blick in die Empirie. 

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Kongress »Zukunft für alle«

In der Einladung zum Kongress »Zukunft für alle« heißt es: »Anstatt uns von Klimakrise und Rechtsdruck entmutigen zu lassen, wollen wir auf dem Kongress gemeinsam positive Visionen entwickeln, teilen und diskutieren. Visionen, die über die kapitalistische Wachstumsgesellschaft hinausgehen und dabei konkret vorstellbar sind. Wir wollen Menschen zusammenbringen, die in unterschiedlicher Weise bereits an einer besseren Zukunft arbeiten: in sozialen Bewegungen und in ihrem persönlichen Alltag, in Medien und Bildung, in Wissenschaft und Politik, Gewerkschaften und NGOs.«

Hier ausgewählte Beiträge mit Menschen aus dem Commons-Institut:

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Die Kalkulation von Aufwand in einer Ontologie der Verbundenheit

Die folgenden Überlegungen nahmen ihren Ursprung im Rahmen der Entwicklung des „Global Commoning System“ – einem in Arbeit befindlichen Softwarekonzeptes, das unter Nutzung des Internets globale gesellschaftliche Selbstorganisation ermöglichen will.

(https://meta.allmende.io/c/transcomm)

Will ein Mensch den Aufwand für Tätigkeiten zur Her- oder Bereitstellung bzw. für Reparatur, Pflege und Erhalt abschätzen und bemessen, so denkt er heutzutage wohl intuitiv an die Zeit, die zur Erledigung dieser erforderlich ist. Konkreter ausgedrückt: Die notwendige Arbeitszeit. Zusätzlich spielt womöglich noch die Intensität bzw. körperliche oder geistige Beanspruchung der Tätigkeit eine Rolle im Sinne des Aufwandes. Zudem werden vielleicht auch Aspekte der Qualifikation, der Verantwortung und des Risikos im Angesicht der konkreten Tätigkeit mit in die Betrachtung einbezogen.

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Die Gesellschaft nach dem Geld (2)

[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

In der letzten Ausgabe der Streifzüge (Frühling 2020) habe ich die Entstehung und Grundüberlegungen des Forschungsprojekts Die Gesellschaft nach dem Geld (GndG) vorgestellt. Letztere habe ich in vier Punkten zusammengefasst: (1) Beiträge und Entnahmen erfolgen freiwillig und bedürfnisbasiert; (2) Menschen besitzen sowohl beitragsbezogene produktive wie nutzenbezogene sinnlich-vitale Bedürfnisse; (3) Bedürfnisunterschiede nehmen keine Interessenform an, sondern werden als Bedürfniskonflikte vermittelt; (4) die Verfügung über die Produktion und ihre Ergebnisse erfolgt kollektiv durch die tätigen Menschen.

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„Let’s talk about system change!“ – Online-Seminare zu Kritik, Utopie und Transformation

Einige Leute, die auch hier bei Keimform schreiben, haben zusammen mit weiteren Menschen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung Online-Seminare zum Thema System Change konzipiert, denn angesichts der Klimakatastrophe finden wir die Suche nach emanzipatorischen gesellschaftlichen Alternativen zu Kapitalismus dringender denn je.

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Die Ankunft der Zukunft

Vier Frauen fangen ein Gespräch ganz harmlos als eine Art kombinierter Film- und Literaturrezension an. Es geht zuerst um den Science-Fiction-Film Arrival und die Kurzgeschichte auf der er basiert (Vorsicht Spoiler). Am Ende landen sie bei den ganz großen Fragen, wie wir der Menschheit eine lebenswerte Zukunft verschaffen und ob wir dafür nicht sogar unsere lineare Zeitvorstellung aufgeben müssen. Dabei verläuft die Diskussion dann teilweise ein bisschen parallel zu dem was wir hier oft in den Kommentarspalten erleben: Sind wir nur romantische Träumer oder die eigentlichen Realisten?
Sehr sehenswert:


Warum ein staatlicher Sozialismus wahrscheinlich nicht ökologisch wird …

Ökosozialismus wird häufig als mögliche Alternative zum weitgehend unmöglichen grünen Kapitalismus gesehen. Aber gerade weil der gleichen Widerspruch von Tauschwert und Gebrauchswert den Staatssozialismus durchzieht, und weil er wie der Kapitalismus eine Arbeitsvergesellschaftung darstellt, halten wir dies für sehr unwahrscheinlich. Drei Dynamiken seien kurz benannt: 

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Kritik des (demokratischen) Staatsozialismus

Wenn nur soziale Gebilde beständen, denen die Gewaltsamkeit als Mittel unbekannt wäre, würde der Begriff »Staat« fortgefallen sein; dann wäre eingetreten, was man in diesem besonderen Sinn des Wortes als »Anarchie« bezeichnen würde.

(Weber 1919/1980: 822)

Ich bin immer wieder beunruhigt wieviel tolle Leute bei genaueren Nachfragen doch eher demokratischen Staatssozialismus wollen als die befreite Gesellschaft. Darum hier ein Ausschnitt aus dem nächsten Buch zur Kritik des (demokratischen) Staatssozialismus.

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Aufstand und Konstruktion

Plakat von Crimethinc

Seit der Schwarze US-Amerikaner George Floyd am 25. Mai in Minneapolis vom Polizisten Derek Chauvin und seinen Kollegen umgebracht wurde, tobt in den USA ein Aufstand von einem Ausmaß, das es seit Jahrzehnten, seit der Ermordung Martin Luther Kings nicht mehr gegeben hat. Es gibt sowohl Demonstrationen als auch militante Auseinandersetzungen mit der Polizei und Plünderungen. Der Rückhalt, den diese Aktionen in der US-Bevölkerung haben, ist erstaunlich. So gaben bei einer repräsentativen Umfrage 54% der Befragten an, dass sie das Anzünden der Polizeiwache in Minneapolis gerechtfertigt finden (Quelle). Während Trump wenig überraschend eine harte Linie fährt, hat der Stadtrat von Minneapolis beschlossen, seine Polizeibehörde aufzulösen – die Bewegung zeigt also schon deutliche Erfolge. Auch in Deutschland gab es am vergangenen Wochenende Massenproteste in Solidarität mit der „Black Lives Matter“-Bewegung, die auch rassistische Polizeigewalt hierzulande thematisierten.

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