Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

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Ein Softwarekonzept für transpersonales Commoning – Grundlagen

Wie kann Commoning gesellschaftlich bestimmend werden? Über eine Auseinandersetzung mit „Kapitalismus aufheben“ (Sutterlütti/Meretz) wurde im „Ausdehnungsdrang moderner Commons“ als Grundvoraussetzung dafür auf die Entwicklung einer Plattform für transpersonales Commoning geschlossen, welche bestimmte Qualitäten beinhalten muss. Damit diese Möglichkeit realisiert werden kann, soll sich dieser Plattform jetzt schrittweise angenähert werden. Die Reihe richtet sich dabei vorrangig an Entwickler*innen und soll nicht nur das Programm umreißen, sondern auch den theoretischen Hintergrund verständlich machen, auf welchen sich die einzelnen Softwareelemente beziehen. Das Konzept wird dabei in Zusammenarbeit mit dem Entwickler Robert ausgearbeitet, welcher bereits das Freie-Software-Projekt „grouprise“ mitgegründet hat.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Freie Software, Soziale Netzwerke

12. Februar 2019, 21:41 Uhr   33 Kommentare

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Marx for Newbies

ARTE hat eine kleine Webserie mit fünf Clips zu Marx gemacht: „Marie meets Marx“. Ist mir völlig entgangen, danke an Sarah für den Tipp. Die Clips zu je fünf oder sechs Minuten schürfen nicht tief, das ist auch kaum zu erwarten. Dennoch finde ich sie erstaunlich „heterodox“: Warenform wird als wichtiger Begriff eingeführt, Arbeit wird nicht verheiligt, Entfremdung hervorgehoben – und immer wieder im Abgleich mit aktuellen Erscheinungen. Hier alle fünf Clips beginnend mit der „Ware“:

»Ich kaufe Waren, also bin ich! … alles wird warenförmig.«
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Kategorien: Medientipp

22. Januar 2019, 21:26 Uhr   1 Kommentar

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Und was ist mit gewaltsamer Aneignung?

Ich halte keinen Vortrag zum Thema Commonismus in welchem nicht mal die Frage nach Gewalt kommt. Entweder nach dem Umgang mit zwischenmenschlicher Gewalt wie Mord, psychische Gewalt, etc. oder Gewalt zur Aneignung von Ressourcen. Dieser Text beschäftigt sich mit der zweiten Form von Gewaltfrage. Wir hatten die Frage ja auch schon bei unseren Theorie-Treffen und ich bin mit meinen (und unseren) Antworten dort und bei Vorträgen nur teilweise zufrieden. Mit diesem Dialog-Text laden ich dazu ein, über das Thema nochmal weiter nachzudenken. Lisa ist auch wieder dabei, aber diesmal ist die kritische Stimme Karsten: Have fun 🙂

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Kategorien: Eigentumsfragen

14. Januar 2019, 09:29 Uhr   8 Kommentare

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Offene Verfügung oder garantierter Besitz?


Wir hatten in letzter Zeit immer wieder Diskussionen, ob die positive Bestimmung gegenüber Eigentum nun „kollektive Verfügung“ oder „Besitz“ ist. Wobei Besitz häufiger verknüpft ist mit einer Vorstellung lokaler Regeln, welche meine Nutzung über bestimmte (materiellen) Mittel wie Wohnung absichert und dabei auch sicherstellen, dass die Verfügung nicht immer offen ist. In diesem Dialog hab ich versucht ein paar Gedanken dazu zu entwickeln. Wünsche Spaß beim Lesen 🙂

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Kategorien: Eigentumsfragen

12. Januar 2019, 20:25 Uhr   15 Kommentare

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Ausgetauscht!

Eine Gesellschaft nach Bedürfnissen und Fähigkeiten kommt ohne Geld und sogar ganz ohne Tauschlogik aus, argumentiert Friederike Habermann in ihrem neuen Buch „Ausgetauscht! Warum gutes Leben für alle tauschlogikfrei sein muss“. Häufig komme es zu einem Bruch zwischen kapitalismuskritischen Analysen und ihren Transformationsperspektiven: Sie prangerten Entfremdung, Ausbeutung und/oder das Verstärken anderer Herrschaftsverhältnisse an, verblieben dann aber bei der Hoffnung, demokratische Bestrebungen könnten die Marktmechanismen aufheben. Doch warum sollte es einfacher sein, gegen diese zu wirken, als sie zu ersetzen? Das Buch argumentiert: Für eine tauschlogikfreie Gesellschaft einzutreten ist nicht naiv, sondern konsequent links, feministisch und zukunftsweisend.

Kategorien: Commons, Medientipp, Theorie

4. Januar 2019, 09:49 Uhr   21 Kommentare

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Von der Revolution zur Konstruktion – Transformationsdebatte der Interventionistischen Linken

Es ist nur zu begrüßen, dass die Interventionistische Linke (IL) auf ihrem Debattenblog eine Diskussion über Transformation begonnen hat. Im ersten Beitrag geht es um einen sukzessiven Aufbau von Gegenmacht, insgesamt ein sehr lesenswerter Text und hilft sicher die IL besser zu verstehen :). Der zweite Beitrag spricht sich gegen den reformistischen, schrittförmigen Einschlag des ersten Textes aus und betont die Notwendigkeit der Revolution. Für den dritten Beitrag wurde ich angefragt und ich hab versucht kurz und knapp darzulegen, weshalb der Konstruktionsprozess im Mittelpunkt der Transformationsdebatte sein sollte und wo wir hier weiterdenken könnten.

Kategorien: Commons, Theorie

27. Dezember 2018, 10:16 Uhr   2 Kommentare

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Kollektive Verfügung über symbolische und soziale Lebensbedingungen

Die Herstellung unserer gesellschaftlichen Lebensbedingungen geschieht nicht nur materiell, sondern ebenso symbolisch und sozial. In einer Inklusionsgesellschaft verfügen wir somit auch über unseren sozialen und symbolischen Bedingungen kollektiv. Dieser Text versucht diese Bedeutung kollektiver Verfügung etwas weiter zu denken.

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Kategorien: Eigentumsfragen, Theorie

25. Dezember 2018, 21:16 Uhr   Kommentieren

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Haben und Teilhaben

Streifzuege 74[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Menschen sichern ihre Existenz, indem sie ihre Lebensbedingungen herstellen. Sie tun dies jedoch in der Regel nicht ad hoc, also wenn sie aktuell etwas brauchen, sondern vorsorgend für den Fall, etwas in der Zukunft brauchen zu können. Wer etwas braucht, greift auf mehr oder weniger lange zuvor Produziertes zurück. Doch wem gehört dies Produzierte, wer verfügt darüber? Damit ist die Frage des Habens und des Teilhabens aufgeworfen.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen

10. Dezember 2018, 12:35 Uhr   1 Kommentar

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Commonsverbünde als Transformationsmodell

Download als PDF: Commonsverbünde als Transformationsmodell

Die Abbildung ist als logische und nicht geografisch-räumliche Darstellung zu verstehen.

Produktionsstätten

Kapitalistische Unternehmen funktionieren nach wohl bekannten Regeln und Strukturen. Letztendlich dient die hier stattfindende Produktion von Waren der Profitmaximierung nach der Formel G – W – G‘. Dabei koordinieren sich die Unternehmen vermittelt durch Angebot und Nachfrage am Markt und kalkulieren die Produktion im Voraus, um dann hoffentlich auch den entsprechenden Absatz und Gewinn realisieren zu können.

Commons-Projekte realisieren sich ausschließlich in der commonistischen Sphäre durch Commoning-Prozesse. Ziel ist hier nicht die Profitgenerierung, sondern die Bedürfnisbefriedigung nach der Formel B- – C – B+, weshalb hier auch kein Geld zirkuliert. Produziert wird hier nur zum tatsächlichen Bedarf, der aus der Summe von Einzelbedürfnissen entsteht und vom Meta-Commons mit allen zur Verfügung stehenden Ermöglichungen zur Bedürfnisbefriedigung vermittelt wird.

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Kategorien: Commons, Theorie

7. Dezember 2018, 08:41 Uhr   13 Kommentare

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Anarchosyndikalistische Gewerkschaften als Keimform?

Holger Marcks beschäftigt sich in seinem Artikel mit der Frage wie eine befreite Gesellschaft aufgebaut werden kann. Er argumentiert für die Bedeutung anarchosyndikalistischer Gewerkschaften, welche auf einer Mesoebene die Menschen organisieren können. Kritisch setzt er sich mit unserem Buch „Kapitalismus aufheben“ auseinander und auch mit Bini Adamczaks Vorstellungen, welche er einen „magischen Kommunismus“ vorwirft, der Pfadabhängigkeiten nicht achtet. Sicher kritikabel, aber einige spannende Gedanken :).

Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

3. Dezember 2018, 12:16 Uhr   2 Kommentare