Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
Artikel drucken

Corona und Anarchismus

Kategorien: Medientipp

8. Mai 2020, 14:21 Uhr   1 Kommentar

Artikel drucken

Connecting immediate demands and communist transformation in the climate struggle – through commoning

A sentiment that is shared by many within the growing climate movement is that there is a connection between the capitalist mode of production and the climate crisis. In this piece, I will analyse this connection and explore what that means for transformational strategies towards eco-communism as well as immediate demands for fewer greenhouse gas emissions.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, English, Praxis-Reflexionen, Theorie

25. April 2020, 06:16 Uhr   Kommentieren

Artikel drucken

System Change & Commonismus

Leider wurde die System Change Konferenz von Ende Gelände wegen Corona abgesagt. Hier nun der Input von mir zu System Change. Der Vortrag gliedert sich in Kritik (Warum öko-soziale Markwirtschaft (&Ökostaatsplanwirtschaft) nicht ökologisch sein kann), Utopie ( Commonismus) und Transformation (Verhältnis von Kämpfen und Konstruktion von Keimformen). Have fun 🙂

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie

23. März 2020, 09:33 Uhr   6 Kommentare

Artikel drucken

Wie verhindern wir die Klimakatastrophe?

Mein Eindruck der ganzen Diskussion ums Klima ist, dass sich tatsächlich fast niemand ernsthaft der Problematik stellt. Es gibt viele Varianten der Verdrängung des Problems und die Klimaleugner sind nur die offensichtlichste davon und alle haben sie durchaus einen rationalen Kern. Ich finde diese Haltungen bis weit in die Klimagerechtigkeitsbewegung hinein und würde auch niemals behaupten, dass ich frei davon bin.
Ok, um zu erklären was ich meine, möchte ich erst einmal ein paar Voraussetzungen setzen mit denen ich im folgenden operieren werde. Die lassen sich meiner Meinung nach alle sehr gut begründen, aber das werde ich im Rahmen dieses Artikels nicht tun:

  1. Wenn alles so weiter läuft wie bisher also mit halbherzigen Klimaschutzmaßnahmen steuern wir auf eine Welt zu in der sämtliche Kippunkte des Klimasystem gerissen werden. Das bedeutet eine Welt in der nur noch ca. 1 Milliarden Menschen ernährt werden können und nicht wie heute 11.
  2. Die ersten Folgen der Klimakrise sind bereits zu spüren. Schon jetzt sterben Menschen. Die ersten extrem drastischen Folgen dieses Worst-Case-Szenario werden wir noch erleben und bereits unsere Kinder werden einen Großteil der Wucht zu spüren bekommen.
  3. Um dieses Worst-Case-Szenario zu verhindern muss die Zunahme von CO2-Äquivalenten in der Atmosphäre (CO2e) sofort gestoppt werden und in vergleichsweise kurzer Zeit reduziert und innerhalb von wenigen Jahren auf Null gebracht werden. Ich leg mich jetzt hier nicht auf Jahres- oder Gradzahlen fest, das ist im wesentlichen Statistik. Wichtig ist nur: Je schneller das geht um so größer ist die Chance das Worst-Case-Szenario zu verhindern.
  4. Es gibt keine Möglichkeit BIP-Wachstum global und langfristig von den CO2e zu entkoppeln.
  5. Das Pariser Klimaabkommen hat sicherlich viele Schwächen und ist alles andere als perfekt, aber die Zielrichtung ist schon im Prinzip richtig. Diese Ziele einzuhalten ist also Mindestvoraussetzung jeder Lösung des Problems.

Wenn man diese Voraussetzungen annimmt, dann folgt daraus außerdem direkt für jede denkbare Lösung des Problems:

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Feindbeobachtung, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit, Theorie

8. November 2019, 16:31 Uhr   20 Kommentare

Artikel drucken

Metapersonale Instanzen

Streifzuege 76[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

In unserem Buch „Kapitalismus aufheben“ (Sutterlütti & Meretz 2018) haben wir einen analytischen Rahmen entwickelt, um über Utopie und Transformation sprechen zu können. Ein wichtiges Begriffspaar ist dabei für uns das der interpersonalen und transpersonalen Beziehungen. Damit können wir zwischen Nahbeziehungen und Fernbeziehungen, wie Bini Adamczak das in ihrem Buch „Beziehungsweise Revolution“ nennt, unterscheiden. Nah- oder interpersonale Beziehungen sind solche zu konkreten anderen Personen, die ich in der Regel auch kenne. Fern- oder transpersonale Beziehungen sind solche zu allgemeinen anderen Personen, die für mich eine bestimmte Funktion erfüllen – zum Beispiel etwas produzieren. Wer das im Einzelnen ist, ist für mich nicht relevant. Bei beiden Beziehungsarten handelt es sich immer um aktuelle Beziehungen.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Theorie

16. Juli 2019, 22:42 Uhr   2 Kommentare

Artikel drucken

Anti- oder Politik?

Streifzuege 75[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Die Frage, ob Politik oder Antipolitik der richtige Ansatz ist, scheint mir müßig zu sein. Beide bewegen sich im Rahmen von Macht und Herrschaft. Während sich Politik positiv auf die Erringung von Macht oder wenigstens Einfluss bezieht, die sie für Veränderungen nutzen will, lehnt Antipolitik genau dies ab. Politik ist für den antipolitischen Ansatz eine bürgerliche Form, die sie nicht bedienen und damit reproduzieren will. Antipolitik setzt eher auf die Schaffung autonomer Handlungsformen, um eigene Ziele durchzusetzen. Doch so ansprechend das auf den ersten Blick klingt, gelang bisher nicht, antipolitische Handlungsformen genauer zu bestimmen, geschweige denn sie zu verbreiten. Am Ende kommt Antipolitik nicht über die abstrakte Negation von Politik hinaus.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Theorie

2. Mai 2019, 06:29 Uhr   1 Kommentar

Artikel drucken

Ausgetauscht!

Eine Gesellschaft nach Bedürfnissen und Fähigkeiten kommt ohne Geld und sogar ganz ohne Tauschlogik aus, argumentiert Friederike Habermann in ihrem neuen Buch „Ausgetauscht! Warum gutes Leben für alle tauschlogikfrei sein muss“. Häufig komme es zu einem Bruch zwischen kapitalismuskritischen Analysen und ihren Transformationsperspektiven: Sie prangerten Entfremdung, Ausbeutung und/oder das Verstärken anderer Herrschaftsverhältnisse an, verblieben dann aber bei der Hoffnung, demokratische Bestrebungen könnten die Marktmechanismen aufheben. Doch warum sollte es einfacher sein, gegen diese zu wirken, als sie zu ersetzen? Das Buch argumentiert: Für eine tauschlogikfreie Gesellschaft einzutreten ist nicht naiv, sondern konsequent links, feministisch und zukunftsweisend.

Kategorien: Commons, Medientipp, Theorie

4. Januar 2019, 09:49 Uhr   21 Kommentare

Artikel drucken

Von der Revolution zur Konstruktion – Transformationsdebatte der Interventionistischen Linken

Es ist nur zu begrüßen, dass die Interventionistische Linke (IL) auf ihrem Debattenblog eine Diskussion über Transformation begonnen hat. Im ersten Beitrag geht es um einen sukzessiven Aufbau von Gegenmacht, insgesamt ein sehr lesenswerter Text und hilft sicher die IL besser zu verstehen :). Der zweite Beitrag spricht sich gegen den reformistischen, schrittförmigen Einschlag des ersten Textes aus und betont die Notwendigkeit der Revolution. Für den dritten Beitrag wurde ich angefragt und ich hab versucht kurz und knapp darzulegen, weshalb der Konstruktionsprozess im Mittelpunkt der Transformationsdebatte sein sollte und wo wir hier weiterdenken könnten.

Kategorien: Commons, Theorie

27. Dezember 2018, 10:16 Uhr   2 Kommentare

Artikel drucken

Commonsverbünde als Transformationsmodell

Download als PDF: Commonsverbünde als Transformationsmodell

Die Abbildung ist als logische und nicht geografisch-räumliche Darstellung zu verstehen.

Produktionsstätten

Kapitalistische Unternehmen funktionieren nach wohl bekannten Regeln und Strukturen. Letztendlich dient die hier stattfindende Produktion von Waren der Profitmaximierung nach der Formel G – W – G‘. Dabei koordinieren sich die Unternehmen vermittelt durch Angebot und Nachfrage am Markt und kalkulieren die Produktion im Voraus, um dann hoffentlich auch den entsprechenden Absatz und Gewinn realisieren zu können.

Commons-Projekte realisieren sich ausschließlich in der commonistischen Sphäre durch Commoning-Prozesse. Ziel ist hier nicht die Profitgenerierung, sondern die Bedürfnisbefriedigung nach der Formel B- – C – B+, weshalb hier auch kein Geld zirkuliert. Produziert wird hier nur zum tatsächlichen Bedarf, der aus der Summe von Einzelbedürfnissen entsteht und vom Meta-Commons mit allen zur Verfügung stehenden Ermöglichungen zur Bedürfnisbefriedigung vermittelt wird.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Theorie

7. Dezember 2018, 08:41 Uhr   14 Kommentare

Artikel drucken

Jenseits des Nebenwiderspruchs?

Verhältnis von Klassen, Exklusion und Kapitalismus II

Wie so häufig: Dies ist ein Diskussionsartikel. Er will Diskussionen anstoßen und stellt keine tiefgreifende Analyse dar. Aber vielleicht ist er trotzdem spannend. Der Artikel führt die Gedanken zu der Bedeutung von Klasse in der Überwindung weiter.

An der Uni mach ich ein Seminar zu „Poststrukturalismus und Materialismus. Versuch eines Dialogs“ und in diesem kam es gestern zu einer Diskussion über Neben- und Hauptwiderspruch, oder in meinen Worten das Verhältnis der verschiedenen Exklusionslinien zueinander. Ich wünsche mir eigentlich eh schon länger das Verhältnis der verschiedenen Herrschaftsachsen und Exklusionslinien zueinander weiter zu klären, aber dieser Text entsprang nun dem Gedanken, dass diese Haupt-Nebenwiderspruchsdebatte innerhalb unserer Kritik von Exklusionsgesellschaften und Kapitalismus sich noch einmal anders darstellt. Bzw. einen Umgang mit der Problematik findet, der eventuell beide Positionen ernst nimmt. Na dann mal los …

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Theorie

18. November 2018, 12:03 Uhr   31 Kommentare