Autor: Annette

Die Kraft und die Ohnmacht der Commons

Endlich wieder auf etwas hoffen zu können, ist bitter notwendig. Das Commons-Institut will Broschüren über die „Kraft des Commoning“ veröffentlichen. Warum jedoch habe ich dabei ein ungutes Gefühl? Was fehlt mir da? Der auch selbstkritische Rekurs auf die auch vorhandene Ohnmacht der Commons. Auf das, was sie gerade nicht schaffen. Ich will niemanden damit herunter ziehen, aber Illusionen haben noch nie gut getan und das Nachdenken über das Nicht-Schaffen schärft vielleicht auch den Blick auf die Hindernisse, die es beiseite zu schieben gilt, anstatt sie zu ignorieren.

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Commoning als strukturelle Solidarität

In der Zeitschrift „Außerschulische Bildung“ erschien in der Nummer 1/2020 ein Beitrag von mir über

Neue Formen von Solidarität und Solidarisierung

Solidarität wird hochgelobt und häufig praktiziert. Sie kommt als Anrufung – und kann allzu leicht ignoriert werden. Sie bezieht sich auf Gemeinschaften, deren Gemeinsames jeweils Anderes ausgrenzen kann. Wie kann Solidarität trotz der Freiwilligkeit verallgemeinert werden und strukturelle Grundlagen bekommen? Das Commoning erweist sich als eine verallgemeinerbare Praxis, die alle Ansprüche von Solidarität enthält und sie als Extra-Veranstaltung für Hilfsbedürftige überflüssig macht.

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Über Utopie und Transformation neu nachdenken

Das Buch von Stefan und Simon lädt schon im Titel dazu ein, „über Utopie und Transformation neu nachzudenken“. Damit habe ich mit einer neuen Beitragsserie in meinem Blog begonnen. Das „Nachdenken“ führt weniger zum Nacherzählen dessen, was ich sympathisch an den Inhalten und der Darstellung finde, sondern es arbeitet sich eher an dem ab, was mir „aufstößt“ und wo ich das Buch nicht als den „großen Wurf“ betrachten kann. Auf jeden Fall aber hat es mich angeregt, das erst nur unklar hochkommende Unbehagen für mich auch theoretisch-inhaltlich zu klären und dadurch meine eigenen Positionen aus einer vorher noch vorhandenen Vagheit zu befreien. (mehr …)

Keimformen auf Andymon

Buchcover

Beim Wiederlesen einiger utopischer Romane bei der Beschäftigung mit dem Thema einer geldfreien Utopie stieß ich wieder auf den Roman von Angela und Karlheinz Steinmüller: „Andymon“ aus der DDR von 1982. Das Thema „Geld“ gibt es dort gar nicht, so selbstverständlich geht’s auch ohne. Wenn man auf der Suche nach gesellschaftlichen Möglichkeiten außerhalb ausgetretener kapitalistischer oder realsozialistischer Pfade ist, gibt es in diesem Roman viele Anregungen. (mehr …)