Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

Kategorie: Praxis-Reflexionen

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Aufstand und Konstruktion

Plakat von Crimethinc

Seit der Schwarze US-Amerikaner George Floyd am 25. Mai in Minneapolis vom Polizisten Derek Chauvin und seinen Kollegen umgebracht wurde, tobt in den USA ein Aufstand von einem Ausmaß, das es seit Jahrzehnten, seit der Ermordung Martin Luther Kings nicht mehr gegeben hat. Es gibt sowohl Demonstrationen als auch militante Auseinandersetzungen mit der Polizei und Plünderungen. Der Rückhalt, den diese Aktionen in der US-Bevölkerung haben, ist erstaunlich. So gaben bei einer repräsentativen Umfrage 54% der Befragten an, dass sie das Anzünden der Polizeiwache in Minneapolis gerechtfertigt finden (Quelle). Während Trump wenig überraschend eine harte Linie fährt, hat der Stadtrat von Minneapolis beschlossen, seine Polizeibehörde aufzulösen – die Bewegung zeigt also schon deutliche Erfolge. Auch in Deutschland gab es am vergangenen Wochenende Massenproteste in Solidarität mit der „Black Lives Matter“-Bewegung, die auch rassistische Polizeigewalt hierzulande thematisierten.

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Kategorien: Praxis-Reflexionen, Theorie

11. Juni 2020, 23:47 Uhr   7 Kommentare

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Bedürfnisse in der commonistischen Transformation

Bedürfnisse als Kern commonistischer Theorie

Bedürfnisse und die eigenen Gefühle als Zugang zu diesen Bedürfnissen scheinen zentral zu sein in den utopischen Entwürfen zu Commonismus. Die eigenen Bedürfnisse in Vermittlung mit den Bedürfnissen anderer sollen das bestimmende Element sein, nach dem eine zukünftige, gesellschaftliche (Re-)Produktion organisiert wird. Und auch in einem kritisch-psychologischen Workshop mit dem Titel „Commoning Our Selves“ hieß es, dass die Essenz emanzipatorischer Gruppenreflexion im Wesentlichen das „ernst nehmen der eigenen Bedürfnisse“ sei.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Gender, Lernen, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit, Soziale Netzwerke, Theorie

28. Mai 2020, 16:00 Uhr   3 Kommentare

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Von Solidarischer Imkerei, Betriebsbesetzungen und Transformation

Was wir aus der Praxis einer Solidarischen Imkerei und den Versuchen von Betriebsbesetzungen in Krisenzeiten über Transformationsstrategien lernen können.

Eigentlich sollte dieser Text lediglich eine Praxisreflexion unserer mehrjährigen Versuche werden, eine Imkerei solidarisch d.h. commonistisch zu organisieren. Im Schreiben knüpften die Herausforderungen, die uns dabei begegneten, dann aber an die allgemeineren Debatten rund um die Transformationen hin zu einer commonistischen Gesellschaft an, die wir im Umfeld des Keimform-Blogs und des Commons-Instituts führen. In diesem Sinne ist dieser Text aus meiner Perspektive ein gutes Beispiel dafür, wie die Reflexion der eigenen Commons-Praxis und die Abstrahierung bzw. Verallgemeinerung der dabei auftretenden Herausforderungen für eine allgemeinere Transformation-Theorie erkenntnisleitend sein können. Aber beginnen wir von vorn.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit, Theorie

27. Mai 2020, 06:00 Uhr   2 Kommentare

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Von der Empörung zur Veränderung

Der AStA der Uni Kassel hat eine Veranstaltungreihe mit dem Titel „Zukunft gestalten – jetzt!“ organisiert, die online stattfindet. Hier der Beitrag von Julia Fritzsche gefolgt von Friederike Habermann:

Kategorien: Commons, Gender, Praxis-Reflexionen

12. Mai 2020, 12:04 Uhr   Kommentieren

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Utopie und mentale Selbstverteidigung

Das WUMS!-Kollektiv hat sich der „mentalen Selbstverteidigung“ für Aktivist*innen verschrieben. WUMS steht für Werkstatt für Utopie und mentale Selbstverteidigung. Das Kollektiv möchte einen kollektiven Raum für Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um radikale Selbstfürsorge in Zeiten von Pandemie und Krise schaffen. Für den ersten Podcast hat die Gruppe eine Umfrage mit zwei Fragen durchgeführt: „Was von dem gegenwärtigen Ausnahmezustand tut uns und der Welt so gut, dass es auch gerne nach dem Ende der Krise bleiben darf? Was tut ihr euch und anderen gerade Gutes?“ Die Antworten wurden per Telegram- und Signal-Messenger eingesammelt und zum Podcast zusammengeschnitten – sehr schön!

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Kategorien: Commons, Lernen, Praxis-Reflexionen

4. Mai 2020, 09:05 Uhr   Kommentieren

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Schleicht sich Commoning in die Marktlogik?

Stefan schrieb einst von der Gefahr der Marktlogik, die sich in Commons-Projekte einschleichen kann (hier): „Selbstorganisation … scheitert oft dann, wenn sich fremde Logiken in das Commoning einschleichen“ (Meretz 2012a: 63). Im Folgenden soll es um das umgekehrte Phänomen gehen: Commoning schleicht sich in Marktlogiken ein. Wie das? Die These lautet, dass sich Commoning in die Arbeitsorganisation von Unternehmen einschleicht, weil es darin doppelt funktional ist.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, Praxis-Reflexionen, Theorie

26. April 2020, 06:41 Uhr   4 Kommentare

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Connecting immediate demands and communist transformation in the climate struggle – through commoning

A sentiment that is shared by many within the growing climate movement is that there is a connection between the capitalist mode of production and the climate crisis. In this piece, I will analyse this connection and explore what that means for transformational strategies towards eco-communism as well as immediate demands for fewer greenhouse gas emissions.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, English, Praxis-Reflexionen, Theorie

25. April 2020, 06:16 Uhr   Kommentieren

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Interview zur »Gesellschaft nach dem Geld«

Kategorien: Commons, Medientipp, Praxis-Reflexionen

15. April 2020, 16:55 Uhr   Kommentieren

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Commoning als strukturelle Solidarität

In der Zeitschrift „Außerschulische Bildung“ erschien in der Nummer 1/2020 ein Beitrag von mir über

Neue Formen von Solidarität und Solidarisierung

Solidarität wird hochgelobt und häufig praktiziert. Sie kommt als Anrufung – und kann allzu leicht ignoriert werden. Sie bezieht sich auf Gemeinschaften, deren Gemeinsames jeweils Anderes ausgrenzen kann. Wie kann Solidarität trotz der Freiwilligkeit verallgemeinert werden und strukturelle Grundlagen bekommen? Das Commoning erweist sich als eine verallgemeinerbare Praxis, die alle Ansprüche von Solidarität enthält und sie als Extra-Veranstaltung für Hilfsbedürftige überflüssig macht.

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Kategorien: Commons, Lernen, Praxis-Reflexionen

29. März 2020, 11:02 Uhr   3 Kommentare

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Die Keimformen in der Pandemie

Seit zwei Wochen leben wir in Deutschland nun in einem Ausnahmezustand, in Ländern, in denen die Pandemie schon früher ausgebrochen ist, noch länger. Das öffentliche Leben ist weitgehend heruntergefahren, um die Ausbreitung von Covid19 zu verhindern. Einiges ist dazu bereits auch aus linker Perspektive geschrieben worden, einen guten Überblick bietet der Blog Solidarisch gegen Corona. Aus „unserer“ Sichtweise, der der Commons und der Keimformtheorie ist es bisher allerdings noch relativ ruhig, lediglich auf dem CommonsBlog ist ein Text von Jacques Paysan erschienen, der vor allem die biologisch-virologischen Grundlagen erklärt und erläutert warum es sinnvoll ist, sich an die Hygienerichtlinien zu halten. Zudem sind die Auswirkungen zu spüren, es müssen Treffen ausfallen oder auf Videochat verlegt werden, aber offenbar haben einige Leute auch mehr Zeit und schreiben und kommentieren jetzt häufiger hier auf Keimform. Mit diesem Beitrag will ich versuchen, mit ein paar vorläufigen Gedanken auf die gesellschaftlichen Dimensionen der Pandemie einzugehen bzw. vor allem auf die Spielräume transformatorischer Bestrebungen, in der Hoffnung dass darüber noch mehr debattiert wird.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, Gender, Praxis-Reflexionen

28. März 2020, 22:18 Uhr   12 Kommentare