Kategorie: Soziale Netzwerke

keimform.de zieht um!

Das kann doch nicht so schwer sein…

Das wurde auch mal Zeit: Wir ziehen auf einen fitteren Server und tauschen gleich noch das „Theme“, also das Layout, aus. Das bedeutet ab sofort:

Bitte nix mehr editieren – jetzt!

Wir ziehen die Daten vom alten Server ab, schmeissen sie auf den neuen Server und richten dort alles ein. Dann „biegen wir die Domäne um“, das heißt, keimform.de bekommt die Adresse vom neuen Server. Es dauert etwas, bis sich das „technisch herumspricht“. Ihr seht den Erfolg daran, dass ihr irgendwann das neue Layout erkennt.

Bedürfnisse in der commonistischen Transformation

Bedürfnisse als Kern commonistischer Theorie

Bedürfnisse und die eigenen Gefühle als Zugang zu diesen Bedürfnissen scheinen zentral zu sein in den utopischen Entwürfen zu Commonismus. Die eigenen Bedürfnisse in Vermittlung mit den Bedürfnissen anderer sollen das bestimmende Element sein, nach dem eine zukünftige, gesellschaftliche (Re-)Produktion organisiert wird. Und auch in einem kritisch-psychologischen Workshop mit dem Titel „Commoning Our Selves“ hieß es, dass die Essenz emanzipatorischer Gruppenreflexion im Wesentlichen das „ernst nehmen der eigenen Bedürfnisse“ sei.

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Commons, Gemeinwohl, Demokratisierung – NOW!

NOW steht für Netzwerk Ökonomischer Wandel und ist ein Bündnis von Personen aus alternativen Bewegungen der Commons, Degrowth, Gemeinwohl-Ökonomie, Kollaborativ-Ökonomie, Solidarischer Ökonomie und Tauschlogikfreiheit. Das ist ein wirklich breites Spektrum. Ein Positionspapier, das sich dementsprechend inhaltlich ebenso breit liest, formuliert drei Ziele: Commons voranbringen, Märkte vergemeinwohlen und Staat demokratisieren. Die Initiator*innen verstehen ihren Aufschlag als Start für eine umfassende Debatte über notwendige Änderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Um den Commons.Blog zu zitieren: „Eines klar: weder Markt noch Staat können so weitermachen wie bisher.“

Droht das Aussterben der Menschheit durch die Klimakrise?

Die Klimakrise ist endlich in aller Munde. Das ist gut. Greta Thunbergs „I want you to Panic“ ist genau der Richtige Aufruf. Die Folgen der Klimakrise werden schon jetzt schwer beherrschbar sein. Selbst wenn die Klimaziele von Paris eingehalten werden sollten – wonach es gerade ganz und gar nicht aussieht – werden die Folgen verheerend sein. Schon jetzt sterben Menschen wegen der Klimakrise. Dazu kommen mindestens zwei weitere dramatische ökologische Krisen: Das Artensterben und der Verlust von landwirtschaftlich nutzbarem Boden. Alle drei Krisen können sich gegenseitig verstärken. Wenn das ungebremst so weiter geht, werden vermutlich Milliarden von Menschen sterben und in der Folge könnte auch unsere Zivilisation an ein Ende kommen. Dazu gibt es durchaus wissenschaftlich fundierte Hinweise. Zusätzlich liest und hört man aber immer mal wieder die Warnung vom „Aussterben der Menschheit“. Ich war neugierig: Stimmt das? Ist da was dran? Kann das wirklich sein?

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Ein Softwarekonzept für ununterbrochenes Commoning – Commoning-Prozesse, Prozessanalyse, Tätigkeitsmuster

Es gilt weiter eine konkrete Möglichkeit herauszuarbeiten, wie Vermittlungsformen einer Gesellschaft nach Bedürfnissen und Fähigkeiten mit dem Stand der heutigen Mittel gedacht und realisiert werden können. Vorausgesetzt hierbei ist, dass es sich bei den Gesellschaftsteilnehmern um Gleichrangige („Peers“) handelt und eine herrschaftliche Planungsinstanz ausgeschlossen wird. Nachdem im ersten Teil der Reihe die Struktur eines vermittelten Bedürfnisses bis zu seiner Befriedigung umrissen wurde, soll der Prozess des Commonings hier näher betrachtet werden. Der Fokus liegt dabei auf komplexen Prozessen, also solchen, die Kooperation voraussetzen.

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Ein Softwarekonzept für ununterbrochenes Commoning – Grundlagen

Wie kann Commoning gesellschaftlich bestimmend werden? Über eine Auseinandersetzung mit „Kapitalismus aufheben“ (Sutterlütti/Meretz) wurde im „Ausdehnungsdrang moderner Commons“ als Grundvoraussetzung dafür auf die Entwicklung einer Software für transpersonales Commoning geschlossen, welche bestimmte Qualitäten beinhalten muss. Damit diese Möglichkeit realisiert werden kann, soll sich dieser Software jetzt schrittweise angenähert werden. Die Reihe richtet sich dabei vorrangig an Entwickler*innen und soll nicht nur das Programm umreißen, sondern auch den theoretischen Hintergrund verständlich machen, auf welchen sich die einzelnen Softwareelemente beziehen. Das Konzept wird dabei in Zusammenarbeit mit dem Entwickler Robert ausgearbeitet, welcher bereits das Freie-Software-Projekt „grouprise“ mitgegründet hat.

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Der Ausdehnungsdrang moderner Commons (4/5)

Transpersonales Commoning zur Weiterentwicklung der Keimformtheorie.

9. Bedürfnispriorisierung

Ein letztes Mal Marx zu seinem Verein freier Menschen: „Nur zur Parallele mit der Warenproduktion setzen wir voraus, der Anteil jedes Produzenten an den Lebensmitteln sei bestimmt durch seine Arbeitszeit. Die Arbeitszeit würde also eine doppelte Rolle spielen. Ihre gesellschaftlich planmäßige Verteilung regelt die richtige Proportion der verschiednen Arbeitsfunktionen zu den verschiednen Bedürfnissen. Andrerseits dient die Arbeitszeit zugleich als Maß des individuellen Anteils des Produzenten an der Gemeinarbeit und daher auch an dem individuell verzehrbaren Teil des Gemeinprodukts“ (MEW23, S.93). Um zu zeigen, wie eine transparente Gesellschaftsorganisation funktionieren kann, macht Marx ein Verhältnis von der individuell geleisteten Arbeitszeit zur Gesamtarbeitszeit auf und misst daran den individuellen Anteil am Gesamtprodukt. Da im Commoning immer erst produziert wird, sobald ein Bedürfnis ansteht, gibt es kein Gesamtprodukt, das verteilt werden muss. Was es dagegen gibt, ist eine Gesamtanzahl von anstehenden sinnlich-vitalen Bedürfnissen. Statt einer Verteilung im Nachhinein kann somit eine Gewichtung bzw. Priorisierung von Bedürfnissen im Vornherein stattfinden. Da Selbstauswahl der Tätigkeit ein zentraler Aspekt des Commonings ist, kann es sich dabei nie um mehr als einen Handlungsvorschlag handeln. Menschen setzen sich in der Auswahl der Tätigkeiten zwar eigene Ziele und Prioritäten (M/S, S.189), aber trotzdem gibt es ein objektives Anliegen, das allen Commoning-Prozessen zu Grunde liegt und ohne das etwa die eigene Zielsetzung und Selbstauswahl nicht möglich wäre: Die Herstellung und Erhaltung der Commons-Struktur selbst. (mehr …)

Der Ausdehnungsdrang moderner Commons (1/5)

Transpersonales Commoning zur Weiterentwicklung der Keimformtheorie.

Magie in seiner Reinform liegt im Glauben, es bräuchte nur eine Revolution und plötzlich würden sich Menschen nicht mehr tauschförmig aufeinander beziehen, der Kapitalismus wäre abgeschafft und wir hätten eine herrschaftsfreie Gesellschaft. In „Kapitalismus aufheben“ stellen sich Stefan Meretz und Simon Sutterlütti gegen diesen magischen Moment und schaffen es einen kategorialen Rahmen aufzubauen, mit welchen überhaupt eine gesellschaftliche Struktur auf Basis von Freiwilligkeit und kollektiver Verfügung – völlig ohne den Glauben an das Unerklärliche – denkbar wird. Da ich nichts Vergleichbares kenne, kann ich ihre Leistung hierfür nicht genug würdigen.

Der eigene Versuch der Autoren diese Kategorien innerhalb eines Transformationsmodells anzuwenden, gerät allerdings in eine Sackgasse. Die Autoren stellen zwar eine Beziehungsform zur Selbstorganisation heraus, in welcher kein Wert entsteht und sich damit auch keine Verwertungslogik verselbstständigt, schaffen es aber nicht, diese auf einen gesamtgesellschaftlichen Raum zu erweitern. Dieser Text soll als Weiterentwicklung ihrer Theorie dazu beitragen, dieses „Problem der Ausdehnung“ (M/S, S.244) zu beheben. Worum es also geht ist, wie eine Gesellschaft auf Basis von Freiwilligkeit und kollektiver Verfügung hergestellt und erhalten werden kann und das unter besonderer Beachtung der durch die kapitalistische Produktion entstandenen Vorbedingungen. (mehr …)

MOVE UTOPIA – Zusammen!Treffen!

Für eine Welt nach Bedürfnissen und Fähigkeiten

Vom 21. – 25. Juni 2017 auf dem Kulturkosmos (Müritz)

MOVE heißt: Wir möchten Miteinander Offen Vertrauensvoll Emanzipatorisch … die Zukunft gestalten!

Wir teilen die Vision, überkommene Verhältnisse menschlicher Vereinzelung ab- und neue Formen des Zusammenlebens aufzubauen. Wenn wir Bedürfnisse und Talente offen teilen und mitteilen, kann eine neue Art von Beziehungen entstehen. (mehr …)

Gedanken zum politischen Elend unserer Zeit

450457Wo man hinblickt: Die Regression greift um sich, mit der Wahl Trumps als kurzzeitigem Höhepunkt. Der Nährboden dieser Entwicklung ist das Ressentiment (d.h. der Rassismus, Sexismus usw.). Die Ökonomie ist nur der Auslöser dieser Reflexe. Deshalb werden wir dem Problem mit einem Anti-Kapitalismus nur sehr begrenzt beikommen: Was die Querfronten allerorten belegen. Eine Krise würde diese Regression nur verstärken. Was wir also brauchen ist ein radikal anti-diskriminierende Politik zur Verteidigung der Offenen Gesellschaft als Grundlage für eine progressive Aufhebung des Kapitalismus.

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