Kategorie: Soziale Netzwerke

Preis für Sozialistische Selbsthilfe Mülheim

ssmlogoDie Sozialistische Selbsthilfe Mülheim in Köln (SSM Köln) ist eines von zehn Preisträger-Projekten des Wettbewerbes »Soziale Stadt 2012« des Deutschen Städtetages. Geld gibt’s zwar keins aber Anerkennung und öffentliche Aufmerksamkeit. Zum Beispiel durch diesen Artikel, der schon lange mal fällig war.

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Ein Universelles Stigmergisches Allokationsystem

Peers support each otherIn vielen Diskussionen ob hier im Blog oder sonst wo, komme ich immer wieder dazu festzustellen, dass viele Skepsis, die dem Keimform-Ansatz entgegengebracht wird, vor allem darin begründet liegt, dass sich die meisten Leute einfach nicht vorstellen können, dass Bedürfnisse und Fähigkeiten zusammen kommen ohne das jemand oder etwas Zwang ausübt.

Wir verweisen dann immer auf die Stigmergie als wichtige Organisationsform. Damit ist eine Form der Organisation gemeint, die im wesentlichen darauf basiert, festzuhalten, wo noch etwas getan werden müsste. Diese Hinweise ermöglichen es dann anderen, die gerne etwas tun wollen, auch etwas zu tun, was gebraucht wird.

Die Erfahrung der meisten Menschen ist aber weit weg von funktionierenden stigmergischen Organisationsstrukturen. Ich glaube, viele denken dabei eher an dreckige WG-Küchen oder zugemüllte Wälder als an Freie Software oder Wikipedia. Eine Möglichkeit diese Situation zu ändern, wäre möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, Stigmergie selbst zu erfahren. Bisher ist das nur in eng umgenzten Bereichen möglich und die medialen Systeme, die zu diesem Zweck eingesetzt werden (seien sie jetzt virtuell oder nicht-virtuell) sind zum einen oft eher primitiv (z.B. TODO-Listen) und zum anderen meist speziell auf ein einzelnes Projekt zugeschnitten, was dazu führt, dass man deren Wirksamkeit erst erfahren kann, wenn man sich an diesem konkreten Projekt beteiligt. Die Wirksamkeitserfahrung ist bei stigmergischen Systemen also an aktive und nicht an passive Partizipation gebunden und es gibt zwar Millionen von Wikipedia-Benutzern aber eben nur ein paar tausend Autoren.

Um diese Situation zu ändern möchte ich ein Universelles Stigmergisches Allokationssystem (USA) bauen, um folgendes zu erreichen:

  • Vielen Menschen die Gelegenheit geben, Erfahrungen mit Stigmergie zu machen.
  • Vielen Menschen die Gelegenheit geben, Erfahrungen mit der eigenen Bedürftigkeit zu machen.
  • Konsumptive mit produktiven Bedürfnissen zusammen zu bringen. Menschen sollen reale Bedürfnisse zumindest gelegentlich durch das Mitmachen im USA befriedigen können.
  • Ein Experimentierfeld zu eröffnen in dem man lernen kann, wie ein USA aussehen könnte, dass einmal wirklich dazu beitragen kann eine commons-basierte Gesellschaft zu ermöglichen.

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Besondere Umstände 5

Es gibt mal wieder eine Stunde Podcast von Antje und mir. Diesmal über das auch hier zuletzt aufgebrachte Thema Stigmergie, aber auch über Facebook, Macht und Politik, Netzfeminismus.

Statistisches — keimform.de 2012

Seit Ende 2010 nutzen wir den Statistikdienst von WordPress — ist bequem und übersichtlich. Zwei volle Jahre der Auswertung ermöglichen einen Jahresvergleich. Hier ein paar Zahlen für 2012 (in Klammern der Wert für 2011):

  • Besucher_innenAufrufe: 113.718 (93.819)
  • Besucher_innenAufrufe/Tag: 311 (257)
  • Artikel: 263 (255)
  • Kommentare: 1195 (1031)

Artikel und Kommentare (inkl. Pings) habe ich zusätzlich ausgewertet, die stehen nicht in der WordPress-Statistik. Dort finden sich hingegen die in 2012 meist besuchten Artikel:

  1. Open Hardware: CNC-Maschinen (August 2011)
  2. Robert Kurz ist tot (Juli 2012)
  3. Der Crowding-out oder Korrumpierungseffekt (April 2008)
  4. The unissued recordings of Vladimir Horowitz: An example of copyright endangering culture? (Januar 2012)
  5. Kommunismus? (April 2010)

… sowie häufigste Suchworte und Referenzseiten und fleissigste Kommentator_innen. Vielen Dank an alle, die sich an keimform.de beteiligt haben!

Euch allen ein schönes 2013!

Byebye, Facebook.

Gerade eben hab ich das hier auf Facebook gepostet:

Ich werde Facebook verlassen. Genauer gesagt werde ich zwar meinen Account nicht löschen, aber alle Mailnotifikations abstellen außer denen für private Nachrichten, Freundschaftsanfragen und Hinweise an meiner Pinwand. Und ich werde hier nichts mehr posten und auch nichts mehr von Twitter weiterleiten. Facebook kriegt keinen Content mehr von mir und ich werde nur noch sehr selten hier rein gucken.

Warum das genau jetzt?

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Post-Kapitalistische Landwirtschaft – Die Zweite

Resist07.sized2Hier nun der Artikel zum zuletzt geposteten Vortrag. Zuerst erschienen in Graswurzelrevolution Nr. 370

Post-kapitalistischer Landwirtschaft – Potentiale, Probleme und Perspektiven

„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“
Karl Marx – Kritik des Gothaer Programms

Nicht-kommerzielle Landwirtschaft, Community Supported Agriculture oder kurz CSA, Solidarische Landwirtschaft, Wirtschaftsgemeinschaften. In den letzten Jahren hören wir vermehrt von Modellen landwirtschaftlicher Produktion, die scheinbar versuchen die Bedürfnisse der Menschen statt ihrer Verwertung in den Mittelpunkt zu stellen. Von kurzweiligen Experimenten bis zu großen Höfen die bereits seit Jahrzehnten gut funktionieren, reicht die Vielfalt. Auch was die weltanschaulichen Hintergründe der Menschen betrifft, spannt sich ein Bogen von der Antroposophie bis zur Wertkritik. Entsprechend wichtig ist ein Dialog der in verschiedensten Netzwerken mehr und mehr stattfindet. (mehr …)

Post-Kapitalistische Landwirtschaft – Potentiale, Probleme, Perspektiven

Mit einiger Verspätung aber besser als nie. Hier findet ihr den Slidecast und Audiomitschnitt eines Vortrags den ich am 15.6.2012 in Kassel auf Einladung der Gruppe „Spunk“ (http://spunk.noblogs.org/) gehalten habe:

Der Ankündigungstext lautete wie folgt:

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A post-capitalist farming experiment – Potentials, problems and perspectives

Land14„From each according to his ability, to each according to his need“ – Marx, Critique of the Gotha Program

Potentials

Since one and a half years around 70 people are involved in a post-capitalist farming experiment. Situated in the middle of Germany a collective of 5 growers is feeding around 65 supporters, year-round with a full supply of vegetables. The production is organised along the needs and abilities of the community.

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Foodsharing

Ein interessantes Projekt sucht Crowdfunder. Umsonstökonomie für Nahrungsmittel per Internet.

Leider konnte ich keine Informationen über die Lizenz der zu entwickelnden Software finden.

Lässt sich der Kapitalismus mit Hilfe seines eigenen Abfalls überwinden?

update: Der angestrebte Betrag von 10.000 Euro ist schon erreicht.

ACTA kicken

Ihr fragt euch, was das ACTA-Ding eigentlich soll? Was dahintersteckt und welche Konsequenzen es hat? Und warum man dagegen am 11.2.2012 weltweit auf die Straße gehen soll? Dann guckt euch hier die deutsche Fassung eines Anonymous-Videos an:

Links: Medikamentenkampagne, Digitale Gesellschaft, Stopp ACTA, AVAAZ, Stop ACTA Berlin, KillACTA

[Update] Das Video bezieht sich noch auf die ursprüngliche ACTA-Fassung (wird auch am Anfang kurz eingeblendet), die inzwischen etwas entschärft wurde. Das reicht aber nicht: ACTA muss ganz vom Tisch.

[Update] Deutschland will ACTA »vorerst« nicht unterzeichnen. VORERST, der übliche Trick. Nee, ACTA muss komplett zurückgezogen werden.

[Update] Cooler Protest