Kategorie: Soziale Netzwerke

Semantisches Wiki

Nach der kollektiven Sammlung von Inhalten in relativ flachen Wiki-Strukturen sind semantische Wikis der logisch nächste Entwicklungsschritt. Die Idee ist relativ einfach: Statt einfach Inhalte in eine Wikiseite einzutippen, die die Nutzer/innen verstehen, werden einzelne Informationen in spezieller Weise „markiert“ — so dass Maschinen diese auslesen und verarbeiten können.

Solche Informationsanhänge (denglisch auch: Annotationen) können auch nachträglich zu Wiki-Inhalten hinzugefügt werden. Ein Beispiel sind die Relationen im CoForum, die die Beziehungen von Seiten definieren. Ein anderes, prominenteres Projekt ist das Semantic MediaWiki, das — wie der Name schon sagt — das Mediawiki um semantische Eigenschaften erweitert. Mediawiki ist u.a. die Basis der Wikipedia. Daher sind die Anforderungen an die Benutzbarkeit und Performance sehr hoch (vgl. Tuning für die Wikipedia).

In einem Interview mit der (kommerziellen) Semantic Web School Wien erläutern die Entwickler des Semantic MediaWiki Markus Krötzsch und Denny Vrandecic die Ziele des Projekts.

Wir basteln uns ein Vorurteilssystem

Vor über 11 Jahren gab es mal auf einem CCC einen sehr interessanten Vortrag in dem eine Idee vorgeschlagen wurde, die ich schon damals bestechend fand, die aber in dieser Form immer noch nicht umgesetzt wurde. Das Kind wurde damals „Vorurteilssystem“ genannt. Schon damals erschien die Infoflut uns alle zu überrollen und es wurde nach Wegen gesucht, wie man sich in dem ja noch recht frisch explodierten Dschungel namens Internet zurechtfindet und vor allem die Sachen findet, die einen interessieren.

Die Idee der Vourteilssysteme basiert darauf, dass Menschen schon immer und überall in der Lage waren gigantische Informationsmengen zu bewältigen, so lange sie nur genügend Urteile an der Hand haben, die die Welt für sie vorsortieren, ohne sich alles im Detail angucken zu müssen – Vorurteile eben. Das Problem heute ist also demnach nicht so sehr die Menge an Information, sondern vielmehr das Fehlen eines gesellschaftlichen Konsenses darüber, was wichtig ist und was nicht. Heutzutage hat man halt gerne seine eigenen Vorurteile oder die der eigenen Subkultur oder Peergroup. Aus meiner Perspektive geht es dabei nicht nur darum individuell informiert zu sein, sondern auch und vor allem darum kollektiv handlungsfähig zu bleiben, obwohl oder vielleicht sogar gerade weil die alten gemeinsamen Vorurteile nicht mehr existieren.

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Bildung eines Serviceknotens für ein Kommunikationsnetz von Solidargemeinschaften

Bericht und Einladung

Der Vorschlag zur Bildung eines „Serviceknotens für ein Kommunikationsnetz von Solidargemeinschaften“ ausgehend vom Kongress „Solidarische Ökonomie“ fand interessierte Aufnahme. Ca. 30 Personen trafen bei dem entsprechenden Workshop zur Erörterung der Vorschläge ein. Zum Abschluss des Kongresses befestigte sich eine Gruppe, welche die ersten Schritte virtuell koordinieren will. Für Februar 2006 ist ein Arbeitstreffen in Kassel in den Räumlichkeiten der Kommune Niederkaufungen geplant, zu der alle, die sich aktiv einklinken wollen, eingeladen sind.

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100$-Laptop als Basis einer P2P Infrastruktur ?

Technology Review berichtet unter dem Titel „Die Philantropie-Maschine“ über die Initiative 100$-Laptop, die ich schon seit einiger Zeit gespannt beobachte. Die Idee damit zur Bildung armer Kinder beizutragen finde ich nicht spannend. Das Gerät könnte aber als Basis einer P2P-Infrastruktur für Alternativökonomie dienen. Sollte es wirklich in Produktion gehen, hätte es folgende Vorzüge:

  • relativ Preisgünstig
  • große Verbreitung, dadurch Standardisierung
  • läuft relativ unabhängig von käuflicher Energieversorgung (geringer Energieverbauch und von Menschen betriebener Generator)
  • kann sich mit anderen Einheiten vernetzen (WLan)

Damit könnten autonome Kommunikationsnetzwerke aufgebaut werden. In diesem Zusammenhang interessieren mich Projekte, die an asynchroner Kommunikationsinfrastruktur arbeiten. Kennt jemand irgendwas in dieser Richtung ?