Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

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„Let’s talk about system change!“ – Online-Seminare zu Kritik, Utopie und Transformation

Einige Leute, die auch hier bei Keimform schreiben, haben zusammen mit weiteren Menschen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung Online-Seminare zum Thema System Change konzipiert, denn angesichts der Klimakatastrophe finden wir die Suche nach emanzipatorischen gesellschaftlichen Alternativen zu Kapitalismus dringender denn je.

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Kategorien: Termine

2. Juli 2020, 18:49 Uhr   3 Kommentare

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Die Ankunft der Zukunft

Vier Frauen fangen ein Gespräch ganz harmlos als eine Art kombinierter Film- und Literaturrezension an. Es geht zuerst um den Science-Fiction-Film Arrival und die Kurzgeschichte auf der er basiert (Vorsicht Spoiler). Am Ende landen sie bei den ganz großen Fragen, wie wir der Menschheit eine lebenswerte Zukunft verschaffen und ob wir dafür nicht sogar unsere lineare Zeitvorstellung aufgeben müssen. Dabei verläuft die Diskussion dann teilweise ein bisschen parallel zu dem was wir hier oft in den Kommentarspalten erleben: Sind wir nur romantische Träumer oder die eigentlichen Realisten?
Sehr sehenswert:


Kategorien: Gender, Medientipp, Theorie

25. Juni 2020, 01:03 Uhr   Kommentieren

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Warum der Sozialismus wahrscheinlich nicht ökologisch wird …

Ökosozialismus wird häufig als mögliche Alternative zum weitgehend unmöglichen grünen Kapitalismus gesehen. Aber gerade weil der gleichen Widerspruch von Tauschwert und Gebrauchswert den Sozialismus durchzieht, und weil er wie der Kapitalismus eine Arbeitsvergesellschaftung darstellt, halten wir dies für sehr unwahrscheinlich. Drei Dynamiken seien kurz benannt: 

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Feindbeobachtung, Theorie

18. Juni 2020, 13:40 Uhr   8 Kommentare

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Kritik des (demokratischen) Sozialismus

Wenn nur soziale Gebilde beständen, denen die Gewaltsamkeit als Mittel unbekannt wäre, würde der Begriff »Staat« fortgefallen sein; dann wäre eingetreten, was man in diesem besonderen Sinn des Wortes als »Anarchie« bezeichnen würde.

(Weber 1919/1980: 822)

Ich bin immer wieder beunruhigt wieviel tolle Leute bei genaueren Nachfragen doch eher demokratischen Sozialismus wollen als die befreite Gesellschaft. Darum hier ein Ausschnitt aus dem nächsten Buch zur Kritik des (demokratischen) Sozialismus.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Feindbeobachtung, Theorie

17. Juni 2020, 13:38 Uhr   13 Kommentare

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Aufstand und Konstruktion

Plakat von Crimethinc

Seit der Schwarze US-Amerikaner George Floyd am 25. Mai in Minneapolis vom Polizisten Derek Chauvin und seinen Kollegen umgebracht wurde, tobt in den USA ein Aufstand von einem Ausmaß, das es seit Jahrzehnten, seit der Ermordung Martin Luther Kings nicht mehr gegeben hat. Es gibt sowohl Demonstrationen als auch militante Auseinandersetzungen mit der Polizei und Plünderungen. Der Rückhalt, den diese Aktionen in der US-Bevölkerung haben, ist erstaunlich. So gaben bei einer repräsentativen Umfrage 54% der Befragten an, dass sie das Anzünden der Polizeiwache in Minneapolis gerechtfertigt finden (Quelle). Während Trump wenig überraschend eine harte Linie fährt, hat der Stadtrat von Minneapolis beschlossen, seine Polizeibehörde aufzulösen – die Bewegung zeigt also schon deutliche Erfolge. Auch in Deutschland gab es am vergangenen Wochenende Massenproteste in Solidarität mit der „Black Lives Matter“-Bewegung, die auch rassistische Polizeigewalt hierzulande thematisierten.

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Kategorien: Praxis-Reflexionen, Theorie

11. Juni 2020, 23:47 Uhr   7 Kommentare

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ZDF – ein Tanker bewegt sich

Copyright: ZDF/CC BY 4.0

Als ein Ergebnis der Kampagne „Öffentliches Geld – Öffentliches Gut“ hat sich das ZDF entschieden, einige bildungsnahe Inhalte unter einer Creative-Commons-Lizenz freizugeben, die auch die modifizierende Nutzung in eigenen Inhalten erlaubt. Das betrifft zunächst Inhalte der Reihe „Terra X„, später sollen „Leschs Kosmos“ und „ZDF-History“ dazukommen.

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Medientipp

9. Juni 2020, 17:15 Uhr   1 Kommentar

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Nem születünk önzőnek

[Hungarian translation of Friederike Habermann’s We Are Not Born as Egoists from the book The Wealth of the Commons, to be appearing in issue 125 of the Hungarian magazine Eszmélet („Conciousness“), translated by Sebestyén György – great! Also available in German]

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Kategorien: Commons, Magyar, Theorie

3. Juni 2020, 13:59 Uhr   Kommentieren

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Bedürfnisse in der commonistischen Transformation

Bedürfnisse als Kern commonistischer Theorie

Bedürfnisse und die eigenen Gefühle als Zugang zu diesen Bedürfnissen scheinen zentral zu sein in den utopischen Entwürfen zu Commonismus. Die eigenen Bedürfnisse in Vermittlung mit den Bedürfnissen anderer sollen das bestimmende Element sein, nach dem eine zukünftige, gesellschaftliche (Re-)Produktion organisiert wird. Und auch in einem kritisch-psychologischen Workshop mit dem Titel „Commoning Our Selves“ hieß es, dass die Essenz emanzipatorischer Gruppenreflexion im Wesentlichen das „ernst nehmen der eigenen Bedürfnisse“ sei.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Gender, Lernen, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit, Soziale Netzwerke, Theorie

28. Mai 2020, 16:00 Uhr   3 Kommentare

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Von Solidarischer Imkerei, Betriebsbesetzungen und Transformation

Was wir aus der Praxis einer Solidarischen Imkerei und den Versuchen von Betriebsbesetzungen in Krisenzeiten über Transformationsstrategien lernen können.

Eigentlich sollte dieser Text lediglich eine Praxisreflexion unserer mehrjährigen Versuche werden, eine Imkerei solidarisch d.h. commonistisch zu organisieren. Im Schreiben knüpften die Herausforderungen, die uns dabei begegneten, dann aber an die allgemeineren Debatten rund um die Transformationen hin zu einer commonistischen Gesellschaft an, die wir im Umfeld des Keimform-Blogs und des Commons-Instituts führen. In diesem Sinne ist dieser Text aus meiner Perspektive ein gutes Beispiel dafür, wie die Reflexion der eigenen Commons-Praxis und die Abstrahierung bzw. Verallgemeinerung der dabei auftretenden Herausforderungen für eine allgemeinere Transformation-Theorie erkenntnisleitend sein können. Aber beginnen wir von vorn.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit, Theorie

27. Mai 2020, 06:00 Uhr   2 Kommentare

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Warum die Kopplung von Geben und Nehmen aufhören muss

[Erschienen bei Telepolis]

Corona zeigt uns die Verrücktheit unserer gesellschaftlichen Organisation. Und wie wir uns damit buchstäblich um unsere Existenz bringen

Wir halten Tauschen für eine der natürlichsten Sachen der Welt. Ist es aber nicht. Tauschen koppelt Geben und Nehmen aneinander. Du kriegst nur was, wenn du auch was gibst. In modern: Lege Geld auf den Tisch und du bekommst das Begehrte. Oder umgekehrt: Hier ist mein Geld, jetzt gib es mir. Das ist der Kern dessen, was wir als Marktwirtschaft kennen. Ist doch natürlich, oder? Tausch gibt es doch schon ewig? Geld ist eine tolle Erfindung zur Vereinfachung des Tausches? Markt ist eine Errungenschaft? Und überhaupt: Was soll daran schlimm sein? Schauen wir hin, was wir von Corona lernen können.

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Kategorien: Commons, Feindbeobachtung, Reichtum & Knappheit

25. Mai 2020, 21:57 Uhr   19 Kommentare