Defense of post-wage Commonism

1. My Critic of wage-based Cyber-Socialism
2. Dapprich’s Response to an Ultra-leftist Critique of Cybersocialism
3. My Defense of post-wage Commonism

As I stated in my first article I enjoy discussing with wage-socialists and although my main argument against wage-socialism – that the domination of exchange value over use value persists and therefore efficient planning must fail – isn’t addressed, Dapprich presents other important arguments. In the first article I criticized Dapprich’s “class-centered understanding of Marx” and I think this lies at the heart of our different approaches to socialism/communism. I don’t criticize wage-socialism and real socialism primarily for its exploitation of workers, that “workers are […] robbed of both their time and the fruits of their labour“. Exploitation exists in wage-socialism and workers still lack(ed) the access to the means of production, but the distribution of goods is far more equal than in capitalism. My argument is that forcing people to work via wages (be it in tokens or money) makes wage-socialism very akin to capitalism. They share a similar socialization of humans as consumption-driven and work-averse, a similar organization of work places, ongoing privatization of care work and ongoing opposition between individual and enterprise interests and general interest. Finally, this opposition of individual and general interest doesn’t allow what is so dearly important to Dapprich and other plan economists: efficient, ecological planning. Exchange value dominates use value. This creates wrong and harmful material incentives that the state can only partially compensate. This argument Dapprich didn’t address. My response will discuss exploitation and class within wage-socialism, the wage and post-wage planning and discuss Dapprich’s different understanding of productive needs. 

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Silke Helfrich: Muster des Commonings

Im Frühjahr ’21 haben Silke und ich eine Einführung zum Commoning für die GWÖ-Jugend gehalten. Mein Teil ging um ‚Commons als soziale Form‘ nach Johannes Euler und Silke hat ihre Muster vorgestellt. Der Vortrag ist sehr visuell und nachdem ich die Struktur und das Design vorbereitet habe, haben wir das zusammen überarbeitet, bis es sich für Silke richtig angefühlt hat. Da wir sowieso dachten, das noch öfter zu halten, haben wir keinen Audio-Mitschnitt angefertigt. Was natürlich eine fatale Entscheidung war. Nach ihrem Unfall konnte mit Hilfe der Veranstaltenden allerdings ein privater Mitschnitt ausfindig gemacht werden und dem allein ist es zu verdanken, dass der Vortrag erhalten geblieben ist.

Links: peertube / youtube

Open-Source-Hardware – update

Wir haben hier im Blog schon lange nicht mehr (zuletzt: [1], [2], [3], [4], [5]) über offene Hardware geschrieben. Dabei hat sich einiges getan, so viel, dass sogar populäre Medien darauf aufmerksam werden. Als Beispiel sei der Spiegel der Computerzeitschriften genannt, die c’t. In der Ausgabe 1/22 hat sie dem Thema einen Schwerpunkt gewidmet (vgl. „Hintergrund“). Leider sind die meisten der Artikel nicht offen lesbar (Minuspunkt, liebe c’t, bei dem Thema), der Artikel um den es mir hier geht, ausnahmsweise schon: „Technik gut beschreiben“.

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The ,Commoning System‘ goes Global

At least, we are trying.

As first steps, we have translated our concept presentation into English and we are working on integrating the ValueFlows vocabulary into it. ValueFlows, noted at the point, is a really exciting project. It grew out of network resource planning software that has amazing similarities to our concept, but was designed as a monolith. To break down this monolith, they initiated a discussion between different open source economics projects and quickly realized that there was a lack of a common language between these projects – both on a human and technical level. The ValueFlows vocabluar is trying to open up communication here. It’s beautiful and is already being used in projects like HoloREA and Bonfire. There is a brief and worth to read article about that topic.

Links to our english presentation: peertube / youtube

The german version, the usual call for activism and the current version of the concept below.

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Response to an Ultra-leftist Critique of Cybersocialism

In a recent blogpost, Simon Sutterlütti criticises my model of a cybersocialist economy from an ultra-left perspective. His account of my proposal is largely accurate, so I will not have to waste much time to clear up misunderstandings. I do, however, think that his characterisation of my proposal as “wage-socialism” is a gross trivialisation of the, often brutal, exploitation of wage labourers under capitalism. I will outline the important difference between socialism and wage-capitalism and show that this difference is sufficient to overcome the essential problems of wage-capitalism. I will then respond to Sutterlütti’s views on the human motivation to work.

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Vortrag: Erstes Kapitel des marxschen Kapitals

Mitte November durfte ich im Rahmen von graz.connect einen Vortrag zur Einführung in das Kapital von Marx halten. Wegen einer Erkältung wurde es dann leider ein Live-Stream und wenn das auch wirklich schade war, war es wohl zumindest für die Audio-Qualität der Aufnahme nicht schlecht. Durch die ‚Metapher vom Verein freier Menschen‘ kommen inhaltlich darin auch die Commons nicht zu kurz.

Meine Reichweite ist recht begrenzt und ich freu mich sehr, wenn es geteilt wird. Und genauso freue ich mich über konstruktive Kritik, um die Inhalts-Vermittlung bei zukünftigen Vorträgen weiter zu verbessern.

Links: peertube / youtube

Wachstum – dystopischer Wahn

[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Der Kapitalismus ist ein Erfolgsmodell. Dumm ist nur, dass Bestandteil dieses Erfolgs ist, die natürlichen Lebensgrundlagen – uns darin eingeschlossen – zu zerstören. Dabei geht es nicht nur um die Klimakatastrophe, die der Kapitalismus erfolgreich produzierend in die Welt gesetzt hat. Viel weniger Aufmerksamkeit bekommen andere Verherungen, etwa die geozeitlich gesehen sechste Welle des Artensterbens, die Meeresversauerung und Überfischung, das Aufbrauchen der Süßwasservorräte, die Zerstörung der Böden und Wälder, die Vergiftung der Biosphäre usw. Alle Indikatoren deuten darauf hin, dass es der Kapitalismus schaffen wird, die globale Menschheit in den Kollaps zu produzieren. It’s not a bug, it’s a feature.

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Keime von etwas Neuem in schlammigen Pfützen (DE/EN/FR)

Für das Kunstprojekt VOILÀ: Where the river resides haben Indigo und ich einen Beitrag über den Kampf um Lützerath und Transformation geschrieben: Keime in etwas Neuem in schlammigen Pfützen. Ihr könnt ihn hier lesen.

EN: For the art project VOILÀ: Where the river resides, Indigo and I have written a piece on the struggle for Lützerath and transformation: A new kind of seed sprouts from muddy puddles. You can read the English translation here.

FR: Pour le projet artistique VOILÀ : Where the river resides, Indigo et moi avons écrit une contribution sur la lutte pour Lützerath et la transformation. Vous pouvez lire la traduction française ici.

Commonsverbünde – Zweiter Anlauf

Eine Idee für die Verbindung von commonsbasierten Projekten
zu einer gemeinsamen solidarisch-selbstorganisierten Ökonomie,
die das Mitmachen erleichtert und Demonetarisierung ermöglicht

Von Gunter Kramp (Basistext)
mit Luisa Kleine (Illustrationen)
und Nele Klemann (illustrierende Geschichten)

In Gedenken an Silke Helfrich, die zum Basistext mit intensiven Lektorat beigetragen hat.

Vorgeschichte

Im Nachgang eines von Gunter initiierten Workshops, der am 23. April 2016 in Hiddinghausen stattfand, haben Christian Siefkes und andere einen Text zu Commonsverbünden verfasst, der erfreulicherweise einige Resonanz gefunden und Menschen zu eigenen Gedanken inspiriert hat: http://keimform.de/2016/commonsverbuende/

Daraufhin kam es auch zu Kritik an der Idee der Commonsverbünde. Diese Kritik hat im wesentlichen zwei Stoßrichtungen:

  1. Das geht ja in Richtung autoritärer Planwirtschaft! Die Freiwilligkeit von Beiträgen der Beteiligten sowie die Autonomie der Projekte bleiben auf der Strecke.
  2. Bei Beibehaltung einer Autonomie der Teilprojekte sind diese zu wenig solidarisch miteinander verbunden. Damit führt die „Außenwirtschaftsproblematik“ (also die Tatsache, dass sich bezogen auf das Gesamtprojekt materieller und finanzieller Input und Output die Waage halten müssen) dazu, dass sich die Tauschlogik auch zwischen den Projekten durchsetzt.1

Beide Kritikansätze überzeugen nicht wirklich. Zusammen genommen zeigen sie sogar, dass der Begriff „Commonsverbünde“ in der Rezeption des Textes so sehr aufgeweitet wurde, dass er fast beliebige Formen der Vernetzung von Commons Projekten zu beschreiben scheint. Es ist zwar Kernpunkt der Kritik, wie diese Projekte im Rahmen eines Commonsverbundes interagieren sollten, die Interaktion wird aber von den KritikerInnen ganz unterschiedlich gedacht. Zum anderen befürchten ein und die selben KritikerInnen gleichzeitig, dass die Struktur zu eng integriert könnte und damit zentral und autoritär würde und dass sie zu lose integriert sein könnte und daher die Marktlogik in die inneren Beziehungen Eingang finden könne. Das Konzept wird damit quasi über seine extremsten denkbaren Varianten bzw. Entwicklungswege kritisiert, ohne zu begründen, ob diese wirklich zwingend auftreten müssen.

Daher möchten wir aus heutiger Sicht noch einmal präzisieren, wie wir uns Commonsverbünde vorstellen und auf welche Probleme sie eine Antwort bieten und auf welche nicht.

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Land-WG oder (kämpfende) Keimform?

Tjaja, leider kann man sich nicht aussuchen wie man porträtiert wird. Die Fuchsmühle gründeten einige Menschen, um Commons und Commonsnetzwerke auf dem Land und in der Praxis zu gründen. In der Doku scheinen sie vor allem als „einige junge Leute“ die halt „alles teilen: vom Schlafzimmer bis zur Unterhose“. Aber ihre Vision und ihre Kapitalismuskritik, ihre Verbindung zu sozialen Kämpfen und auch ihr gesamtgesellschaftlicher Anspruch verschwinden hinter der seltsamen, aber doch ganz okayen Gemeinschafts-Landoase.

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