GCS: Aufruf zum Aktivismus (und kurze Einführung)

Als Aktivist:innen des ‚Global Commoning System‘ – dem Freien Software-Projekt, welches versucht das Softwarekonzept für ununterbrochenes Commoning umzusetzen – suchen wir helfende Hände in mehreren Bereichen, besonders heute aber im Bereich Design. Die ersten Designentwürfe der Homepage, der Wireframes und des Logos kommen von der Aktivistin Katharina, die sich allerdings wünschen würde, dass noch jemand mit entsprechender Erfahrung ein Auge darauf wirft und die Entwürfe diskutiert. Wenn du so jemand bist oder jemanden kennst, der:die sich dafür Zeit nehmen würde, wären wir sehr dankbar. Die Homepage und die Einführungsvideos, welche ebenfalls auf dem Design aufbauen werden, sind die Grundlage unserer Crowd-Funding-Kampagne und sollen auch die Stiftungen ansprechen, über die wir das Projekt finanzieren wollen.

Nachfolgend noch eine Liste mit anderen Bereichen, in denen wir noch Unterstützung benötigen und zum Abschluss eine kurze Einführung in das Softwareprojektes, die vor einigen Monaten erarbeitet wurde.

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Kritik an Christian Siefkes „Produktivkraft als Versprechen“ – Teil III

Der Kapitalismus muß akkumulieren, da er anderweitig in der Krise steckt. Jeder Gleichgewichtszustand ist ein Krisenzustand, der in der dynamischen Wirtschaft nur zum Zusammenbruch oder zu neuem Aufstieg führen kann. Jede Gleichgewichtslage widerspricht damit der kapitalistischen Wirklichkeit und kann sich nie auf diese selbst beziehen, sondern höchstens auf eine methodische Annahme, um besondere Eigenarten des dynamischen Wirtschaftsablaufs herauszuschälen. (Paul Mattick)[1]

Wirtschaftswachstum und kapitalistischer Luxuskonsum

Siefkes untersucht, ob das von ihm festgestellte gegenseitige Aufschaukeln der beiden Abteilungen realistisch sei, wenn er den Kapitalist*innen-Konsum absolut konstant hält: „Im beschriebenen Szenario, in dem nur Pm und ALm[2] wachsen können, kommt es zu einem Patt“ (Siefkes (2016): 6). Der Prozess komme von selber ins Stocken. Mit antizipierter Überproduktion erklärt Siefkes, „was wir heute beobachten: Große Mengen ungebundenes Kapital sind global auf der verzweifelten Suche nach aussichtsreichen Investitionsmög­lichkeiten, die sich aber kaum finden“ (ebd.: 6). Anders formuliert: Unterkonsumtion/Überproduktion führen zu Überakkumulation. (mehr …)

Kritik an Christian Siefkes „Produktivkraft als Versprechen“ – Teil II

Man vergesse aber nicht, daß dieser beständige Wechsel der Produktions­weise „ebenso beständig unterbrochen wird ‚durch Ruhepunkte und bloß quantitative Aus­dehnung auf gegebner technischer Grundlage‘, durch ‚Zwi­schenpausen, worin die Akkumulation als bloße Erweiterung der Produk­tion… wirkt‘.[1]

Und eben für solche ‚Zwischenpausen‘ gelten die Reproduktionsschemata des II. Bandes, die die Möglichkeit der erweiterten Reproduktion durch die gegenseitige Anpassung der Produktions- und der Konsumtionsmittelindust­rien, und damit auch die Möglichkeit der Realisierung des Mehrwerts erwei­sen. All das konnte aber ge­zeigt werden, ohne daß es nötig gewesen wäre, auch den Faktor des technischen Fortschritts, der sich in der Erhöhung der Kapitalzusammensetzung und der Mehr­wertrate ausdrückt, in die Analyse des II. Bandes miteinzuschließen. (Roman Rosdolsky)[2]

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Kritik an Christian Siefkes‘ „Produktivkraft als Versprechen“ – Teil I

Alles spricht dafür, daß Marx selbst nie die Absicht hatte, über die Gestalt, die die Reproduktionsschemata im II. Band des Kapital erhielten, hinauszu­gehen, und daß es daher sinnlos ist, von ihnen mehr zu erwarten, als sie leis­ten können. (Roman Rosdolsky)[1]

Christian Siefkes (2018) kritisiert in Zur Kritik der Aufhebungs- und Keimformtheorie[2] bestimmte Kapitel in Kapitalismus aufheben von Simon Sutterlütti und Stefan Meretz[3]. Dabei spielen Krisentheorien eine Rolle. Siefkes verweist auf seinen PROKLA-Artikel Produktivkraft als Versprechen[4].

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Flehen um den Staat

In dem Systemwandel-Video der Taz sagt die Klimagerechtigkeitsaktivistin Ruth Kron einen Satz den ich in letzter Zeit leider viel zu häufig gehört habe: „Wenn wir für den Systemwandel unendlich viel Zeit haben, dann würde ich sagen: Der Systemwandel muss von unten passieren, es muss ein emanzipatorischer Prozess sein. Die Zeit haben wir leider nicht“.[1] Ulrike Herrmann zieht konsequent den darin immer implizierten Gedanken: „Das erfordert […] dass der Staat diesen Umstieg plant.“ Und dann übertreibt sie etwas, wenn sie eins draufsetzt und sagt „Und zwar in jedem einzelnen Schritt“. Das ist doch krass. Absage an Emanzipation, hoffende Hingabe an den Staat. Und ich glaube die Hoffnung liegt beim Staat falsch. In den letzten Texten kritisierte ich staatssozialistischen Ideen (nur grundlegend nicht anhand einzelner Modelle, das kommt noch irgendwann ), nun möchte ich mich mit der häufigsten liberalen Staatsphantasie auseinandersetzen: Marktwirtschaft mit öko-sozialer Weltinstitution.

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Utopie – wie und warum

IMHO: Der so ziemlich beste Vortrag zu Utopietheorie (also so das wie über Utopie sprechen) den ich kenne: Bini Adamczaks Eröffnungsinput auf dem Kongress Zukunft für Alle (ab min 25:00). Einfach genial. <3

keimform.de ist umgezogen!

Na, war doch nicht so schwer…

Der Umzug ist geglückt! In der nächsten Zeit werden wir noch etwas am Layout herumschrauben, doch ab sofort gilt:

Editieren ist wieder möglich!

Schreibt gerne wieder Kommentare und auch Artikel 🙂

keimform.de zieht um!

Das kann doch nicht so schwer sein…

Das wurde auch mal Zeit: Wir ziehen auf einen fitteren Server und tauschen gleich noch das „Theme“, also das Layout, aus. Das bedeutet ab sofort:

Bitte nix mehr editieren – jetzt!

Wir ziehen die Daten vom alten Server ab, schmeissen sie auf den neuen Server und richten dort alles ein. Dann „biegen wir die Domäne um“, das heißt, keimform.de bekommt die Adresse vom neuen Server. Es dauert etwas, bis sich das „technisch herumspricht“. Ihr seht den Erfolg daran, dass ihr irgendwann das neue Layout erkennt.

Keimformtheorie 2.0?

Vor nem Monat hatten Hannes und ich ne Diskussion und da kam eine neue Idee auf: Bevor der Tausch gesellschaftlich dominant wurde, machte er noch eine weitere Veränderung durch: Er schuf sich sein eigenes System im Kleinen. Er löste hierbei noch nicht den Feudalismus als Gesellschaftssytem ab, sondern innerhalb des Feudalismus entstanden soziale Sphären welche von Tauschbedingungen beherrscht waren. In diese Sphären entfaltete sich der Tausch das erste mal systematisch, er brachte seine Logik von Konkurrenz, Verwertungszwang, Lohnarbeit hervor, aber eben nicht als dominante gesellschaftliche Logik, aber sehr wohl als transpersonal-systematische Logik. Stimmt dies müsste man eine zweite Stufe zwischen Funktions- und Dominanzwechsel einfügen. Wie immer dienen diese Überlegungen nicht nur der historischen Wissenschaft, sondern der Frage was dies für commonistische Transformation bedeutet. Zur Illustration ein kurzer verkürzter Blick in die Empirie. 

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Kongress »Zukunft für alle«

In der Einladung zum Kongress »Zukunft für alle« heißt es: »Anstatt uns von Klimakrise und Rechtsdruck entmutigen zu lassen, wollen wir auf dem Kongress gemeinsam positive Visionen entwickeln, teilen und diskutieren. Visionen, die über die kapitalistische Wachstumsgesellschaft hinausgehen und dabei konkret vorstellbar sind. Wir wollen Menschen zusammenbringen, die in unterschiedlicher Weise bereits an einer besseren Zukunft arbeiten: in sozialen Bewegungen und in ihrem persönlichen Alltag, in Medien und Bildung, in Wissenschaft und Politik, Gewerkschaften und NGOs.«

Hier ausgewählte Beiträge mit Menschen aus dem Commons-Institut:

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