Schlagwort: utopie

Produktivkräfte, Destruktivkräfte und historischer Materialismus

Die Arbeiter (auf dem Mars) begehren auf und sprengen ihre Ketten – Screenshot aus dem sowjetischen Film Aelita von 1924.

Nur wenige Menschen versuchen über den Kapitalismus hinauszudenken. Diejenigen, die das dennoch tun, bauen diese Überlegungen meist auf zwei unterschiedlichen Fundamenten auf: Entweder auf die Annahme, dass sich die erwarteten Veränderungen sowieso und unabhängig von den Wünschen der Menschen vollziehen, oder aber auf die Überlegung, dass solch eine Gesellschaft besser wäre – für die Menschen, vielleicht auch für die Natur – und es sie daher herzustellen gilt. Prägnant und zweifellos etwas verkürzt kann man das erste Fundament als „materialistische Perspektive“, das zweite als „idealistische Perspektive“ betrachten.

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»Future Histories« Podcast zu Commonismus

Jan Groos macht »Future Histories«, dem ausgesprochen spannenden »Podcast zur Erweiterung unserer Vorstellung von Zukunft«. In der 47. Folge hat Jan mit mir über den »Commonismus« gesprochen.

Dabei sind fast alle Themen zur Sprache gekommen, die uns auch hier immer wieder bewegen 🙂

Hier direkt zum Hören:

Jenseits der Do-ocracy?

Stefan und ich argumentieren ja immer wieder, dass für eine Post-Arbeits-Gesellschaft Do-ocracy ein Grundsatz ist, also dass Re/Produzentinnen entscheiden wie sie ihr Produktionsmittel nutzen und ihre Güter und Dienstleistungen verteilen wollen. Nun gibt es immer wieder Kritik an dem Ansatz und ich möchte mal eine mögliche Erweiterung vorstellen und würde sehr gerne eure Meinung hören, weil es vielleicht ne größere Veränderung wäre. Ein Ausschnitt aus dem kommenden Utopiebuch:

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Commonismus beim Dissens Podcast

Lukas Ondreka hat mich für den Dissens Podcast interviewt, ich glaub es war etwas wirr, aber mal sehen: „In einer Gesellschaft der Commons wären die Menschen frei vom Zwang zur Arbeit, sagt Simon Sutterlütti. Der Mit-Autor von „Kapitalismus aufheben“ im Gespräch über Commonismus, freiwilligen Mülldienst und Utopie als Computer-Simulation.“ Unterstützt den Podcast gerne mit Spenden!

Konkrete und abstrakte Utopien

Utopien im Allgemeinen und dem Commonismus im Besonderen wird immer wieder Abstraktheit, Unerreichbarkeit, Wunschträumerei vorgeworfen. Friedrich Engels als auch Ernst Bloch haben diese Kritik paradigmatisch schon formuliert und Annette hatte die Kritik an unserem Entwurf von Commonismus (es gibt ja sicherlich auch andere) erprobt. Dieser Beitrag versucht diese Kritik nachzuvollziehen und utopietheoretisch fruchtbar zu machen. 

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Stefan zu ‚Kapitalismus aufheben‘

Video von nem Vortrag den Stefan im Februar 2020 in Bonn gehalten hat (Vortragsreihe hier: https://bonn.commons-institut.org). Ihr kennt wahrscheinlich schon einiges, aber ist schön dargestellt und von Stefan gabs ja schon länger kein schickes Video mehr. Der erste Teil ist der Vortrag, der zweite die Diskussion. Have Fun 🙂

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Utopie – wie und warum

IMHO: Der so ziemlich beste Vortrag zu Utopietheorie (also so das wie über Utopie sprechen) den ich kenne: Bini Adamczaks Eröffnungsinput auf dem Kongress Zukunft für Alle (ab min 25:00). Einfach genial. <3

Kritik des (demokratischen) Staatsozialismus

Wenn nur soziale Gebilde beständen, denen die Gewaltsamkeit als Mittel unbekannt wäre, würde der Begriff »Staat« fortgefallen sein; dann wäre eingetreten, was man in diesem besonderen Sinn des Wortes als »Anarchie« bezeichnen würde.

(Weber 1919/1980: 822)

Ich bin immer wieder beunruhigt wieviel tolle Leute bei genaueren Nachfragen doch eher demokratischen Staatssozialismus wollen als die befreite Gesellschaft. Darum hier ein Ausschnitt aus dem nächsten Buch zur Kritik des (demokratischen) Staatssozialismus.

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Utopie und mentale Selbstverteidigung

Das WUMS!-Kollektiv hat sich der „mentalen Selbstverteidigung“ für Aktivist*innen verschrieben. WUMS steht für Werkstatt für Utopie und mentale Selbstverteidigung. Das Kollektiv möchte einen kollektiven Raum für Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um radikale Selbstfürsorge in Zeiten von Pandemie und Krise schaffen. Für den ersten Podcast hat die Gruppe eine Umfrage mit zwei Fragen durchgeführt: „Was von dem gegenwärtigen Ausnahmezustand tut uns und der Welt so gut, dass es auch gerne nach dem Ende der Krise bleiben darf? Was tut ihr euch und anderen gerade Gutes?“ Die Antworten wurden per Telegram- und Signal-Messenger eingesammelt und zum Podcast zusammengeschnitten – sehr schön!

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Ein Gespräch über Utopie

Ich hab mit Simon ein Interview über sein neues Buchprojekt zum Thema Utopie geführt. Hier könnt ihr es anhören:

http://aymargeddon.de/up/simon-interview.mp3