Friederike Habermann: Aus Commons wurde Eigentum

Wird mit Vergesellschaftung aus Eigentum Commons?

Abstract: Noch vor wenigen Jahren schien eine breite öffentliche Debatte zu Enteignung undenkbar. Dabei ist unser heutiges Verständnis von Eigentum als das Recht, auszuschließen von ausreichenden Ressourcen, einerseits sowie als Recht zu zerstören andererseits historisch jung. Das Konzept davor – so vielfältig, wie es sich ausgestaltete – kann als Commons gefasst werden. Erst vor gut 300 Jahren wurde Eigentum jenseits von Gewalt oder Religion in aufklärerischem Sinne begründet. Diese Begründung hatte es in sich: Sie diente der Enteignung der Bäuer*innen und der Legitimierung der kolonialen Eroberung.

Nicht selten traf dies sehr demokratische Gesellschaften. Wenn jetzt im Zuge der Kampagne von »Deutsche Wohnen & Co enteignen« (DWE) das Ziel der Vergesellschaftung ein doppeltes ist – Enteignung und Demokratisierung –, dann ist es kein Zufall, dass als Commons-public-Partnership wieder der Begriff Commons ins Spiel kommt. Denn Commons als das Konzept vor Eigentum sind mehr als gemeinsame Güter: Sie entstehen durch materielle Inklusion und letztlich durch demokratisches Miteinander.

Vergesellschaftung kann für eine sozialökologische Transformation insofern ein wesentliches Element darstellen; denn die Marktwirtschaft basiert auf dem modernen Verständnis von Eigentum, und erlaubt nicht nur den Ausschluss Bedürftiger, selbst von überreichlichen Ressourcen, sondern erfordert ihn. Entsprechend wird in diesem Beitrag auf der einen Seite die historische Entstehung des Eigentums skizziert sowie auf der anderen Seite Wege zu seiner Überwindung. Dies wird letztlich nur möglich sein als Überwindung der Marktwirtschaft hin zu einem wirklich demokratischen Wirtschaften: dem Commoning.

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Alles für alle – bei FutureHistories

Das Buch „Alles für alle. Revolution als Commonisierung“ ist erschienen, und Indigo und Jonna waren zu Gast beim Podcast FutureHistories.

Sie sprechen darüber, was es bedeutet, Revolution nicht als Eroberung der Macht, sondern als Commonisierung der Welt zu begreifen.

Kontakt zu den Autorinnen z.B. wegen Veranstaltungen: alles-fuer-alle@riseup.net

Planning in Montpellier

EN (DE below) In this short article I would like to describe my impressions of the sub-conference “Planning, democracy and postcapitalism” as part of the annual conference of the French Association for Political Economy (Association française d’économie politique). I was invited to present a money/value/exchange-critical view. Here are the slides of my presentation (audio will hopefully follow…).

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Der partizipatorische Wertekapitalismus

[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Im zweiten Teil der kleinen Serie über gesellschaftliche Planung wende ich mich einem alten anarchistisch motivierten Modell zu, der Partizipatorischen Ökonomie, kurz: Parecon. Nach einer kurzen Skizze folgt eine ausgewählte Kritik in neun Punkten.

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Veranstaltung am 16.5. in Berlin: Jenseits des Privateigentums – Commonisierung und Vergesellschaftung

Am Donnerstag darf ich in Berlin im Literaturforum Brecht-Haus mit Sabine Nuss über Privateigentum und Alternativen dazu diskutieren, moderiert wird der Abend von Ole Nymoen. Die Veranstaltung kann auch im Livestream geschaut werden:

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Book Release Party in Göttingen

Das Buch ist draußen: „Alles für alle. Revolution als Commonisierung“ könnt ihr jetzt etwa in eurem Lieblings-Buchladenkollektiv, über kommbuch.com oder direkt beim Verlag bestellen.
Am Montag veranstalten wir in Göttingen eine Book Release Party im T-Keller (einem sehr sympathischen linken Kneipenkollektiv). Dort wird es ab 20:30 Uhr zunächst eine Lesung geben und anschließend noch die Möglichkeit, das Tanzbein zu schwingen.

Wir freuen uns auf euch!

Erscheint ganz bald: Alles für alle. Revolution als Commonisierung.

Ungefähr vier Jahre nach Beginn unseres Diskussionsprozesses über ein Buchprojekt zu Transformation ist das Buch jetzt in Druck und wird im Laufe des Monats erscheinen. Im Corona-Lockdown 2020 begannen Simon Sutterlütti, Stefan Meretz, Jan-Hendrik Cropp, Alice von Franz, Indigo Drau und ich uns in regelmäßigen Online-Diskussionen mit den Lücken der Keimformtheorie zu beschäftigen und diese durch einen stärkeren Fokus auf soziale Bewegungen und Kämpfe zu füllen. Im Herbst 2020 veröffentlichten wir hier einen ersten Zwischenstand. Geschrieben haben das Buch dann letztendlich Indigo und ich, immer wieder auch begleitet von Diskussionen und inhaltlichem Austausch mit dem Rest der Gruppe und darüber hinaus. Es erscheint nun im Laufe des Monats beim Schmetterling Verlag, wo es auch schon vorbestellt werden kann. Dort finden sich außerdem auch schon eine Leseprobe sowie das Inhaltsverzeichnis.

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Planning of societal re/production in a commonist society

Presentation online on 15 March 2024. Download the presentation slides (PDF) and the audio recording (MP3).

Update: On 20 March 2024 Simon and Stefan gave a double talk on “The Case for Commonism” and “Distributed Commonist Planning”. Here is the video recording:

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Simulation des Commonismus (2)

Zweiter Teil des Interviews von Jan Groos vom Podcast FutureHistories mit Manuel Scholz-Wäckerle und mir zum Projekt „Die Gesellschaft nach dem Geld“. Hier die erste Folge.

Simulation des Commonismus (1)

Jan Groos vom Podcast FutureHistories hat mit Manuel Scholz-Wäckerle und mir ein Interview zum Projekt „Die Gesellschaft nach dem Geld“ geführt. Kürzlich erschien ein umfangreiches Paper im Journal „Review of Evolutionary Political Economy“. Jan befragt uns zur Agentenbasierten Modelierung (ABM), zum Commonismus, zum Simulationsszenario des Papers und zu den Möglichkeiten und Grenzen von Simulationen generell. Da das Interview über zweieinhalb Stunden dauerte, gibt es den Podcast in zwei Folgen. Hier die erste.