Sabine Nuss hat seit längerer Zeit mal wieder einen Artikel zum »Copyriot« geschrieben. In ihrem Text »Umkämpftes Copyright. Der Streit um das geistige Eigentum« in den Blättern für deutsche und internationale Politik führt sie zunächst recht ausführlich in die Problematik ein (von ACTA bis zum Urheberrecht), um dann grundsätzlicher das »geistige Eigentum« zu diskutieren. Hier bringt sie auch ihre zentrale These:
Ganz gleichgültig, ob nun in der materiellen oder immateriellen Sphäre, in einer kapitalistisch organisierten Gesellschaft herrscht das Gesetz des Privateigentums: die „künstliche“ Verknappung ist generell notwendige Bedingung für Kapitalverwertung. (…) Die „künstliche“ Verknappung wird im materiellen Feld zumeist nicht als solche wahrgenommen, bzw. ist hier die Annahme vorherrschend, Materielles sei an sich knapp.

Wer eine allgemeine Emanzipation, eine Befreiung für alle will und/oder für unabdingbar hält, der kommt am Kommunismus nicht vorbei. Auch wenn er oder sie dieses K-Wort für unbenutzbar hält. So greifen manche zum C-Wort und nennen es »Communismus«, was signalisieren soll: Wir gehen noch mal weit zurück und prüfen genau, ob und ggf. was bei den theoretischen Vordenker_innen angelegt war, das sich später katastrophisch auswuchs. Oder noch andere verwenden das moderne »Commonismus«, um die Nähe zu den weitweiten Commons-Bewegungen anzuzeigen, die bekanntlich mit dem niedergelegten Realsozialismus am wenigsten zu tun hatten.