Autor: Stefan Meretz

Commons und Peer-Economy in der »Zwille«

Am Do, 24.6.2010, bin ich um 18:30 Uhr in der »Zwille« an der TU Berlin (Adresse und Lageplan). Thema des Abends ist »Commons und Peer-Economy«. Weil explizit so gewünscht, wird es keinen Vortrag geben, sondern ein Gespräch, eine Diskussion zum Thema. Wer also schon immer mal was fragen wollte zu Commons, Peer-Produktion und das Ende des Kapitalismus, der/die ist dort genau richtig 🙂

LiMux — Freie Software für München

München migriert seine kommunale IT-Infrastruktur auf Freie Software. Im folgenden Video von Simon Tretter erläutern Protagonist_innen des Projekts die Gründe. Zu Wort kommen Florian Schießl, Stefanie Simon, Holger Levsen und Constanze Kurz. [via]

Viertes Umsonstfest in Hamburg

Das Hamburger Umsonstfest ist ein offenes und nicht-kommerzielles Stadtteilfest in Altona-Nord, auf dem es keine Preise gibt und bei dem jede/r mitmachen kann. Mit dem Umsonstfest sollen Projekten, die nach selbstorganisierten Wegen jenseits kommerziellen Wirtschaftens suchen, ein Rahmen zur öffentlichen Darstellung gegeben werden. Ferner bietet das Umsonstfest eine Alternative zum gängigen Konsumverhalten auf den üblichen kommerziellen Straßenfesten.

Das Umsonstfest findet statt:

  • am Samstag, den 10. Juli 2010 ab 14 Uhr
  • in der Gefionstraße in Hamburg Altona-Nord

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Commons-Obst — das mundet!

[En Français]

Warum Obst am Baum verfaulen lassen, das niemandem gehört oder der Eigentümer nicht nutzen will? Das war die Ausgangsfrage für mundraub.org — einer Website mit der MundraubMap als Kernstück. Dort sind Orte mit Bäumen, Sträuchern und Flächen eingezeichnet, wo Obst frei geerntet werden kann. Neue Fundorte können per Webformular eingetragen werden. Gefördert werden soll »Mundraub«, nicht aber »Obst-Diebstahl«.

Der Name »Mundraub« ist zwar nett provokativ und damit Aufmerksamkeit erregend, aber eigentlich falsch, denn »Mundraub« war tatsächlich lange Zeit ein Straftatbestand (heute fällt das unter »Diebstahl«). Beim hier propagierten »Raub« wird aber niemandem etwas weg genommen, sondern genau genommen wird mit der Obst-Map aus »Niemandsobst« oder »Eigentumsobst« (mit Einverständnis der Eigentümer) ein Obst-Commons gemacht. Dafür sprechen auch die Regeln, die festlegen, dass das geerntete Obst nur zum eigenen Nutzen (»als Besitz«) nicht aber zum Verkauf (»als Eigentum«) geerntet werden darf. Warum die Regeln »AGB« heissen, wo es doch gerade nicht um ein Geschäft geht, bleibt rätselhaft. Den Verkauf der T-Shirts hätte man nun wirklich davon abtrennen können.

Super Idee, aber nicht alles ganz zu Ende gedacht.

Kunst und Keimform

Das folgende Gespräch führten Nonni und ich mit Archi Kuhnke am 23. April 2010 im Christophorus-Hospiz in Berlin-Havelhöhe. Archi verbringt dort die letzten Wochen seines Lebens. Er wird am Krebs sterben, den er gewähren lässt, da Eingriffe nur Qual, aber keine Rettung versprechen. Mitte März lud Archi Freundinnen und Freunde und Weggefährten zu einem Abschiedstreffen ein. Erasmus Schöfer hat über dieses Treffen in der »jungen Welt« geschrieben: »Archie verlässt die Welt«.

Die folgende Transkription wurde von Archi durchgesehen und korrigiert. Das Gespräch kann bei archive.org angehört oder heruntergeladen werden. Die Fotos stammen von Peter Bach und lassen sich per Klick vergrößern.

[Update] Ein weiteres Gespräch mit Archi auf kanalB

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Commons jenseits von Markt und Staat

Bei meiner Tour habe ich den Vortrag »Commons und Eigentum — jenseits von Markt und Staat« in Darmstadt, Tübingen und Hamburg gehalten (Kiel folgt). In Tübingen hat die »Wüste Welle« vom BUKO 33 berichtet und bietet u.a. einen Mitschnitt meines Vortrages an. Diesen Mitschnitt habe ich mit den Folien (PDF) synchronisiert. Sie können hier als Slidecast ansehen und angehört werden  [Update: Hier die ODP-Quelle].

»Jungle World« über Commons

Nach den Zeitschriften CONTRASTE, Oya und analyse&kritik hat nun auch die Jungle World die Commons zu einem Schwerpunkt-Thema gemacht.

Die vier Artikel seien im Folgenden kurz besprochen.

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Oops: »Piracy has always been a source of progress«

Sometimes ministers are not under well control of the media industry. The portuguese Minister of Science and Technology, Mariano Gago, stated that »piracy« increases the value for the producers due to the distribution of their content and that this is not surprising, since piracy has always been a source of progress and globalization.

Bad boy: Pressure from the media industry lobby forced the minister to publicly retract his statement. [via]