Kategorie: Theorie

Hiddinghausen talks, part 3: Pooling effort where free sharing fails

In HiddinghausenMy last talk in Hiddinghausen was a little talk given as a complement to the Commons Network idea. The Commons Network is based on the idea of free and unconditional sharing—that others share with you goods they have or produce because they like to do so (and the other way around). This leaves, inevitable, the question: what if there is nobody who likes to share what you need (and you can’t produce it for yourself)? What if people need some additional incentives to produce what you would like to have?

I have already given an answer to that question in my peerconomy book: people can join an explicit agreement to help each other to produce the goods each of them likes to have, sharing the necessary effort (the tasks to do) in some pre-agreed manner. The General Luxury Production System (GLuPS) is a slightly updated version of that idea. The word “luxury” in the name is meant to express the hope that the Commons Network will become sufficiently flexible and versatile to satisfy—at least—all of people’s essential needs (the “8 Essentials” discussed in my UPset talk).

This optimistic assumption stems from the generalization of Eben Moglen’s dictum

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Hiddinghausen talks, part 2: A network for sharing and shared production

Discussion in HiddinghausenFree design is an important building block for spreading peer production, but it is not enough. A second topic discussed in Hiddinghausen was therefore how to facilitate and encourage the sharing and the shared production of physical goods and of services in all areas of life. My proposal here is called the Commons Network.

The Commons Network is inspired by the practices of free software and free content projects, where people do things they like to do (such as writing software or texts) and, by doing so, produce goods that are useful for others; but also by the approach of wireless community networks where the participants jointly build a free network, allowing everyone to transfer data through the free network or to access the Internet through it. Community networks are interesting because they organize the free sharing of limited resources that cannot just be copied freely (bandwidth and Internet access). And some community networks are interesting in that they’re self-organizing and self-healing: whenever nodes (participating computers) join or leave such a mesh network, it reconfigures itself to ensure that all data still finds the best route through the network.

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Peer-Ökonomie in Hiddinghausen – Audio-Dokumentation

Hier nun die Audio-Aufzeichnungen des Peer-Ökonomie-Wochenendes in Hiddinghausen vom 29.8. bis 31.8.2008 — siehe auch die einszweidrei kurzen Berichte dazu. Die Aufzeichnungen liegt in neun Dateien vor, wobei die Qulität der ersten sechs ganz gut ist. Die Aufnahmen sieben bis neun leiden manchmal unter Windgeräuschen. Die Downloads stehen in freien OGG- oder proprietären MP3-Format zur Verfügung:

  1. Einführung in Begriff und Konzept der Peer-Produktion: OGG (45 MB) | MP3 (44 MB)
  2. Vorstellung des Modells der Peer-Ökonomie: OGG (40 MB) | MP3 (40 MB)
  3. Diskussion des Peer-Ökonomie-Modells, Teil 1: OGG (30 MB) | MP3 (29 MB)
  4. Diskussion des Peer-Ökonomie-Modells, Teil 2: OGG (41 MB) | MP3 (40 MB)
  5. Vorstellung und Diskussion der Idee des Universal-Production-Set: OGG (32 MB) | MP3 (32 MB)
  6. Vorstellung des Konzeptes eines Commons-Netzwerkes: OGG (32 MB) | MP3 (32 MB)
  7. Diskussion des Konzeptes eines Commons-Netzwerkes: OGG (19 MB) | MP3 (18 MB)
  8. Überlegungen zur Vernetzung und Feedback-Runde: OGG (20 MB) | MP3 (20 MB)
  9. Addon im kleineren Kreis: Die Luxusgüter-Produktion: OGG (24 MB) | MP3 (23 MB)

Alle Aufzeichnungen können auch auf der Peerconomy-Seite bei archive.org als Stream angehört werden.

Critique of Peerconomy Model

Stefan Merten wrote a harsh critique of the Peer-Economy Model Christian has developed. Due to the text being very long, I only re-post the headlines giving a good overview of the direction of the critique. I find it very useful, that Stefan explained his critique in this long text, although I did not share his views. I hope, that I will find the time to discover the shortcuts of the critique. But maybe others will do this too.

The headlines:

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Hiddinghausen talks, part 1: An integrated collection of free design

Peer-Ökonomie-Wochenende in Hiddinghausen

As announced in the German part of this blog, a weekend workshop on peer production and the peer economy took place during the last weekend (29-31 August) in the nice little town of Hiddinghausen in the German Ruhr Area. A detailed three-part report on the workshop, which was a fully self-organized event with about 30 participants, is available in German. The first part of the workshop was dedicated to my proposal of how to generalize the principles and practices of commons-based peer production into a full-fledged peer economy; in the second part we discussed ways of growing the range and versatility of peer production that are possible here and now. For this English-language documentation of the event, I’ll focus on this second part.

As a first initiative for facilitating the peer production of physical goods and services, I proposed to set up a „Universal Production Set“ (UPset): an integrated collection of free or open design. The goal of the UPset would be to provide designs, blueprints, and other production know-how for all areas of life, but with a a special focus on things that are essential for people to live a good life.

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Peer-Ökonomie in Hiddinghausen – Teil 3

Es war heiss...Schon der (erste|zweite) dritte Tag des Peer-Ökonomie-Wochenendes erreicht — die Zeit vergeht bei solchen Ereignissen immer sehr schnell. Heute vormittag hat Christian das Konzept des Commons-Netzwerkes vorgestellt. Grundidee ist, zuerst eine geeignete Infrastruktur aufzubauen — zum Verteilen von Designs, zum Verteilen von Gütern, für die Organisierung gemeinsamer Produktion, für eine spontane Kooperation und stigmergetische Interaktion — und dann wird die Peer-Produktion folgen. Auf diese Weise sollen die wesentlichen Grundbedürfnisse (die acht Essentials lt. Christian) abgedeckt werden können, wobei die Entnahme nach dem Flatrate-Modell geschieht.

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Peer-Ökonomie in Hiddinghausen – Teil 2

Peer-Ökonomie-Wochenende in Hiddinghausen

Nach luxuriösem Frühstück ging es fast pünktlich los mit dem zweiten Teil der Einführung in das Konzept der Peer-Ökonomie von Christian (den ersten Teil gab’s gestern — hier die dazu passenden Folien). Kernfrage war, wie die gestern vorgestellten allgemeinen Prinzipien der Peer-Produktion auf die materielle Welt übertragen werden können und welche Probleme dabei auftreten — und wie eine Lösung aussehen kann.

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Apomediation: Das Verschwinden der Vermittler

Nicht immer ist das Neue im Alten etwas zusätzliches, dass zum Alt-Bekannten hinzutritt, manchmal ist das Neue auch darin, dass etwas abtritt. Ein prägnantes Beispiel sind die Vermittler (oha, kein sinnvoller Wikipedia-Eintrag!) oder Gatekeeper (soziologisch oder medientheoretisch) oder Intermediaries. Beispiele sind Journalist_innen, Musikindustrie, Hausarztsystem, Microsoft, Reisebüro, Bibliothekar_innen, Apotheken u.a.m. Nun ist das Verschwinden der Vermittler, die Disintermediation (völlig unzureichend erfasst in Wikipdia-DE) kein neues Phänomen.

Während der DotCom-Blase wurde die Disintermediation verkündet, sie trat aber dann nicht ein. Die Vermittler hatten sich rechtzeitig darauf eingestellt und die eine Gegenstrategie entwickelt mit dem netten Namen »bricks and clicks«. Das ist, kurz gesagt, die Verbindung von offline (»bricks«) und online (»clicks«) Präsenz des jeweiligen Geschäfts. Aber die Erholung währte nicht lange, nun sind sie dran. Schritt für Schritt werden die Vermittler auskooperiert.

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Was ist und zu welchem Ende betreiben wir Antipolitik?

Seit Robert Kurz‘ Artikel „Anti-Politik und Anti-Ökonomie“ ist im Zusammenhang mit Keimformen oft von der sogenannten Antipoltik die Rede. Dieser Begriff ist für viele verwirrend und auch für mich ist er noch immer alles andere als geklärt.

Aus Leipzig erreichte mich nun kürzlich ein schon älterer Artikel (2002), der versucht genauer zu umreißen, was Antipolitik eigentlich sei. Das versucht er auf zwei Weisen. Zunächst wird eine lange Liste aufgeführt, die positiv darstellen soll, was antipolitisch ist. Da kann ich bei den meisten Punkten nicken, bei anderen wieder nicht. Schließlich versucht er den Begriff noch negativ zu bestimmen, also zu untersuchen, wie genau das Verhältnis von Politik und Antipolitik sich darstellt. Dabei wird ein erstaunlich simpler Politikbegriff unterstellt. Der reduziert sich nämlich auf

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Sind Freiräume Keimformen?

Einem Artikel bei Emanzipation oder Barbarei entnehme ich, dass man scheinbar die in der Linken immer wieder gerne genannten „Freiräume“ mit „Keimformen“ verwechseln kann. Wie das? In dem Artikel heisst es am Schluß:

Was es statt Kapitalismus dann geben könnte, weiß allerdings niemand so richtig. Keimformen, meinen die einen. Andere halten das hingegen für regressiv. Aber dazu vielleicht später mehr.

Ich hab mich ja schon gefreut, dass sich vielleicht mal endlich jemand aus der radikalen Linken substantiell und gerne auch kritisch mit unseren Thesen auseinandersetzt und stürzte mich also auf den verlinkten Text. Leider mußte ich dann aber feststellen, dass da garnichts über Keimformen drinsteht. Das Wort kommt im Text noch nicht mal vor. Statt dessen geht es nur um das Verhältnis von Theorie und Praxis am Beispiel zweier momentan verbreiteten Szene-Hypes, eben zum einen den „Freiräumen“ und zum anderen den Theoriezirkeln (wobei beides wohl eher evergreens als hypes sind). Lustigerweise kann ich dem Text, der mir als Keimformkritik präsentiert wird in weiten Teilen zustimmen, wenn es dort zum Beispiel heißt,

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