Leider wurde die System Change Konferenz von Ende Gelände wegen Corona abgesagt. Hier nun der Input von mir zu System Change. Der Vortrag gliedert sich in Kritik (Warum öko-soziale Markwirtschaft (&Ökostaatsplanwirtschaft) nicht ökologisch sein kann), Utopie ( Commonismus) und Transformation (Verhältnis von Kämpfen und Konstruktion von Keimformen). Have fun 🙂
Commonismus und der Vorrang des Sozialen vor dem Digitalen
[Erschienen in der Schweizer Zeitschrift Neue Wege 1/2.2020]
Welchen Beitrag können digitale Technologien zu einer freien Gesellschaft leisten, in der die Bedürfnisse der Menschen im Zentrum stehen? Überlegungen zu einer Utopie des Möglichen.
(mehr …)Ein Softwarekonzept für ununterbrochenes Commoning – Beitrag und individueller Vorteil, […]

Im Zentrum dieses Teils steht die Kopplung von Geben und Nehmen bzw. – im eigentumsfreien Raum – die Kopplung von Beitrag und individuellem Vorteil. Erfahrungsgemäß wird dieses Moment der Software am stärksten kritisiert, denn eine unfaire Kopplung von Beitrag und individuellem Vorteil kann wiederum Momente des Leistungszwangs und der Konkurrenz hervorbringen, wie wir sie aus dem kapitalistischen System kennen und die wir im Commoning nicht haben wollen. Die Frage ist also: Wie kann Fairness im softwarevermittelten Commoning hergestellt werden?
(mehr …)Unboxing Capitalism (System Change Video)
Sehr gutes Video 🙂
Bonn: »Kapitalismus aufheben«
Vortrag am Freitag, 28.02.2020, 18:00 – 20:30 Uhr, in der Alten VHS, Veranstaltungsraum I, Kasernenstraße 50, 53111 Bonn
In der menschlichen Geschichte und mit der damals wie heute präsenten Praxis der Commons existiert eine Alternative zur Exklusionslogik des Kapitalismus: die Inklusionslogik. Sie ermöglicht eine Gesellschaft, in der die Bedürfnisbefriedigung der Einen nicht auf Kosten der Anderen geht. Eine Gesellschaft, in welcher ich meine Bedürfnisse besser befriedigen kann, wenn ich die Bedürfnisse anderer einbeziehe. Es ist eine Inklusionsgesellschaft „worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“ (Marx/Engels).
Anders als hier angekündigt, wird Stefan Meretz den Vortrag halten.
Vortrag: Rätekommunismus, Commonismus und die Frage nach der Überwindung des Staates

Zeit: Do, 23.1., 19 Uhr; Ort: OM 10, Großer Saal, Göttingen; FB-VA: https://www.facebook.com/events/771269823359526/; Simon Sutterlütti referiert
Das Thema Utopie ist wieder auf der Agenda. Klimakrise, globale Ausbeutung und Rechtsruck stellen die Frage nach einer Alternative zu Kapitalismus und Realsozialismus. Die Antworten der (radikalen)Linken sind nur ansatzweise vorhanden. Von Rätekommunist*innen wird daher eine »Verständigung über die Grundzüge der klassenlosen Gesellschaft« eingefordert (1). Früher schien es für viele Marxist*innen klar, dass eine staatliche Struktur Informationen bündeln und Entscheidungen fällen sollte. Nach historischen Pleiten und radikalisierter Staatskritik stellt sich nun erneut die Frage, wie Besonderes und Allgemeines zu vermitteln sind. Was kann an die Stelle des Staates treten? Rätestrukturen? Schlagen diese Räte nur Entscheidungen vor oder benötigen sie eine Institution, diese Vorschläge gesellschaftlich durchzusetzen – und wäre diese nicht quasi-staatlich? Ist der Commonismus eine Alternative zum Rätekommunismus? Existieren andere emanzipatorische Alternativen jenseits von Staat und Markt? Was können die Ansätze voneinander lernen?
(mehr …)Ein Softwarekonzept für ununterbrochenes Commoning – Fähigkeiten, Qualifikation, Tätigkeitsgewichtung

Auf reiner Prozessebene kann das Ideal der hier beschriebenen Vermittlungsform zur effizienten Bedürfnisbefriedigung folgendermaßen ausgedrückt werden: Möglichst wenig Aufwand. Dieser ergibt sich aus möglichst wenigen unterschiedlichen Mitteln, die möglichst vielfältig verwendet werden können und möglichst lange haltbar sind. Weiter auch aus möglichst geringen Anforderungen an Fähigkeiten und Qualifikationen bei den Tätigkeiten, welche für die Herstellung und Erhaltung der Gesellschaft notwendig sind, damit möglichst viele Personen sich diesen annehmen, sprich: zuordnen können.
(mehr …)Mustersprache vs. Kategoriale Utopie
Wie die Muster des Commoning und die kategoriale Utopie zusammengehören
Beim CI Herbsttreffen in Hiddinghausen gab es eine Diskussion verschiedener Sichtweisen auf die Commons als Teil einer gesellschaftlichen Transformation zu einer freien Gesellschaft. Diese haben mich zu ein paar Gedanken zum Verhältnis zwischen den Ansätzen von Silke Helfrich und David Bollier zu einer Mustersprache des Commoning und von Simon Sutterlütti und Stefan Meretz zu einer kategorialen Utopie veranlasst. (Helfrich/Bollier: Frei Fair und Lebendig-Die Macht der Commons und Stefan Meretz, Simon Sutterlütti: Kapitalismus aufheben).
(mehr …)Vivihouse
[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]
Ich möchte das Commons-Projekt Vivihouse vorstellen, und alle, die in Wien unterwegs sind, hätten eigentlich schon vorbeigehen können, um es sich anzuschauen. Hätten – leider steht der zweite Prototyp noch nicht. Dazu gleich mehr.
Was müsste stofflich passieren, um den Klimawandel noch zu stoppen?

Wie in Bennis Wie verhindern wir die Klimakatastrophe? soll es in diesem Artikel um die Frage gehen, wie ein Heißzeit-Szenario – in dem sich die globale Temperatur gegenüber vorindustriellen Zeiten um vier Grad oder mehr erhöht – vielleicht noch verhindert werden kann. Anders als Benni will ich hier allerdings die stofflich-technische, nicht die politische Seite betrachten. Unabhängig davon, ob die Maßnahmen von einer globalen „Weltregierung Light“ (Bennis Vorschlag) oder im nationalstaatlichen Rahmen – aber in vielen Nationalstaaten in ähnlicher Weise – ergriffen werden: Was wäre nötig, um ein Kippen des Klimas in eine Heißzeit wahrscheinlich noch zu verhindern?
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