Kategorie: Commons

Beyond Digital Plenty (2)

Journal of Peer Production[First part]

Building Blocks for Generalized Peer Production

If we consider at contemporary forms of peer production, we find that the used resources and means of production tend to be commons or distributed widely. For digital peer production, knowledge and information are the most important resources. They are generally treated as commons that everybody can use, share and improve. This philosophy is nicely expressed by the Wikimedia Foundation (2011), the organization running the Wikipedia and related wikis:

Imagine a world in which every single human being can freely share in the sum of all knowledge. That’s our commitment.

Open design (also called open hardware) is the kind of knowledge most important for producing physical things. (mehr …)

Commonismus in Dresden, Bamberg, Hamburg

Hier die beiden nächsten drei Veranstaltungen mit meiner Beteiligung:

Kommunismus oder Commonismus, 7.11.2012, 19:00 Uhr, WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden (Veranstalter: RLS Sachsen):

Sind Commons die zeitgemäße Form, die Eigentumsfrage zu stellen und im 21. Jahrhundert zu beantworten? Was ist unter Commons zu verstehen? Ist es nur eine neue Form alte Fragen zu stellen oder geht es mit den Commons tatsächlich auch um einen neuen Inhalt? Müssen sich die Linken auf etwas Neues einlassen oder wissen sie es wie eh und je schon besser? Ist das Commons-Konzept als emanzipatorische Perspektive denkbar, ist es gesellschaftlich verallgemeinerbar? Geht es um Commonismus oder um Kommunismus?

Peer-Produktion – Bastelvergnügen oder Revolution? 8.11.2012, 20:00 Uhr, Balthasar, Bathasargässchen 1, 96049 Bamberg (Veranstalter: Freie Uni Bamberg): (mehr …)

Eine Open-Source-Ökonomie aufbauen

Das Projekt Open Source Ecology will weltweit Fuß fassen. Das erklärt Nikolay Georgiev im folgenden Video (verbreiten, unterstützen):

Die Commoners als Klasse?

Der Keimformtheorie fehlt das historische Subjekt. Es gibt durchaus grobe Skizzen davon, was sich ändern muss (Besitz statt Eigentum, keine getrennte Privatproduktion, Demonetarisierung, …) und sogar wie das von statten gehen soll (Commons Based Peer Production) und wie nicht (ohne Markt und Staat), und in diesem Blog kann man sie sehr materialreich nachverfolgen.

Gegenüber der klassischen Transformationsvorstellung des Marxismus-Leninismus bleibt aber eine entscheidende Leerstelle: Es fehlt die Antwort auf die Frage wer der Träger der gesellschaftlichen Transformation vom Kapitalismus in eine freiere Gesellschaft („Kommunismus“, „Commonismus“, whatever …) sein sollte. Das nennt man gemeinhin die Frage nach dem „historischen Subjekt“.

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Beyond Digital Plenty (1)

Building Blocks for Physical Peer Production

Journal of Peer Production[Originally published in Journal of Peer Production, Issue #1: Productive Negation, July 2012.]

Summary

Commons-based peer production has produced astonishing amounts of freely usable and shareable information. While that is amazing in itself, many people think that it is all, arguing that peer production flourishes in the digital realms of the Internet—and only there. This would mean that peer production could never be more than a niche phenomenon, since nobody can survive on information alone. This article challenges the conventional viewpoint, arguing that the potential of peer production extends far beyond the digital sphere into the sphere of physical production and that corresponding developments are already under way.

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Gartenkooperative Freiburg

Die Gartenkooperative Freiburg setzt seit 2011 ein commonsbasiertes Modell Solidarischer Landwirtschaft um. 260 Haushalte versorgen sich mit Gemüse. Es gilt das Prinzip »Beitragen statt Tauschen«. Vom Anbau über den Transport bis zum Geld werden alle Aufgaben geteilt. Nicht geldfrei, logisch, aber jenseits der Geldlogik. Cine Rebelde dreht einen Film über die Gartenkoop und sammelt Spenden zur Finanzierung. Hier der sehr schöne Trailer:

Gartencoop Freiburg – Trailer Saisonbeginn [ cc by www.cinerebelde.org ]

The Boom of Commons-Based Peer Production

[Diesen Artikel gibt es auch auf Deutsch.]

[Originally published in The Wealth of the Commons (eds. David Bollier and Silke Helfrich; Levellers Press, Amherst, MA, pp. 289–294). Also available on the website of the book. License: Creative Commons Attribution 3.0.]

In 1991, an undergraduate Finnish computer science student, Linus Torvalds, had a surprising idea: he began to write a new operating system on his PC. His initial goal was to be able to try some things that weren’t possible with the operating systems then available to him. After several months of tinkering, Torvalds noted that he had developed a system that could be useful for others too. He announced his work on the Internet and asked for feedback about features that people would like to see. Some weeks later, he put the software online. Now anybody could download and use his code. It was also possible to adapt it to better fit your needs, if you knew how to program. (mehr …)

Post-Kapitalistische Landwirtschaft – Die Zweite

Resist07.sized2Hier nun der Artikel zum zuletzt geposteten Vortrag. Zuerst erschienen in Graswurzelrevolution Nr. 370

Post-kapitalistischer Landwirtschaft – Potentiale, Probleme und Perspektiven

„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“
Karl Marx – Kritik des Gothaer Programms

Nicht-kommerzielle Landwirtschaft, Community Supported Agriculture oder kurz CSA, Solidarische Landwirtschaft, Wirtschaftsgemeinschaften. In den letzten Jahren hören wir vermehrt von Modellen landwirtschaftlicher Produktion, die scheinbar versuchen die Bedürfnisse der Menschen statt ihrer Verwertung in den Mittelpunkt zu stellen. Von kurzweiligen Experimenten bis zu großen Höfen die bereits seit Jahrzehnten gut funktionieren, reicht die Vielfalt. Auch was die weltanschaulichen Hintergründe der Menschen betrifft, spannt sich ein Bogen von der Antroposophie bis zur Wertkritik. Entsprechend wichtig ist ein Dialog der in verschiedensten Netzwerken mehr und mehr stattfindet. (mehr …)

Marx‘ Plädoyer für die Commons

Heute mal Philosophie. Der Philosoph Karl Marx schrieb 1845 die »Thesen über Feuerbach« in sein Notizbuch. Sein Kumpel und Sponsor Friedrich Engels fand sie dort und brachte sie nach dem Tode von Marx (1883) in veränderter Form 1888 heraus. Können die Thesen uns heute noch was sagen? Vorweg die Antwort: Unbedingt! Marx hat dort wesentliche Elemente beschrieben, die wir heute als Commoning (Praxis der Commons) fassen würden.

Ich folgenden zitiere ich die elf Thesen in gekürzter Form. Dabei lasse ich v.a. zeitbezogene Aussagen weg. Anschließend kommentiere ich jeweils die zitierte These aus der Sicht eines philosophisch interessierten Commoners. Vorab: Wenn von Materialismus die Rede ist, dann ist immer ein philosophischer Begriff gemeint, nicht die heute oft genauso bezeichnete personale Orientierung auf den Besitz »materieller Sachen«.

Kurz zum historischen Hintergrund: (mehr …)

Geistige Eigentumsrechte und Freihandelsabkommen

[Beitrag aus dem Commons-Buch (Commons – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat, Hg. Silke Helfrich/Heinrich-Böll-Stiftung); Lizenz: CC BY-SA]

Beatriz Busaniche

Eine unendliche Geschichte

Man stelle sich eine Gruppe transnationaler Unternehmen vor, die über Monopole in der Pharmaindustrie, der Informations- und Kommunikationsindustrie und der Unterhaltungsbranche verfügt. Diese Gruppe konzentriert nun ihre Lobbyaktivitäten darauf, die Regierungen der Industrieländer dieser Welt zu bewegen, den Entwicklungsländern die »Harmonisierung« des globalen Systems der intellektuellen Eigentumsrechte aufzuzwingen. Genau das geschah in den 1990er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. (mehr …)