Kategorie: Commons

How Commons Can Flourish

[deutsch]

Eight Points of Reference for Commoning

Elinor Ostrom and others have formulated eight design principles for the shared use of resources. They distill the lessons of a huge number of case studies from around the world. They are written from a scientific perspective and continue to be of great significance for the commons movement.

We approach the commons from the perspective of active commoners, meaning the people who create and maintain working commons. We are more concerned with creating spaces for community and cooperation than with institutions. As for the resources themselves, we are more interested in how to preserve and use them, than in making distinctions between material and non-material, traditional or new commons. We therefore refer to all types of commons here.

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Wie sich Commons entfalten können

Elinor Ostrom hat vor über 20 Jahren acht Commons-Prinzipien formuliert. Eine Arbeitsgruppe auf der ersten Commons-Sommerschule hat sich entschlossen, sie neu zu formulieren. Hier ist das Ergebnis. Unten folgt ein Kommentar von mir.

[english]

Acht Orientierungspunkte für das Commoning

Elinor Ostrom und andere haben Designprinzipien für die gemeinschaftliche Nutzung von Ressourcen formuliert. Sie sind die Essenz unzähliger Feldstudien. Sie wurden aus einer wissenschaftlichen Perspektive verfasst und bleiben für die Commons-Bewegung von großer Bedeutung.

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Selbstentfaltung (English)

[English version of the original german article, translated by Pauline Schwarze — thanks a lot!]

“Have a lot of fun” is the legendary hacker greeting. Having fun? Isn’t that the epitome of our meaningless and dump “fun culture” of comedy & Co? Not at all. The greeting refers to the motivation of committing oneself to a complex and self-imposed task – such as software development or other nice and useful things. Voluntariness in these things is of the essence. Wanting to commit to a self-imposed goal is the purpose as well as an end in itself.

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Eine kurze Phänomenologie der Commons

[Beitrag aus dem Commons-Buch (Commons – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat, Hg. Silke Helfrich/Heinrich-Böll-Stiftung); Lizenz: CC BY-SA.]

Ugo Mattei

Die Ursprünge der modernen Wissensordnung

Die Teilhabe an Gemeingütern ist kein Zugeständnis. Sie stehen Menschen einfach zu, weil sie lebensnotwendig sind. Alle haben das Recht auf einen gleichen Anteil an ihnen. Daher muss die Gesetzgebung jeden ermächtigen, dieses gleiche und unmittelbare Zugangsrecht auch durchzusetzen. Zudem tragen alle gleichermaßen Verantwortung für die Gemeingüter wie Wasser, Land, Luft. Sie teilen die Verpflichtung, deren Reichtum an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Commons, als machtvolle Quelle von Emanzipation und sozialer Gerechtigkeit, stehen heute im klaren Gegensatz zum Staat sowie zu jener Form des Privateigentums, die vom Markt hervorgebracht wird. Doch sie wurden vom positivistischen wissenschaftlichen Diskurs regelrecht verschüttet. Wir müssen daher den Commons durch eine neue, ganzheitliche Sichtweise wieder zu ihrem Recht verhelfen, damit sie ihr emanzipatorisches Potential entfalten können.

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»Können Sie mir erklären, was man unter Commons versteht?«

Das fragte der Moderator und Freitag-Herausgeber Jakob Augstein bei der Veranstaltung Update oder neues Betriebssystem die Vorsitzenden von Piraten- und Linkspartei, Bernd Schlömer und Katja Kipping. Hier die Antworten, etwa 3 Minuten lang. Augstein hakt dann ab 56:08 nochmal nach: »Ist die Commons-Idee … eine Keimzelle für eine moderne Definition von Sozialismus?« Nochmal ca. 3 Minuten.

Das fällt mir bei der kurzen Passage auf:

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Die Commons-Sommerschule 2012

Die Dok-Filmerin Julia Gechter hatte von Wikimedia ein Reise-Stipendium bekommen, um die erste Commons-Sommerschule im Juni 2012 filmisch zu dokumentieren und das Ergebnis unter der Copyleft-Lizenz von Creative Commons zur Verfügung zu stellen. Nun hat sie einen Reisebericht geschrieben, nachzulesen im Wikimedia-Blog oder bei unseren Nachbarn vom Commonsblog.

Einzelne Beiträge der Sommerschule will ich nach und nach auch hier vorstellen. Beginnen will ich mit den Einführungen von Silke Helfrich und Brigitte Kratzwald.

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Peer-Produktion aufm La Libertad Festival

Vom 6. bis 12. August findet das nichtkommerzielle La Libertad Festival statt, und zwar in Gersdorf/Sachsen. Das Seedcamp zum Aufbau läuft bereits — echte commonsbasierte Peer-Produktion! Camp und Festival befinden sich auf dem Gelände der Kooperative Schloss Gersdorf, die zusammen mit dem Mietshäusersyndikat das Land befreien will.

Neben Musik gibt’s auch ein inhaltliches Programm, an dem ich mit einem Workshop zum Thema »Peer-Produktion« teilnehme. Termin ist Sa, 11.8.2012, 15:00 Uhr.

Ankündigung: (mehr …)

Foodsharing

Ein interessantes Projekt sucht Crowdfunder. Umsonstökonomie für Nahrungsmittel per Internet.

Leider konnte ich keine Informationen über die Lizenz der zu entwickelnden Software finden.

Lässt sich der Kapitalismus mit Hilfe seines eigenen Abfalls überwinden?

update: Der angestrebte Betrag von 10.000 Euro ist schon erreicht.

Selbstentfaltung

[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

„Have a lot of fun“ lautet der legendäre Hackergruß. Spaß haben? Steht das nicht für die inhaltsentleerte dumpf-blöde „Spaßkultur“ von Comedy & Co? Weit gefehlt. Der Gruß verweist auf die Motivation, sich einer komplexen selbstgestellten Aufgabe hinzugeben – wie die der Entwicklung von Software oder anderen nützlichen und schönen Dingen. Das Entscheidende dabei ist die Freiwilligkeit, ist es, sich lustvoll einem selbstgewählten Ziel zu verschreiben, ist die Identität von Zweck und Selbstzweck.

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Finanzialisierung der Commons

Am 23.6.2012 war ich zur Sommertagung »Kapitalismuskritik reloaded« der Grünen Akademie in der Heinrich-Böll-Stiftung eingeladen und habe dort folgenden Vortrag gehalten (Slides & Audio):