In preparation of the Commons Economics Conference which will be held in Berlin on May 22-24, there have been three „Deep Dive Workshops“ around the world (Bangkok, Mexico City, Paris). I had the opportunity to participate in the European Meeting in Pontoise near Paris. David Bollier generously wrote an interpretative summary based on notes from a pirate pad, which was collectively used by the participants. In his blog he published some excerpts from the lengthy paper which seem interesting to him. During the workshop I did a Though Experiment on how a commons-based society could function. Here is the respective part taken from the summery:
André Gorz und die Wertkritik
Beim André-Gorz-Kongress am 15./16.2.2013 in Saarbrücken haben Franz Schandl und ich einen Kombi-Vortrag zum Thema »André Gorz und die Wertkritik. Die Aufhebung des Kapitalismus denken« gehalten. Franz Schandl untersuchte die »Antiökonomie bei André Gorz« (Audio: OGG, MP3), während ich mich dem Wissenskommunismus widmete. Hier mein Beitrag als Slidecast (Folien: PDF, ODP; Audio: OGG, MP3):
Meine Eindrücke vom Kongress
Post-Kapitalistische Landwirtschaft und Commons
Die Wirtschaftsnobelprei
sträger*In Elinor Ostrom hat in ihren langjährigen Forschungen zu Commons sieben Regeln gefunden, die ein funktionierendes Commoning ausmachen. An dieser Stelle möchte ich an Hand dieser Kriterien unser Projekt einer post-kapitalistischen Landwirtschaft reflektieren. Als Common gelten in diesem Fall der Boden und die darauf produzierten Lebensmittel. Als Commoning die Gemeinschaft aus Gärtner*Innen-Kollektiv und Unterstützer*Innen-Kreis.
Endliche Ressourcen als Gemeingut
Was wäre wenn … wir über die Nutzung von Bodenschätzen global, gemeinsam und gleichberechtigt entschieden? Einige konkrete Überlegungen wie ein Commoning rund um endliche Ressourcen aussehen könnte. Der Artikel findet sich auch im lesenswerten Büchlein “Herrschaftsfrei Wirtschaften”. Zur emanzipatorischen Technikkritik jenseits der Ressourcen-Problematik sei das Heft „Technik. Für ein gutes Leben oder für den Profit?“ empfohlen.
(mehr …)
Mit Geld zu Gemeingütern? Die HyperCard – LiveCode Story.
In diesen Stunden freue ich mich ganz besonders über ein erfolgreiches Crowdfunding – Projekt. Die Rede ist von LiveCode, einem modernen Abkömmling der klassischen Mac Software HyperCard. Bis jetzt ein rein proprietäres Produkt, wird LiveCode jetzt zu einer freien Software, aber nicht das Produkt wie es heute existiert, sondern ein von Grund auf neu geschriebenes. Der alte Code ist undurchschaubar und war für die Macher selbst nicht mehr zufriedenstellend; dennoch ist der Wechsel zu OpenSource bemerkenswert. Das neue LiveCode wird unter GPL lizensiert, und wird wahrscheinlich wie das alte HyperCard transparente Skripts haben.
„Post-Kapitalistische“ oder „Nicht-Kommerzielle“ Landwirtschaft?
Im Umfeld der Projektwerkstatt auf Gegenseitig (PAG) trifft sich regelmäßig ein Kreis von Menschen aus verschiedene Projekte die sich dem nicht ganz klar definierten Konzept der „Nicht-Kommerzialität“ (NK) verbunden fühlen und sich auf diesen Treffen vernetzen und austauschen. Eins der bekanntesten Projekte aus diesem Umfeld ist wohl die „Nicht-Kommerzielle Landwirtschaft“ wie sie auf dem Karlshof bei Berlin von einer Hofgruppe und nach deren Scheitern von einer freien Assoziation von Menschen aus dem Karlshof-Umfeld organisiert wurde. Die Unterschiede diese Praxis zur vielfältig umgesetzten Community Supported Agriculture (CSA) bzw. Solidarischen Landwirtschaft werden dort immer wieder kontrovers diskutiert. Bei mir als Mitglied der CSA Freudenthal, einem solchen post-kapitalistischen Landwirtschafts-Experiment, regen diese kritischen Diskussionen immer wieder die Reflektion über das eigene Projekt an. Einige Aspekte dieser Kritik an unserem Projekt und meine Entgegnungen seien hier skizziert.
Vienna Solidarity Economy Congress 2013 – interesting outcomes of demonetization track

The Vienna Solidarity Economy Congress 2013 had almost a thousand visitors, and was very significant by bringing various streams of people together — people from different movements and backgrounds, gathering around the idea of cooperation and commons as the main pillars of any future economy. This is not a real mass event, but almost a must for activists and networkers in Central Europe, allowing them to forge new relations, get informed about other initiatives, bring forward their agenda. They got confronted with a plethora of offerings in two days: 120 lectures and workshops in the framework of the beautiful old Vienna University of Agriculture and in partcicular the modernist, bright Schwackhöfer building, (here some photos from 2009) plus booths, social events and so on. A great melting pot….and also a mirror of ongoing developments:
The Structural Communality of the Commons
[Diesen Artikel gibt es auch auf Deutsch. Originally published in The Wealth of the Commons (eds. David Bollier and Silke Helfrich; Levellers Press, Amherst, MA, pp. 28–34). License: CC-by 3.0.]
The commons are as varied as life itself, and yet everyone involved with them shares common convictions. If we wish to understand these convictions, we must realize what commons mean in a practical sense, what their function is and always has been. That in turn includes that we concern ourselves with people. After all, commons or common goods are precisely not merely “goods,” but a social practice that generates, uses and preserves common resources and products. In other words, it is about the practice of commons, or commoning, and therefore also about us. The debate about the commons is also a debate about images of humanity. So let us take a step back and begin with the general question about living conditions.
Open-Source-Gartentechnik
Die Oya-Kolleg*innen probieren es aus: In Kooperation mit der TU Hamburg sollen zwei Geräte-Prototypen für die Nutzung im Garten und der organischen Landwirtschaft entwickelt werden. Nach Abschluss des Projekts werden die Baupläne zwecks Nachbau der Geräte unter einer Copyleft-Lizenz im Internet veröffentlicht.
Die Projekte: Inspiriert von der Permakultur soll mit Hilfe des Bodenfuttertopfes flüssiger Biodünger erzeugt werden, und die Frischsaft-Handpresse ist ein mit Muskelkraft betriebener Entsafter für Frischobst. Einzelheiten können auf der Crowdfunding-Seite des Projekts nachgelesen werden, über die auch die erforderlichen 3000 Euro für Materialkosten zusammenkommen sollen (siehe Kästchen) [via via].
Prof. Otterpohl von der TU Hamburg erklärt den Bodenfuttertopf:
Störerhaftung endlich knicken!
Die Störerhaftung ist eine beknackte deutsche Besonderheit, die dafür sorgt, dass es so gut wie keine freien WLANs mehr gibt. Störerhaftung heißt, dass der Anschlussinhaber für alles haftbar gemacht werden kann, was über den Anschluss geschieht. Die Störerhaftung ist die Grundlage für ein sehr spezielles Geschäftsmodell, das Abwahn(un)wesen. Das Freifunk-Projekt hat sich nun etwas schönes und praktisches einfallen lassen: Die Freedom-Fighter-Box gegen Störerhaftung und Abmahnwahn. Jürgen Neumann erklärt’s: