Kategorie: Medientipp

Wie man nützliche Dinge herstellt – freiwillig und ohne Boss

Sehen so die gemeinsam betriebenen Maschinen der Zukunft aus? (zum Vergrößern klicken)[Der folgende Artikel wurde in der Oya 3 veröffentlicht, die sich dem „Anders Wirtschaften“ widmet. Schön, dass sich eine Print-Zeitschrift dieses Themas annimmt, auch wenn der Ausgabe meiner Meinung nach eine zugespitztere und kritischere Behandlung des Themas gutgetan hätte. So ist von Social Business und Regionalgeld über Ökodörfer bis hin zu Peer-Produktion und dem Hamburger Arbeitskreis Lokale Ökonomie alles vertreten, was den Schwerpunkt etwas beliebig wirken lässt. Erfreulich ist aber jedenfalls, dass (wie bei der Oya üblich) alle Artikel unter der Creative Commons ShareAlike-Lizenz stehen und komplett online verfügbar sind; zudem kann man kostenlose Probehefte bestellen.]

Was ist Peer-Produktion?
Wie man nützliche Dinge herstellt – freiwillig und ohne Boss

Wer den Begriff „Peer-Produktion“ in eine Diskussionsrunde einbringt, erntet meist fragende Gesichter. Was soll das sein? Christian Siefkes klärt auf und zeigt das Potenzial dieses Wirtschaftsmodells.

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When Copyright Goes Bad

A nice film about some preposterous effects of copyright, however, still in the frame of finding a »balance« between profit making and consumer benefit, of seeking for a »better business«. Eva Galperin from EFF introduces:

»Consumers International has released an excellent short film, When Copyright Goes Bad, which chronicles the rise of copyright as a global consumer rights issue and the ongoing fight for fairer copyright laws. The film features interviews with EFF Senior Staff Attorney Fred von Lohmann, Professor Michael Geist from the University of Ottowa Law School, Sunil Abraham from the Centre for Internet and Society, Hank Schocklee, co-founder of Public Enemy, and more.«

[via]

»Jungle World« über Commons

Nach den Zeitschriften CONTRASTE, Oya und analyse&kritik hat nun auch die Jungle World die Commons zu einem Schwerpunkt-Thema gemacht.

Die vier Artikel seien im Folgenden kurz besprochen.

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Ken Loach stellt seine Filme online

DE: Ken Loach, bekannter sozialkritischer Regisseur, gibt nach und nach seine Filme frei. Sie können in voller Länge und in Originalfassung auf YouTube angesehen werden. Bereits verfügbar sind:

EN: Ken Loach, famous social critical director, is releasing his movies step by step. They can be viewed in full length and original version on YouTube. Already available:

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Kommunismus?

Über die Jahre hab ich viele Diskussionen über den Kommunismus verfolgt. Irgendwann habe ich dabei trotz aller Glaubensbekenntnisse ein Muster festgestellt. Die Diskussionsverläufe ähnelten sich doch sehr. Daher kam die Idee ein ultimatives algorithmisches Kommunismus-Erklär-Plakat zu gestalten. Das ist jetzt nach jahrelanger Entwicklungsarbeit endlich fertig geworden! Und das Beste: Ich konnte den Zeichner der legendären digirev-Comics, Wolfgang Buechs, gewinnen, die graphische Gestaltung zu übernehmen. Hier nun also das Ergebnis in verschiedenen Formaten:

Lizenz ist CC-BY-SA, ihr dürft also damit machen was ihr wollt, so lange die Lizenz erhalten bleibt und ihr die Urheber nennt. Ich würde mich freuen, wenn sich ein Verlag für das Plakat fände, oder wenn ihr verbesserte Versionen entwickelt. Sollten jetzt hier spontan hunderte von Vorbestellungen eingehen, würde ich mir auch glatt überlegen, dass selber Drucken zu lassen. Vielen Dank auch an Daniel Kulla für die Bereitstellung einer Grafik.

update: Die PDFs sind jetzt in neuer korrigierter Version verlinkt. Es gibt jetzt auch eine direkt im Browser anguckbare Version.

update: Die Quelldateien gibts jetzt auch in neuer Version.

update: Das Plakat gibt es dank einer großzügigen Förderung der Rosa-Luxemburg-Stiftung jetzt auch gedruckt in DIN-A1. Ob wir einen regelrechten Vertrieb auf die Reihe kriegen ist noch unklar. Zur Zeit gibt es aber Plätze in Frankfurt und Berlin, wo man sich das Plakat abholen kann (und zwar geschenkt, ist schließlich Kommunismus!). Meldet euch einfach, wenn ihr euch Plakate abholen wollt.

update: Man kann bei der RLS das Plakat auch in A2 bekommen. Die verschicken es auch, wenn man mehrere bestellt und die weiter gibt. Mail an den Öffentlichkeitsbereich der RLS hilft.

update: Jetzt gibt es dank Joscha auch eine Version in einem freien Format.

Patent Absurdity

The movie Patent Absurdity is based on a series of interviews conducted during the Supreme Court’s review of »in re Bilski« — a case that could have profound implications for the patenting of software in the US. The most impressive movie part is the acoustical demonstration (27:45–28:33) of Richard Stallman’s illustration (16:26–17:45) of what would have happened to Beethoven’s symphony when they have had patents on musical elements in Beethoven’s times.

The movie was released unter CC BY-ND license allowing copying and (commercial) usage, but disallow publication of derivative works. The movie can be watched here or downloaded here in free OGG format. Subtitles are partly available here. [viaviavia]

»Be Shareful!« – Cologne Commons 2010

Am 11. und Vom 10. bis 12. Juni 2010 findet die Cologne Commons –Konferenz und Festival für Freie Kulturgüter statt. In Cologne natürlich, im KunstWerk The New Yorker Hotel und Gebäude9. Neben Live-Musik haben dieses Jahr auch Film und Literatur ihren Platz. Die Cologne Commons versteht sich als Plattform für Künstler_innen, die ihre kreativen Outputs verschenken wollen — in Filmvorführungen, Konzerten, Lesungen, Workshops und Diskussionen zum Umgang mit frei verfügbarem Kulturgut ohne Grenzen.

Zur Einstimmung ist nun die  Cologne Commons Compilation 04 erschienen, ein Sampler mit Creative Commons Musik. Darunter auch solche Bands, die auf der Cologne Commons im Juni auftreten. [via]

Common Wealth

Rainer Rilling schreibt in der ND-Beilage zur Leiziger Literaturmesse eine Besprechung des Buchs »Common Wealth. Das Ende des Eigentums« von Michael Hardt und Antonio Negri — nach »Empire« und »Multitude« das dritte Buch einer Trilogie. Auszug:

Den Abschluss dieser ungewöhnlichen Trilogie bildet nun der eben in Deutsch erschienene und von Thomas Atzert hervorragend übersetzte Band »Common Wealth. Das Ende des Eigentums.« Er möchte die Voraussetzungen und Formen der »demokratischen politischen Aktion im und gegen das Empire« entwickeln – also nichts weniger als einen Vorschlag für eine grundlegende, revolutionäre Veränderung umreißen. (mehr …)

Oya: Wovon wir alle leben

Der Gemeingüter-Virus greift weiter um sich. Die neue Zeitschrift Oya widmet sich in ihrer ersten Ausgabe dem Thema „Allmende, Gemeingüter, Commons – Wovon wir alle leben“. Das auch grafisch sehr ansprechend gestaltete Magazin hat dabei ein umfangreiches und tiefschürfendes Programm zusammengestellt.

Oya-Titelkopf (Klicken um die gesamte Titelseite zu sehen)

Die unermüdliche Silke Helfrich führt in den Schwerpunkt ein und erklärt „Was Gemeingüter sind und wie wir mit ihnen umgehen müssen“ (S. 10ff). Daran anknüpfend stellt der Kassel Wirtschaftswissenschaftler Achim Lerch Elinor Ostroms wesentliche Erkenntnisse vor, die ihr den Wirtschaftsnobelpreis eingebracht haben (S. 22f).

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George Clooney als homo oeconomicus in der Krise

Gestern habe ich „up in the air“ gesehen. Ein Film, der mich ähnlich ratlos hinterlassen hat, wie Antje, wenn auch aus anderen Gründen. (Spoilerwarnung: Wer den Film noch sehen mag und nicht mit Spoilern leben kann, sollte vielleicht nicht weiterlesen).

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