Kategorie: Freie Inhalte

Deutsche Übersetzung meines Peerconomy-Buchs erschienen

Titelbild des deutschen Peerconomy-BuchsMein kontrovers diskutiertes Buch zu den Möglichkeiten einer Peer-Ökonomie ist jetzt auch in deutscher Sprache verfügbar – die Gelegenheit für alle, die schon länger wissen wollten, wohin die Reise gehen kann, aber bisher durch die englische Sprache abgeschreckt wurden! Die deutsche Ausgabe trägt den Titel Beitragen statt tauschen und wird vom Verlag AG SPAK Bücher veröffentlicht (wo seinerzeit auch schon Stefans “Linux & Co” erschienen ist).

Gedruckt kostet das Buch 16€; es kann über den Online-Shop des Verlags bereits bestellt werden (dort kommen noch 1,50€ Versandkosten hinzu). Ab Juni wird es dann auch über den normalen Buchhandel und über Onlinehändler wie Amazon.de (wo keine Versandkosten anfallen) erhältlich sein.

Natürlich ist aber auch die deutsche Ausgabe unter einer freien Creative Commons-Lizenz komplett online verfügbar (168 Seiten, PDF). Weitere Downloadformate und der Quellcode des Buchs sind über das Peerconomy-Wiki zu finden.

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Yochai Benkler: Open-Source Economics

The following TED-Talk of law professor Yochai Benkler is an older one (July 2005), but it was just released and is, of course, yet interesting. Yochai Benkler explains how collaborative projects like Wikipedia and Linux represent the next stage of human organization. By disrupting traditional economic production, copyright law and established competition, they’re paving the way for a new set of economic laws, where empowered individuals are put on a level playing field with industry giants.

Wikiworld

We’ve just received an email from Tere Vadén:

We have just published an open access book entitled Wikiworld — Political Economy and the Promise of Participatory Media. We hope that you find it of interest in your work; Oekonux is discussed in the last chapter of the book. Please feel free to download and link the book.

WIKIWORLD. Political Economy and the Promise of Participatory Media

In the digital world of learning there is a progressive transformation from the institutionalized and individualized forms of learning to open learning and collaboration. The book provides a view on the use of new technologies and learning practices in furthering socially just futures, while at the same time paying critical attention to the constants, or »unmoved movers« of the information society development; the West and Capitalism. The essential issue in the Wikiworld is one of freedom — levels and kinds of freedom. Our message is clear: we write for the radical openness of education for all.

In solidarity,

Juha Suoranta & Tere Vadén

Interview mit »Dr. Bunsen«

Freies Sender Kombinat (FSK) HamburgWow, nach dem »NerdAlert«-Interview von gestern gleich heute noch eines bei »Dr. Bunsen« auch vom FSK Hamburg. Wir haben versucht, an das Gespräch von gestern anzuküpfen, aber ich bin mir nicht sicher, ob uns das gelungen ist. Schreibt mal was dazu, wenn ihr die Sendung gehört habt.

Hier ist die Sendung (ohne Musik) zum Download bei archive.org in verschiedenen Formaten.

Eine Schwierigkeit besteht darin, das doch recht abstrakte Konzept der Peerconomy verständlich und kurz rüber zu bringen, und das aus dem Ärmel. Praktische Beispiele, auf die man verweisen könnte, gibt es eben noch nicht. Deswegen ist immer eine Menge gedanklicher Übertragungsleistung von Projekten notwendig, die nur Anfänge davon repräsentieren.

Unklar geblieben ist nach meinem Eindruck auch der Unterschied zu Tauschringen. Das Peerconomy-Konzept sieht halt doch ähnlich aus wie Marktwirtschaft oder auch Tauschringe. Eine Kopplung von Geben und Nehmen hat halt immer auch einen gewissen Tauschcharakter, auch wenn das nicht mit dem Tausch auf dem Markt vergleichbar ist. Wie ich schon mal in einem Kommentar angeregt habe, wäre es vielleicht sehr hilfreich, eine FAQ-Seite zur Peerconomy zu erstellen.

Interview mit »NerdAlert«

Freies Sender Kombinat (FSK) HamburgHeute hatte ich ein Telefoninterview in der Sendung »NerdAlert« vom freien Radio FSK aus Hamburg. Bis etwa drei Sekunden vorher wusste ich nicht wirklich, worum es gehen soll. Was dann im Interview dran kam, war eine ziemliche große Bandbreite von den Anfängen von Oekonux über freie Hardware bis zum Peerconomy-Konzept. Alles mehr oder weniger angerissen, ist aber einigermaßen gut gelaufen. Na ja, im Nachhinein fallen mir eine Menge Quirks auf…

Aber hört selbst den ersten Teil (OGG) der Sendung (Interview etwa ab der 10. Minute).

Danach diskutiert das NerdAlert-Team über das Interview (etwa ab 53:30) und dann weiter im zweiten Teil (OGG) der Sendung (etwa bis 13:00). Mir scheint, dass eine der nächsten Sendungen sich mit der Peerconomy befassen wird — Christian ist bestimmt zum Interview bereit 🙂

Free Cultural Works

Free Cultural Works Seal[EN] The Creative Commons project added a new seal to their licences, indicating more clearly, which works are conform to the »freedom« as defined in Free Software. This seal qualifies the Attribution and Attribution-ShareAlike licenses as Free Culture Licenses according to the Definition of Free Cultural Works. This implies, that the weaker CC-licences (with non-commercial or no-derivative clauses) are not Free Culture Licenses in the sense of Free Software.

[DE] Das Creative-Commons-Projekt hat ihren Lizenzen ein neues Siegel hinzugefügt, dass klarer als früher anzeigt, welche Werke mit der »Freiheit« wie sie in Freier Software definiert ist, übereinstimmen. Dieses Siegel qualifiziert die Namensnennung– und Weitergabe-unter-gleichen-Bedingungen-Lizenzen als Freie Kultur-Lizenzen entsprechend der Definition für Freie Kulturelle Werke. Das schließt ein, dass die schwächeren CC-Lizenzen (mit Klauseln »nicht-kommerziell« oder »keine-Bearbeitung«) keine Freien Kultur-Lizenzen im Sinne Freier Software sind.

Brockhaus aus-kooperiert

Brockhaus-Lexikon (cc-by-sa-2.0 Jan van der Crabben)Das Literaturcafé sagt es sehr deutlich: »Wikipedia zerstört den gedruckten Brockhaus – 50 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze«. Gegen Wikipedia war kein Kraut gewachsen, auch nicht in der Qualität und schon gar nicht in der Quantität und Aktualität. Ein klassischer Fall von aus-kooperieren. Die verärgerten Reaktionen zeigen: Das darf nicht wahr sein, das Management ist schuld, normaler Medienwandel und so weiter.

Das ist Quatsch.

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Streifzug-Review 8: »Make Copyright History!«

Aufkleber »Politik ist die notwendige Illusion der Änderbarkeit«

Die achte Ausgabe der Kolumne »Immaterial World« der Wiener Zeitschrift »Streifzüge« fordert mit dem Titel plakativ, mit dem Copyright-System endlich Schluss zu machen — denn es zerfällt ohnehin vor unseren Augen. Die Kolumne befasst sich inhaltlich mit der gewachsenen Freien Kulturbewegung, die in Anlehnung an die Freie Softwarebewegung die Imperative der Verwertung praktisch unterläuft. Während die Freie Kulturbewegung sich noch brav an das Copyright hält und sich per Creative Commons absichert, schert sich die illegalisierte Raubkopierbewegung — nicht weniger effektvoll — kein bißchen darum.

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Drei Stufen der Offenheit

A Swarm of AngelsMatt Hansson, Regisseur des freien Films »A Swarm of Angels«, hat in seinem Blog sieben Regeln für offene Medien vorgeschlagen [via], die er dann in drei Stufen von »Offenheit« einteilt:

  • Open (O-): Die Grundline basierend auf freier Nutzung und freier Weitergabe (Regeln 1-3)
  • Open Source (O): Der freie Einblick und die freie Veränderung der Quell-Dateien (Regeln 1-5)
  • Open Plus (O+): Die Möglichkeit, sich am transparenten und dokumentierten Herstellprozess zu beteiligen (Regeln 1-7)

Diese Dreiteilung erinnert an die »Triple-Free«-Definition von Tere Vadén für Freie Software. Hier nun die sieben Regeln, die den drei Stufen offener Medien zu Grunde liegen:

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Freie Uni Hamburg

Arbeitskreis Lokale Ökonomie HamburgDer Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg hat ein neues Projekt gestartet: Die Freie Uni Hamburg. Die Ankündigung spricht für sich, deswegen sei sie hier im Folgenden komplett wiedergegeben.

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