Autor: Stefan Meretz

OpenMusicContest 2007

Bildquelle: jammin-inc.de, Gewinnerband beim OMC#3Bereits zum dritten Mal fand der OpenMusicContest statt. Teilnehmen können Bands, deren Stücke unter einer CC-Lizenz veröffentlicht werden und frei von GEMA-Ansprüchen sind. Die Gewinner haben die Ehre, auf einer Doppel-CD, präsentiert zu werden. Die CDs mit Booklet in einer netten Faltschachtel ist beim AStA der Uni Marburg schon vergriffen, aber beim FoeBuD e.V. soll es noch welche geben — mein OMC-Sampler-Pack hat die handsignierte Nummer 0541:-) Aber selbstredend gibt’s das Ganze auch online, wer will, kann sich also selbst das Doppelpack basteln.

Dem Bundestag aufs Dach: »Geld oder Leben«

Sehr nette Aktion! Ein Zitat aus der Erklärung zur Aktion:

»Wir brauchen die Entkopplung von Arbeit und materieller Grundausstattung. Eine kostenlose Grundversorgung, sprich Bildung, Gesundheit, Wohnraum, Lebensmittel und Kultur, ist notwendig, um den Menschen ein freies und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.«

Und:

»Unsere Forderungen richten sich an keine herrschende Elite. Wir rufen zu einem öffentlichen Diskurs und zu einer neuen freien Bewegung auf. Mit dieser Aktion setzen wir ein Zeichen gegen das derzeitige System. Alle, die mit dem Bestehenden unzufrieden ist und die Hoffnung auf eine freie bessere Gesellschaft nicht aufgegeben hat, rufen wir auf, Widerstand zu leisten.«

Puh, wie erfrischend, kein altlinkes Polit-Rhababer. Na ja, ich hätt‘ natürlich auch einiges zu kritteln… Vor allem: Bleibt nicht beim Widerstand stehen!

Neues über das Open Source Car »C,mm,n«

C,mm;n - das Open Source Car

C,mm,n — gesprochen »Common« — ist das erste Open Source Car, das einen Prototypen hervorgebracht hat (Fotos wurden netterweise von Natur en Milieu zur Verfügung gestellt. Danke!). Die C,mm,n-Website wurde inzwischen aktualisiert. Allerdings ist sie komplett als Flash-Site gestaltet, die den Flashplayer der Version 8 haben will, Version 9 ist ihr wohl zu neu (Firefox unter GNU/Linux). Na gut, der Konqueror spielt sie. Eine zugängliche Website auf der Basis offener Webstandards wäre eigentlich angemessen. Nun aber zum Projekt.

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Reflexionen über Unerzogenes und Unverdientes

ronja_und_klaus.jpgAm langen Wochenende 20. bis 22. April trafen sich zwei unterschiedliche und doch verwandte Gruppen. unerzogen.de berichtet und diskutiert über Nicht-Erziehung. Grundlage ist die Überzeugung, dass Erziehung eine nicht akzeptable Form der Beziehung zwischen Menschen darstellt. unverdient.de hat die Geldlogik auf dem Kieker, die wirklich menschliche Beziehungen nicht zulässt und deswegen abgeschafft gehört.

Sehr sympatisch das alles — zunächst mal:)

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Solidarität GmbH

Eine Übertragung des aus der Freien Software bekannten Copyleft-Prinzips in die stoffliche Welt versucht die Gruppe »Solidarität GmbH«. Was ist darunter zu verstehen?

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Interview »Verwertung oder Leben«

Das Buch »Losarbeiten - Arbeitslos?« erschien im Unrast VerlagDas Interview »Verwertung oder Leben« mit Uli Weiß und Stefan Meretz erschien 2005 im Buch »Losarbeiten – Arbeitslos? Globalisierungskritik und die Krise der Arbeitsgesellschaft«. Nun liegt das Interview auch als Audiodatei im OGG– und MP3-Format vor (43 Minuten, jeweils rund 20 MB).

Stichworte aus dem Interview sind: Freie Software, Nebenwiderspruch Kapital und Arbeit, Selbstentfaltung versus Selbstverwertung, Gutmenschen, Sozialstaat, Freiheitsversprechen, das persönliche Projekt, Einlassen auf Leben, Nicht-Demokratie, Bücher und Partituren. Nach wie vor aktuell:-)

Wie Geld Denken macht

Buch »Im Takt des Geldes«Das passt doch zur re:publica-Geldgeschichte: Wie die Geldlogik uns nicht nur denken macht, sondern auch das wahrnehmen, fühlen und handeln bestimmt. Das ist das Thema des großartigen Buches »Im Takt des Geldes. Zur Genese des modernen Denkens« von Eske Bockelmann (Zu Klampen, Springe 2004).

Der Diskussionskreis »Wege aus dem Kapitalismus« hat zwei Veranstaltungen mit Eske Bockelmann in der Hellen Panke (Berlin-Pankow, Kopenhagener Str. 9) organisiert:

Freitag, 4. Mai 2007, 19:00 Uhr: Im Takt des Geldes oder die Geburt des bürgerlichen Denkens (Vortrag/Diskussion)

Sonnabend, 5. Mai 2007, 10:00 bis 17:00 Uhr: Konstitution des bürgerlichen Denkens und Bedingungen seiner möglichen Aufhebung (Workshop)

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re:publica — Scheitern am Geld

Ist die re:publica07 finanziell gescheitert? — Nee, ganz im Gegenteil, waren ja sehr viele Leute da. Und alle waren begeistert. Klar, da wird ein bisschen genörgelt über die Nicht-Debatte. Aber sonst?

Dabei gab es ein Thema, das mühevoll zur einer Scheinkontroverse hochschwadroniert werden sollte: Werbung in Blogs, ja oder nein. Aber irgendwie funkionierte es nicht. Trotz des Moderator-Flehens wollte niemand, weder Publikum noch Podium, gegen Werbung reden. Vielleicht sind die Fundis einfach nicht zur re:publica gekommen. Im Folgenden versuche ich den Gründen nachzuspüren, warum nach meinem Empfinden die re:publica am Geld gescheitert ist, und zwar am Thema Geld und Geldlogik.

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Ziviler Ungehorsam gegen obsoletes Recht

Rainer Kuhlen, Professor für Informationswissenschaft an der Universität Konstanz, hat bei der Podiumsdiskussion auf der re:publica07 zum Thema „Brauchen wir eine Blog-Etikette?“ dazu aufgefordert, das Urheberrecht bewusst zu brechen, wo es obsolet sei. Zum Beispiel hält er Vorgaben, keine geschützten Bilder als Zitat in Blogs veröffentlichen zu dürfen, für unsinnig [src].

Eine ähnliche, etwas legalistischere Position nahm Udo Vetter bei der Publikumsberatung „Darf ich das bloggen?“ ein. So sprach er sich dafür aus, nicht alle staatlichen Vorgaben umsetzen: „Ich mache nicht jeden Mist mit und werde keine Umsatzsteuer-ID und auch keine Datenschutzerklärung einstellen.“ Nicht-kommerzielle Blogs bräuchten außerdem kein Impressum — kein vorauseilender Gehorsam! — Whow, das hätte ich so nicht erwartet. Waren wir hier bei keimform.de zu vorauseilend?

Freie Software produzieren

Buch »Producing Open Source Software«Obwohl schon eine Weile unter einer Creative Commons-Lizenz erhältlich, ist das Buch »Producing Open Source Software. How to Run a Successful Free Software Project« von Karl Fogel im deutschsprachigen Raum kaum rezensiert worden. Ok, das Buch wurde auf englisch verfasst, aber gleichzeitig ist es so interessant, dass es mehr Aufmerksamkeit verdient. Vielleicht erleichtert die folgende Besprechung ja den Einstieg. Übersetzungen stammen von mir.

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