Bio-Linux gegen Monsantosaurus Rex

In der Wochenzeitung »Freitag« der aktuellen Nummer 39/2006 ist ein interessanter Artikel zu »Open Source in der Biotechnologie« erschienen. Darin geht es um den Kampf des Cambia-Institutes gegen Patente im Biotech-Bereich durch – so paradox das klingt – schnellere Patentierung. Unter einer eigenen BIOS-Lizenz kann die Patentnutzung kostenfrei lizensiert werden. Der »Freitag«-Artikel diskutiert im weiteren Parallelen und Unterschiede zur Freien Software.

Patente fördern Innovation!

Entschuldigt die (in diesem Kreise) provokante Überschrift, aber angesichts einer Heise-Meldung, in der es heisst, dass alle wesentlichen Patente auf GIF jetzt abgelaufen seien, kam mir dieser ketzerische Gedanke. Warum?

Nun, das technich bessere PNG-Format verdankt seine zumindestens teilweise Verbreitung im Netz wohl vor allem der Tatsache, dass GIF bisher patentiert war und deshalb unter anderem von der FSF boykotiert wurde. Dennoch ist GIF, vor allem aufgrund der Tatsache, dass der Internet-Explorer transparente PNGs lange Zeit nicht unterstützt hat, noch immer das häufiger benutzte Format.

Meine dunkle Ahnung ist nun, dass jetzt ein wichtiger Grund zur Verwendung von PNG wegfällt und somit sich auch weiterhin das technisch schlechtere GIF als Standard behaupten kann. Nun, ich hoffe mal, ich liege falsch!

Ökonomische Vorteile für Open-Access-Publisher

Bei netzpolitik.org bin ich über einen Hinweis gestolpert, den ich im wesentlichen an euch weitergeben möchte. Ich bin selbst noch nicht dazu gekommen, den Artikel ganz zu lesen, aber die Einleitung klingt sehr interessant. Es geht um eine Betrachtung der ökonomischen Vorteile für kleinere und mittlere Herausgeber von wissenschaftlichen Journalen, wenn sie kein klassisches Copyright verwenden sondern eben Open Access. Also eine ganz ähnliche Interessenlage wie bei Freier Software und den kleineren Softwareklitschen, die sich gemeinsam mittels Freier Software gegen die großen Monopole zu behaupten versuchen.

(Post-)Operaismus

Ja, genauso heißt ein neues Buch, dass die Autoren Martin Birkner und Robert Foltin heute, 28.9.06, bei einer Veranstaltung in Berlin vorstellten. Viele werden damit heute nichts mehr verbinden, denn die italienische politische Bewegung des »Operaismus« ist Geschichte, während andere im Buch behandelte Nachfolge-Theorien häufig nicht mit dem Begriff »Postoperaismus« bezeichnet werden.

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Ministerium für digitale Information in Österreich?

Der neu gegründete Verband „Content Industries“ in Österreich fordert ein „Ministerium für digitale Information“ und befragte dazu im Wahlkampf die VertreterInnen der Parteien. Die Antworten von Franz Schäfer von der KPÖ (=>PiratInnenpartei) sind dabei besonders interessant, vertritt er doch offensiv die Forderungen sozialer Bewegungen: Abschaffung von Urheber- und Patentrechten, freie Kopierbarkeit von Kulturprodukten, ein allgemeines Grundeinkommen für alle, Verhinderung eines Überwachungsstaats. Freie Software steht für Franz Schäfer paradigmatisch für ein alternatives Gesellschaftsmodell. Als unmittelbare Schritte, die jeder Einzelne sofort umsetzen kann, schlägt er vor, DRM-Produkte zu boykottieren und Freie Software einzusetzen. Cool:-)

Alle Interviews sind online von dieser Seite aus aufrufbar. Es kostete mich übrigens große Mühe, bei den Interviews der anderen Parteien nicht einzuschlafen…

Video Prosumenten in der FR

Noch was prosumentisches, diesmal von der Medienseite der Frankfurter Rundschau. Es ist ein eher kurzer Beitrag über Video und Fernsehen bei YouTube. Leider sind die Beiträge der FR meist nur zwei Wochen online.

Marcus Hammerschmitt über interessante Kollegen

In Telepolis gibt es einen Artikel von Marcus Hammerschmitt, selbst Science-Fiction-Autor, über neuere interessante Literatur dieses Genres. Sein Thema ist dabei – wie schon seinerzeit auf dem zweiten Out-of-this-World-Kongress – die Möglichkeit oder Unmöglichkeit von Utopien in der Science-Fiction. Ist das nicht letzten Endes auch unser Thema?

Zwei Artikel in der Zeit

In der – ich glaube – aktuellen Ausgabe der Zeit (Nr. 39) finden sich zwei für unsere Themen interessante Artikel. Zum einen einer, den man aus unserer Sicht als „the dark side of prosumerism“ bezeichnen könnte. Dort wird sehr kritisch berichtet über den zunehmenden Trend immer mehr dem Kunden zu überlassen. Zum anderen findet sich ein Interview mit Tim O’Reilly, das vielleicht nicht ganz so viel hergibt aber zeigt wie marktkomform mancher Open-Source-Guru denkt. Ich weiss leider nicht inwiefern diese beiden Artikel auch in Zukunft online bleiben werden. Noch kann man sie zumindestens lesen.

Eindrücke von der WOS 4

Zwei Tage konnte ich an der Konferenz „Wizards of OS 4“ teilnehmen, und ich war sehr positiv überrascht. Heise brachte bisher diese Berichte, die ganz gut widerspiegeln, was diskutiert wurde. Aus meiner Sicht nun ein paar subjektive Ergänzungen.

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