Wachstumsrücknahme?

Ein neues Modewort macht die Runde: Décroissance, decrescita, decrecimiento, degrowth — übersetzt mit Wachstumsrücknahme. Auf der gleichnamigen Website heisst es:

Das Ganze hat ein Ziel: die Demokratie und das Überleben auf unserem Planet zu retten.

Demokratie als erste Sorge? Leuchtet mir nicht ein. Überleben auf dem Planeten schon eher. Aber wie, durch Rücknahme von Wachstum? Hier wird offensichtlich Wachstum mit Wirtschaftswachstum verwechselt. Das geschieht, wenn man »Wirtschaft« als alleinige Produktionssphäre ansieht, aber die anderen zwei Drittel notwendiger Tätigkeiten, die eine Gesellschaft braucht, total ausblendet. Oder doch nicht? Dann wäre es noch schlimmer.

Das Wirtschaftswachstum zu stoppen und zurückzunehmen, ist eine absolut sinnvolle Idee. Die Idee der Rücknahme von Wachstum als solchem hingegen scheint mir so falsch wie nur irgendwas und zudem brennend gefährlich. Warum?

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Common Wealth

Rainer Rilling schreibt in der ND-Beilage zur Leiziger Literaturmesse eine Besprechung des Buchs »Common Wealth. Das Ende des Eigentums« von Michael Hardt und Antonio Negri — nach »Empire« und »Multitude« das dritte Buch einer Trilogie. Auszug:

Den Abschluss dieser ungewöhnlichen Trilogie bildet nun der eben in Deutsch erschienene und von Thomas Atzert hervorragend übersetzte Band »Common Wealth. Das Ende des Eigentums.« Er möchte die Voraussetzungen und Formen der »demokratischen politischen Aktion im und gegen das Empire« entwickeln – also nichts weniger als einen Vorschlag für eine grundlegende, revolutionäre Veränderung umreißen. (mehr …)

FabLab-Camp in Bremen

Ende Februar fand in Bremen das erste Barcamp zum Thema Fablabs in Deutschland statt. Hier ein kurzer Film (startet erst, wenn geladen) über das Selbstständigen-Treffen [via].

FabLabCamp 2010 Der Film from FabLab Camp.

Tim Berners-Lee on mashups with open data

The inventor of WWW and HTML, Tim Berners-Lee, shows mashups using open data, e.g. OpenStreetMap after the earth quake in Haiti.

Der Erfinder von WWW und HTML, Tim Berners-Lee, zeigt Mashups mit offenen Daten, z.B. OpenStreetMap nach dem Erdbeben in Haiti.

Oya: Wovon wir alle leben

Der Gemeingüter-Virus greift weiter um sich. Die neue Zeitschrift Oya widmet sich in ihrer ersten Ausgabe dem Thema „Allmende, Gemeingüter, Commons – Wovon wir alle leben“. Das auch grafisch sehr ansprechend gestaltete Magazin hat dabei ein umfangreiches und tiefschürfendes Programm zusammengestellt.

Oya-Titelkopf (Klicken um die gesamte Titelseite zu sehen)

Die unermüdliche Silke Helfrich führt in den Schwerpunkt ein und erklärt „Was Gemeingüter sind und wie wir mit ihnen umgehen müssen“ (S. 10ff). Daran anknüpfend stellt der Kassel Wirtschaftswissenschaftler Achim Lerch Elinor Ostroms wesentliche Erkenntnisse vor, die ihr den Wirtschaftsnobelpreis eingebracht haben (S. 22f).

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Peter Linebaugh: Some Principles of the Commons

[Deutsche Version beim CommonsBlog]

Reposted from counterpunch

Human solidarity as expressed in the slogan “all for one and one for all” is the foundation of commoning.  In capitalist society this principle is permitted in childhood games or in military combat. Otherwise, when it is not honored in hypocrisy, it appears in the struggle contra capitalism or, as Rebecca Solnit shows, in the disasters of fire, flood, or earthquake.

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George Clooney als homo oeconomicus in der Krise

Gestern habe ich „up in the air“ gesehen. Ein Film, der mich ähnlich ratlos hinterlassen hat, wie Antje, wenn auch aus anderen Gründen. (Spoilerwarnung: Wer den Film noch sehen mag und nicht mit Spoilern leben kann, sollte vielleicht nicht weiterlesen).

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Nur Denken oder Essen?

Leviathan (Klicken zum Vergrößern)

Zwei Menschen können wohl den selben Gedanken denken, aber nicht dasselbe Stück Brot essen

Dieses Zitat von Thomas Hobbes (aus: Leviathan – mit dem er den „Kampf aller gegen alle“ begründet, siehe auch das Bild rechts, zum Vergrößern klicken) wird einem immer wieder entgegen gehalten, wenn man von dem Modell der Freien Software als „Keimform“ einer nachkapitalisti­schen, nicht geldlogischen Gesellschaft spricht. Der kategoriale Unterschied zwischen virtuellen Gütern und körperlichen, sinnlich erfahrbaren wird zum Dauer-Gegenargument: Was in der Welt der Bits und Bytes möglich sei, verschließe sich in Welt der handfesten Güter von selbst und dauer­haft!

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Delivered in Beta

Great video on openness, open design, and sharing — created during the Open Design Workshop at the Betahaus as part of Social Media Week Berlin 2010 [via].

Delivered in Beta from KS12.

Commons Movement Coins New Phrases

[via OnTheCommons, deutsche Übersetzung unten]

The vocabulary of the commons is expanding as people increasingly realize the practical value of this concept. No longer simply a noun, the commons now is talked about as a verb and adjective.

Commons: What we share. Creations of both nature and society that belong to all of us equally, and should be maintained for future generations.

Commons-based society: A society whose economy, political culture and community life revolve around promoting a diverse variety of commons.

Commons-based solutions: Distinctive innovations and policies that remedy problems by helping people manage resources cooperatively and sustainably.

Commoners: In modern use, the people who use a particular commons; especially those dedicated to reclaiming and restoring the commons.

Commoning: A verb to describe the social practices used by commoners in the course of managing shared resources and reclaiming the commons. Popularized by historian Peter Linebaugh.
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