Jahr: 2013

Politics and the Question of the Embryonic Emancipatory Form

[Part 1 of 5 of the essay »Anti-economics and Anti-politics« by Robert Kurz, published under CC by-nc-sa]

The misery of the radical critique of the commodity production system, that is, of a “mode of production based on value” (Marx), appears to reside in the fact that it is incapable of representing a historical praxis (not to be confused with just any little practical activity), of taking the initiative, of finding a way out and heralding a common mass consciousness, and is thus condemned to an esoteric existence, confined to socially remote domains of purely theoretical reflection or even philosophical speculation, and ultimately to a gradual descent into an eccentric sectarian existence. Even if an emancipatory socialization eliminating fetishistic forms of the commodity and money were possible—it would still be a book sealed with seven seals for this form of critique.

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Anti-economics and Anti-politics

Robert Kurz (2009)[Repost from libcom.org under CC by-nc-sa]

The following translation of the German »Antiökonomie und Antipolitik« by Robert Kurz (1997) base on a Spanish translation which is no longer available on the web (the same or another Spanish version can be found here). The essay had an enormous influence on the discussion about an alternative to capitalism — not only keimform.de was one outcome of the debates initiated by this text. Kurz himself was very sceptical about the references to his text, and he often polemically dissociates himself from these references. On keimform.de we repost the text in five parts (the chapters of the text). The links below will function in the future. The following preface is from the translation at libcom.org. Here we go:

In this 1997 essay, Robert Kurz discusses the question of the “embryonic form” of “the productive forces developing in the womb of bourgeois society” (Marx); rejecting both the “all-or-nothing” view of the extreme left that sees such a project as doomed to integration into capitalism, and the reformist concept of “dual economy” where cooperative businesses produce for the capitalist market, he advocates a process of “disconnection” from the value matrix that incorporates aspects of both the old cooperative movement and modern “microelectronic” technology while preserving a commitment to overcoming the system of commodity production and a refusal to produce for the market.

Contents

1. Politics and the Question of the Embryonic Emancipatory Form

2. The Concept of the Productive Forces and the Microelectronic Revolution

3. The Supersession of Private Property in the Means of Production

4. Disconnection from Commodity Production

5. Internet Movement and Cybernetic Subversion

 

Gemeinsam Gemeingüter schaffen

fels-commonsEin transnationaler Austausch-Workshop zur Produktion und Selbstverwaltung sozialer Güter und Rechte jenseits privater und staatlicher Besitzverhältnisse. Am Samstag, 20.04.2013, 12:00 bis 18:00 Uhr, in der Regenbogenfabrik, Lausitzer Straße 22, 10999 Berlin.

Mit Aktiven von:

  • Fundación de los Comunes (Madrid)
  • Nuovo Cinema Palazzo (Rom)
  • Alpha Kappa (Thessaloniki)
  • Projekten um demokratischen Förderalismus (Deutschland/Kurdistan)
  • FelS-Klima AG, aktiv am Berliner Energietisch (Berlin)

Aus dem Einladungstext (deutsch und englisch):

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Commons-Sommerschule 2013

BechstedtDie diesjährige Commons-Sommerschule hat noch ein paar Plätze frei und wünscht sich noch Anmeldungen aus dem Bereich der digitalen und Wissenscommons. Die zweite Commons-Sommerschule findet wieder in Bechstedt/Thüringen statt, und zwar vom 29.06. – 06.07.2013. Weitere Informationen zur Teilnahme und Anmeldung gibt’s auf der Sommerschul-Site. Die letzte Sommerschule war ein großartiges Erlebnis, zwei Ergebnisse findet ihr hier und hier.

Besondere Umstände, Teil 8

Antje Schrupp und ich haben mal wieder gepodcastet. Unter anderem ging es um die Frage, warum Antje unseren Blog anstrengend findet und auch ein bisschen um meinen letzten Artikel hier und um andere keimförmige Themen.

Freie Quellen oder wie die Produktion zur Nebensache wurde (Teil 2)

Titelbild „Etwas fehlt“[Teil 1 / This article is also available in English.]

Maschen und Trassen

Dass die Re/produktion von einer Belastung, der zahllose Menschen einen Großteil ihres Lebens widmen mussten, heute zur relativ mühelosen und meist eher angenehmen Angelegenheit geworden ist, hat auch damit zu tun, dass wir wo möglich auf Maschennetze setzen. Maschennetze (mesh networks) sind dezentrale Netzwerke, die allen die Teilhabe ermöglichen und so organisiert sind, dass niemand in einseitige Abhängigkeit gerät und sich niemand eine besonders privilegierte Position verschaffen kann.

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Sozialismus und Commons

Wenn Sozialismus die Gesellschaft ist, die sich auf den Weg zum Kommunismus gemacht hat, dann lässt sich festhalten:

  • Staatssozialismus ist eine genauso absurde Vorstellung wie Marktsozialismus. Man kann Markt und Staat nicht dadurch abschaffen, dass man sie überhöht. Und auch nicht dadurch, dass man sie maximal ineinander verzahnt (das wäre dann Sozialdemokratie). Die Vorstellung „Sozialismus = mehr Staat“ ist also kompletter Unsinn auch wenn im allgemeinen Sprachgebrauch genau das meist gemeint ist.
  • Wenn Kommunismus eine Gesellschaft ist, die hegemonial über Commons reguliert wird, dann wäre Sozialismus also eine Gesellschaft in der die Commons nicht mehr strukturell benachteiligt sind, sondern ihre Stärke entfalten können und so der Weg zum Kommunismus offen ist. Sozialismus zeichnet sich also dadurch aus, dass das Gemeinsame immer eine gleichberechtigte Option ist, auch wenn Reste von Markt und Staat noch existieren mögen.
  • Sozialismus ist also die Gesellschaftsform in der Markt und Staat sterben, aber noch nicht tot sind.
  • In großen Teilen der Softwarewelt leben wir also zwar noch nicht im Kommunismus, aber bereits im Sozialismus, weil hier tatsächlich in sehr großen Bereichen die Commons (sprich: Freie Software) eine gleichberechtigte Option sind, die auch von Markt und Staat nicht mehr ignoriert werden können.

Gut, dass das mal geklärt ist.

Freie Quellen oder wie die Produktion zur Nebensache wurde (Teil 1)

Titelbild „Etwas fehlt“[This article is also available in English.]

[Mein Beitrag zum neuen Sammelband „Etwas fehlt“ – Utopie, Kritik und Glücksversprechen der jour fixe initiative berlin (Hg.), erschienen bei edition assemblage (Münster 2013); Lizenz: CC-BY-SA. Der komplette Artikel ist auch als PDF und EPUB verfügbar.]

Küchenfabrikation

Produziert wird in der Küche oder im Badezimmer. In den meisten Haushalten stehen produktive Automaten. Beliebt ist die 3D-Druckerfräse, die einen 3D-Drucker mit einer computergesteuerten Fräsmaschine kombiniert. 3D-Drucker stellen dreidimensionale Gegenstände her, indem sie viele Schichten Bioplastik, Metall oder Keramik übereinander drucken, bis das gewünschte Objekt fertig ist. Typische Haushalts-3D-Drucker können so innerhalb einiger Stunden Gegenstände bis zu einer Größe von 50 mal 40 mal 30 Zentimetern herstellen. Das ist eine ganze Menge; ein Großteil der im Haushalt benötigten langlebigen Dinge lässt sich so fertigen, ob Geschirr, Besteck, Spiele und Spielzeug, oder Werkzeuge. Auch elektrische und elektronische Geräte und Lampen lassen sich produzieren, bis auf die Elektronik und die Leuchten selbst. Ebenso Ersatzteile, wenn etwas kaputtgeht oder nicht passt.

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Commons-Buch komplett online

Das Commons-BuchDas Commons-Buch, das im Transcript-Verlag erschienen ist, war von Anbeginn auf der Seite des Verlags auch als PDF herunterzuladen (unter dem Punkt »open access«) — kostenlos unter den Bedingungen der CC-Copyleft-Lizenz. Diese Einladung hat ein Leser angenommen und alle Beiträge in Webseiten umgewandelt und unter »Die Welt der Commons« zur Verfügung gestellt. Super! Alle Beiträge können jetzt nicht nur einzeln verlinkt, sondern dort auch kommentiert werden. »Beigetragen und uns zurückgeschenkt«, wie Silke Helfrich schrieb.

Hingewiesen sei an dieser Stelle auch auf die Gedankenwelten, wo Lennstar schon sehr viele Buch-Beiträge rezensiert hat.

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