Ich werde im Folgenden in einer losen Serie mögliche Perspektiven für die Zukunft der Gesellschaft darstellen und diskutieren. Dazu gehören positiv-utopische Perspektiven (die ich für zumindest nicht völlig unrealistisch und für mehr oder weniger wünschenswert halten würde), negativ-dystopische Perspektiven (die ich für möglich, aber nicht wünschenswert halte) und „Nicht-Perspektiven“ (die ich für unmöglich oder von der heutigen Gesellschaft aus nicht erreichbar halte). Der Übergang zwischen diesen verschiedenen Einordnungen kann dabei durchaus fließend sein. Manche Perspektiven mögen utopische und dystopische Elemente mischen; manche mögen nicht völlig unmöglich, aber aus heutiger Sicht doch eher schwer erreichbar sein. (mehr …)
Schlagwort: utopie
MOVE UTOPIA – Zusammen!Treffen!
Für eine Welt nach Bedürfnissen und Fähigkeiten
Vom 21. – 25. Juni 2017 auf dem Kulturkosmos (Müritz)
MOVE heißt: Wir möchten Miteinander Offen Vertrauensvoll Emanzipatorisch … die Zukunft gestalten!
Wir teilen die Vision, überkommene Verhältnisse menschlicher Vereinzelung ab- und neue Formen des Zusammenlebens aufzubauen. Wenn wir Bedürfnisse und Talente offen teilen und mitteilen, kann eine neue Art von Beziehungen entstehen. (mehr …)
Eberswalde: Raus aus der Blase
Für Kurzentschlossene: morgen (27.1.) gibt es in Eberswalde unter dem Motto „Raus aus der Blase, rein in die Gesellschaft“ einen Info-Abend zu Commons, Open-Source-Ecology, DIY & einem geldfreieren Leben.
Wo und wann?
HNEE Aula, Friedrich-Ebert-Straße 28 (Haus 6)
Einlass ab 17:30Uhr
Der erste Vortrag startet um 18:oo Uhr
Programmende 21:15 Uhr
anschließende Podiumsdiskussion, Soli-Buffet, funky Musik & Gespräche
Musik & Buffett bis 00:00 Uhr
Eintritt frei
Organisiert vom selbstverwalteten Kurs „Projektwerkstatt Commons“ der HNE Eberswalde, pw.commons@hnee.de
MOVE – Sommertreffen 2017

MOVE: Miteinander Offen Vertrauensvoll Emanzipatorisch…
…die Zukunft gestalten
Das Wirtschaftssystem, das unsere Welt beherrscht, ist an sein Ende gekommen. Immer mehr Menschen begreifen dies, und fürchten um die Zukunft. Doch die Antworten linker Parteien gehen über ein ‚Wir machen es etwas weniger schlimm‘-nicht hinaus und überlassen das Feld rechtspopulistischen Bestrebungen.
Wir sehen es als absolute Notwendigkeit, diesen Strömungen eine Bewegung entgegenzusetzen, an der jeder Mensch teilhaben kann. Wir möchten miteinander, nicht gegeneinander leben.
Adornos Utopie
Wenn man sich nicht ganz bei Adorno verliest, wird man viele Stellen bei dem Verteidiger des Bilderverbots finden, die zu jener Einstellung kaum zu passen scheinen. Jedoch schon in der Minima Moralia spricht er von „Fluchtlinien“ (2003b:180), die benannt werde können. Sein Bilderverbot scheint sich eher auf konkretes „Auspinseln“ zu beziehen, so im Gespräch mit Bloch:
Der folgende Text möchte einige der utopischen Fluchtlinien Adornos untersuchen. (mehr …)
UTOPIKON – Wege in eine geldfreiere Gesellschaft
„Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Wirtschaft von morgen vor?“
Die Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON
Wege und Herausforderungen in eine geldfreiere Gesellschaft
Neben dem dritten Mitmachkongress utopival gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON. 300 Menschen werden sich am 05. November 2016 in der Forum Factory in Berlin inspiriert von fünf Keynotes in 20 Workshops und einem anregenden Rahmenprogramm zu der Frage nach einer zukunftsfähigen Wirtschaft austauschen.
Die Referent*innenliste verspricht einen spannenden Tag, denn zugesagt haben bereits Silke Helfrich, Niko Paech, Friederike Habermann, Uwe Lübbermann, Hanna Poddig, Gerrit von Jorck, Christian Siefkes und viele weitere.
Ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück
Theorie & Praxis von nicht-kommerziellen Projekten
Im September 2015 ist die umfangreiche Broschüre ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“ erschienen. In den nächsten Wochen werden auf Keimform.de nach und nach einzelne Artikel aus der Broschüre vor- und zur Diskussion gestellt.
Vorab:
- das Inhaltsverzeichnis folgt weiter unten (die Links der einzelnen Artikel werden erst nach und nach mit Erscheinen aktiv)
- Broschüre: das gesamte PDF hier runterladen oder die gedruckte Version per Mail anfragen (wenn ihr uns das Porto schicken könntet, wäre das toll)
Editorial
Unter dem Label nichtkommerziell finden seit 2005 verschiedenste soziale und ökonomische Experimente statt, deren Gemeinsamkeit darin liegt, dass sie versuchen Geben und Nehmen zu entkoppeln. Diese Broschüre ist nun der Versuch diesen Projekten eine Plattform zu geben.
Körper und Emanzipation
[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]
Die gesellschaftliche Emanzipation wird zumeist als eine Sache des Kopfes aufgefasst. Ich solle doch kognitiv einsehen, dass der Kapitalismus abgeschafft gehört, argumentiert die Linke. Dabei manifestieren sich die alltäglichen Leiden vor allem körperlich: als Schmerzen, Depressionen, Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst usw. Das Problem ist nicht, das Leiden am Kapitalismus zu spüren, das Problem ist, es mir nicht als bloß mein individuelles Problem zuzuschreiben. Oder wahlweise externen Schuldigen. Hat die Linke körperliche Emanzipationsvorstellungen – so sie solche nicht ohnehin unter das Utopieverbot stellt? Kann ich die Emanzipation schon ahnungsvoll erfühlen oder muss ich mich knechten bis die Revolution uns und unsere Körper erlöst?
Wie kommt das Neue in die Welt?
(Voriger Artikel: Was muss sich ändern, damit alles anders werden kann?)
Eine umfassende Kritik der kapitalistischen Logik sieht sich zwangsläufig mit einer doppelten Frage konfrontiert:
- Was wäre die Alternative?
- Wie kann sich diese Alternative durchsetzen?
Die Frage nach der Alternative …
Von der an Marx orientierten Kritik wird gerne schon die erste Frage zurückgewiesen mit einem Argument, das die Gruppe [pæris] (2010) wie folgt zusammengefasst hat:
Wir wissen doch von Adorno, dass man sich von der befreiten Gesellschaft kein Bild machen soll: Über die Negation des Negativen hinauszugehen bedeutet, den Kommunismus in Vorstellungen zu kleiden, die durch das bestehende Negative (Kapitalismus usw.) bedingt sind.
Was muss sich ändern, damit alles anders werden kann?
Die Kritik am Kapitalismus kann an vielen Punkten ansetzen. Einige wesentliche Aspekte habe ich in Der alte Marx und die Probleme des Kapitalismus zusammengetragen. Zudem basiert der Kapitalismus auf der systematischen Herstellung und Ausnutzung von Zwangslagen, was zweifellos kein schöner Zug ist. Und es gibt noch viele weitere gute Gründe, den Kapitalismus überwinden zu wollen.
Alle diese Aspekte sind grundsätzlich berechtigt und relevant. Für die Frage nach der Möglichkeit einer gesellschaftlichen Transformation über den Kapitalismus hinaus sehe ich aber das Problem, dass bei so vielen Einzelpunkten leicht das Wesentliche aus dem Blick geraten kann: Was genau muss sich eigentlich ändern, damit „alles anders werden kann“, sprich damit die spezifische kapitalistische Logik durch eine andere ersetzt wird?

