Ferienuni Kritische Psychologie

Plakat-Ferienuni-2016Nach 2010, 2012 und 2014 gibt’s auch dieses Jahr wieder eine Ferienuniversität Kritische Psychologie. Sie findet diesmal vom 13. bis 17. September 2016 an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin statt — die FU Berlin zeigte sich unkooperativ: nicht ausreichend »excellent«. Wie auch in den letzten Jahren ist die Teilnahme kostenlos, um Anmeldung wird jedoch gebeten.

Die Ferienuni ist für Einsteiger*innen gedacht, die die Kritische Psychologie kennenlernen wollen. Parallel gibt es einen Kongress, der aufbauend auf den Grundbegriffen der Kritische Psychologie tiefer gehen will.

Ich werde mit Workshops sowohl auf der Ferienuni wie auch beim Kongress vertreten sein, zum Beispiel zur Einführung in das Hauptwerk »Grundlegung der Psychologie« von Klaus Holzkamp. Weiteres bei Zeiten an dieser Stelle 🙂

Krisis und Commonismus

kommunismus-ausschnittDas diesjährige Krisis-Seminar findet vom Fr. 30.9. bis So. 2.10.2016 im Tagungshaus Mühlrain (bei Kassel) statt. Es trägt den Bandwurmtitel „Vorwärts in die Regression? Nationalismus, Neo-Autoritarismus und die Neubestimmung gesellschaftlicher Emanzipation“. Zur Neubestimmung bin ich mit an Bord. Mein Vortrag hat den Titel: Commonismus. Von der Wertkritik zur Aufhebung des Kapitalismus.

Einladung, komplettes Programm und Anmeldung auf der Krisis-Website.

Keimformen auf Andymon

Buchcover

Beim Wiederlesen einiger utopischer Romane bei der Beschäftigung mit dem Thema einer geldfreien Utopie stieß ich wieder auf den Roman von Angela und Karlheinz Steinmüller: „Andymon“ aus der DDR von 1982. Das Thema „Geld“ gibt es dort gar nicht, so selbstverständlich geht’s auch ohne. Wenn man auf der Suche nach gesellschaftlichen Möglichkeiten außerhalb ausgetretener kapitalistischer oder realsozialistischer Pfade ist, gibt es in diesem Roman viele Anregungen. (mehr …)

Commonsverbünde

Von Christian Siefkes, Johannes Euler, Gunter Kramp und Nikolas Kichler

Logo des Commons-InstitutsEine Idee für die Verbindung von commonsbasierten Projekten zu einer gemeinsamen solidarisch-selbstorganisierten Ökonomie, die das Mitmachen erleichtert

[Diesen Artikel gibt es auch als PDF. / This article is also available in English.]

Die in diesem Dokument dargestellten Ideen entstammen einer Open-Space-Session, die am 23. April 2016 in Hiddinghausen im Rahmen des Frühjahrstreffens des Commons-Instituts stattfand. Initiiert wurde die Session von Gunter, weitere Teilnehmende waren Britta, Christian, Hannes, Nikolas, Sarah, Sunna.

Diese Dokumentation wurde erstellt von Christian, Hannes, Gunter und Nikolas unter Mitwirkung von Stefan T.

Kontext und Problembeschreibung

Es gibt diverse Kommunen mit gemeinsamer Ökonomie (z.B. Niederkaufungen, Twin Oaks), aber das Leben in solchen Kommunen ist nur für recht wenige Menschen attraktiv und die Einstiegshürden sind hoch. Das liegt unter anderem daran, dass in einer Kommune sehr viele Lebensbereiche mit derselben Gruppe (in unterschiedlichen Konstellationen) geteilt und gestaltet werden, dass man sich oft genau untereinander abstimmen und dass vieles ausdiskutiert werden muss. (Erkenntnis eines neuen Kommunarden: „Das ist wie 70 Leute gleichzeitig zu heiraten.“)

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Ökonomie und Care

Nachfolgend die Folien (PDF, ODP) und der Mitschnitt (OGG, MP3) meines Beitrages beim Colloquium zu Digitalisierung in Leipzig.

 

Ecommony – jetzt auch als Buch!

Titelbild von Friederikes neuem BuchFriederike Habermanns Konzept einer Ecommony (ein Wortspiel aus Commons und Ökonomie) gibt es jetzt auch als Buch!

Friederike Habermann: Ecommony. UmCare zum Miteinander. Ulrike Helmer Verlag, Sulzbach am Taunus 2016, 197 Seiten, 19,95 €. Man kann das Buch beim Verlag und überall im Buchhandel bestellen oder als PDF hier direkt herunterladen (Lizenz: CC BY-NC-SA).

Aus dem Klappentext:

Wie könnte ein neues Wirtschaftssystem aussehen und (in den Worten des Zukunftsforschers Jeremy Rifkin) die ökonomische Weltbühne betreten?

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Post-Capitalist Strategy of the P2P Foundation

Michel BauwensA lot of people want to „overcome“ capitalism, but what do they mean by it? Michel Bauwens from the P2P Foundation gave a short note on that topic, which could be interesting to discuss here: Is it really post-capitalist (also see the critique on reciprocity licences)? Here’s the text:

A note on the post-capitalist strategy of the P2P Foundation

Following Kojin Karatini, we agree that the present system is based on a trinity of capital-state-nation, which represents an integration of three modes of exchange. (mehr …)

Adornos Utopie

Wenn man sich nicht ganz bei Adorno verliest, wird man viele Stellen bei dem Verteidiger des Bilderverbots finden, die zu jener Einstellung kaum zu passen scheinen. Jedoch schon in der Minima Moralia spricht er von „Fluchtlinien“ (2003b:180), die benannt werde können. Sein Bilderverbot scheint sich eher auf konkretes „Auspinseln“ zu beziehen, so im Gespräch mit Bloch:

Der folgende Text möchte einige der utopischen Fluchtlinien Adornos untersuchen. (mehr …)

Commons-Sommerfest in Berlin

Am Samstag, den 2. Juli 2016, findet zum zweiten Mal das Commons-Sommerfest in Berlin statt.

  • Ort: Berlin, in der „Elok“ am Ostkreuz. Laskerstraße 6-8, 10245 Berlin | Lageplan | S-Bahnhof: Berlin-Ostkreuz
  • Termin: Samstag 02. Juli 2016 / 14.00 – 20.00++ Uhr

Aus dem Einladungsscheiben von Richard, der zum Commons-Institut e.V. gehört:

Erneut werden wir uns das Motto „Hacker treffen Harker“ auf die Fahne schreiben.

Zum Commons-Sommerfest sind all die Menschen eingeladen, die an Commons-Projekten mitwirken und diese wachsen lassen. Dabei sollen sich z.B. Freie-Software-Leute und die Engagierten des Allmende-Kontor oder der Prinzessinnengärten gleichermaßen angesprochen fühlen. Die Menschen rund um das OSM-Projekt, die Schenk-, Tausch- und Leihläden, die selbstorganisierten Repair-Cafés bis hin zur Transition-Town-Bewegung sind sehr willkommen. Ebenso OER-Leute und Mitglieder der solidarischen Landwirtschaft (SolaWi), Freifunker*innen, SlowTech, CoderDojo uvm.

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Care-Revolution und Industrie 4.0

digitalisierung-arbeitsweltVeranstaltung „Digitalisierung und soziale Verhältnisse im 21. Jahrhundert“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen:

  • Samstag, 4. Juni 2016, 10:00 bis 16:00 Uhr
  • Interim, Demmeringstr. 32, 04177 Leipzig

Mit Thomas Kuczynski, Stefan Meretz, Gerhard Banse, Wolfgang F. Haug, Thomas Wagner und Gisela Notz. Mein Beitrag:

Wie Care-Revolution und Industrie 4.0 die Dialektik von Produktivkraftentwicklung und Produktionsverhältnissen vom Kopf auf die Füße stellen.

Traditionell werden die Produktionsverhältnisse als resultierende gesellschaftliche Bewegungsform der Produktivkräfte angesehen. Als Zeuge wird Marx aufgerufen, der aus der „Handmühle …eine Gesellschaft mit Feudalherren“ und aus der „Dampfmühle eine Gesellschaft mit industriellen Kapitalisten“ entstehen sieht. Dieses theoretische Ableitungsverhältnis hat sich als inadäquat erwiesen. Stattdessen ist die Produktionsweise als Ganze in den Begriff zu nehmen, um von hier aus die Identität von sozialer und produktiver Form zu entwickeln. Damit können wir begreifen, warum Care-Revolution und Industrie 4.0 den gleichen gesellschaftlichen Umbruch widerspiegeln.