Mit FLOSS gegen die Yankies?

Und hier is der Report der „European Communities“ (wohl bezahlt von Europäischen Steuergeldern), der u.a. zu dem Schluss kommt, dass (ich zitiere:)

  • While the U.S. has the edge in terms of large FLOSS-related businesses, the greater individual contribution from Europe has led to an increasing number of globally successful European FLOSS small- and medium-sized enterprises (SMEs).

FLOSS hat hier also noch einen unerwünscht/erwünschten Verbündeten, nämlich „Europa“ (vs. die USA – ok ich übertreibe, aber was wären wir ohne Zuspitzungen…?).

»Open Source Dossier«

Ok, jetzt hat’s auch die bpb gemerkt: »Open Source ist zu einer weltweiten sozialen Bewegung geworden, die antritt, nach der Software nun auch Wissen und Kultur zu „befreien“« — auch wenn das »Befreien« nur mit spitzen Fingern angefasst wird. Das altbekannte staatliche Wechselspiel von Integration und Repression läuft eben auch bei dieser sozialen Bewegung. Der bpb kommt die Rolle des Integrators zu, die Repression überlässt man dem Justizministerium. Nun gut, das Lesen des neuen Dossiers lohnt natürlich trotzdem. Anscheinend hat die bpb Teilnehmer/innen nach der letzten Wizards-of-OS abgegriffen — und fertig ist das Dossier.

Sudbury in Jena

In Jenas Uni gibt es einen Vortrag über Sudbury-Schulen. Pikant dabei: Veranstaltet wird das Ganze von der FDP-Parteistiftung, der Friedrich-Naumann-Stiftung. Meine These war ja schon immer, dass sich Keimformen (u.a.) dadurch auszeichnen müssen
mit der herrschenden liberalen Ideologie kompatibel zu sein (ohne sie deswegen komplett zu übernehmen). Es ist wie mit den frühen Bürgern, die durch die Aufträge der Fürsten groß wurden.

Solidarische Ökonomie: Stipendien für Frauen

Die Stiftung Fraueninitiative hat zwei Jahresstipendien ausgeschrieben für Frauen, die sich mit der Freien Gesellschaft beschäftigen wollen. Uups — nein, genauer:

die kreativ über neue Möglichkeiten des Wirtschaftens und Arbeitens im Kontext eines gewünschten Lebens nachdenken wollen. Gemeint sind Formen von solidarischer Ökonomie, die sich an gebrauchsförmigem und nicht-patriarchalem gemeinsamen Wirtschaften und Arbeiten orientieren und dabei unsere Natur sinnvoll nutzen und erhalten.

Klingt doch ganz gut…

Frist für Bewerbungen ist der 15. März 2007, die komplette Ausschreibung ist als PDF auf der Aktuelles-Seite der Stiftung zu finden.

Dort gibt es auch einen Bericht (ebenfalls PDF-Link) zu dem Workshop der Stiftung auf dem Kongress „Wie wollen wir wirtschaften?“, den die Veranstalterinnen für die Zeitschrift contraste geschrieben haben. Erwartungsgemäß enthält der Bericht eher Fragen als Antworten; die eine oder andere Anregung aus dem hauptsächlich von Stefan und mir eingebrachten „Keimform“-Spektrum habe ich dort auch wiedererkannt.

Third Life in a Free Society?

Auch das noch: »Second-Life-Client wird Open Source«. Die Begründung ist interessant: »das Unvermeidbare annehmen«. Das wäre doch eine Gelegenheit, eine Freie-Gesellschafts-Spiel zu entwickeln. Also eine Art »Life-3.0« in einer Freien Gesellschaft.

Wikipedia bald nicht mehr werbefrei?

Wikizine meldet: Anlässlich der aktuellen Spendenkampagne wurde zeitweilig auf allen Wikimedia-Projekten das Logo eines Großsponsors eingeblendet. Das führte zu einigen Kontroversen, die Logo-Befürworter haben sich wohl weitgehend durchgesetzt. Die Haltung des Wikipedia-Mitgründers und „benviolent dictators“ Jimbo Wales zu dem Thema ist schon lange, dass er bereit wäre, Werbung zu akzeptieren, sofern es der Verbreitung freien Wissens nützt. Die Community war bisher immer eher gegen Werbung eingestellt. Ändert sich das jetzt?

Leo Kofler

Einen interessanten Überblicksartikel über das Werk Leo Koflers bringt Linksnet anlässlich seines bevorstehenden 100. Geburtstages. Für uns daran vielleicht interessant: Der Versuch, Marxismus und Anthropologie zu versöhnen und ein Menschenbild, dass nicht nur Arbeit kennt, sondern auch Spiel.

Alan Cox patentiert DRM

Der bekannte Linux-Kernel Entwickler Alan Cox hat das Patent für DRM beantragt. Die Folgen für die RIAA bzw. andere DRM-Fetischisten könnten desaströs sein. (Reblogged from F!XMBR)

Bildung eines Serviceknotens für ein Kommunikationsnetz von Solidargemeinschaften

Bericht und Einladung

Der Vorschlag zur Bildung eines „Serviceknotens für ein Kommunikationsnetz von Solidargemeinschaften“ ausgehend vom Kongress „Solidarische Ökonomie“ fand interessierte Aufnahme. Ca. 30 Personen trafen bei dem entsprechenden Workshop zur Erörterung der Vorschläge ein. Zum Abschluss des Kongresses befestigte sich eine Gruppe, welche die ersten Schritte virtuell koordinieren will. Für Februar 2006 ist ein Arbeitstreffen in Kassel in den Räumlichkeiten der Kommune Niederkaufungen geplant, zu der alle, die sich aktiv einklinken wollen, eingeladen sind.

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Wikia-Suchmaschine: Hype oder Hoffnungsträger?

War es das „Winterloch“, oder wie kam es, dass Jimmy Wales, einer der Wikipedia-Gründer, mit seiner Geschäftsidee einer Suchmaschine, bei der die Nutzer/innen statt (wie bei Google) Algorithmen die gefundenen Seiten bewerten und damit ihr Ranking bestimmen, in jüngster Zeit so einige Furore machte?

Mit der Wikipedia hat das Projekt jedenfalls nichts zu tun, und wirklich neu ist die Idee auch nicht, wie Kurt Jansson, der Vorsitzende des deutschen Wikipedia-Vereins (und nebenbei Co-Gründer des Freie-Gesellschaft-Wiki) klarstellt:

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