Eine der größten Gefahren für Commons-Projekte ist, dass sich die Logik des Marktes in ihre Organisation einschleicht. Stefan Meretz (2012a) beschrieb das hervorragend (hier): „Selbstorganisation … scheitert oft dann, wenn sich fremde Logiken in das Commoning einschleichen“ (S. 63). Im Folgenden soll es um das umgekehrte Phänomen gehen: Commoning schleicht sich in Marktlogiken ein. Wie das? Die These lautet, dass sich Commoning in die Arbeitsorganisation von Unternehmen einschleicht, weil es darin doppelt funktional ist.
(mehr …)Kategorie: Theorie
Connecting immediate demands and communist transformation in the climate struggle – through commoning
A sentiment that is shared by many within the growing climate movement is that there is a connection between the capitalist mode of production and the climate crisis. In this piece, I will analyse this connection and explore what that means for transformational strategies towards eco-communism as well as immediate demands for fewer greenhouse gas emissions.
(mehr …)Ein Gespräch über Utopie
Ich hab mit Simon ein Interview über sein neues Buchprojekt zum Thema Utopie geführt. Hier könnt ihr es anhören:
Commonismus und Koordination
Tja, Corona schafft Zeit. Hier das nächste Video zu Koordination im Commonismus. Nach der Frage „geht das ohne Arbeitserpressung“ ja meist die zweitwichtigste. Ein paar Gedanken aus dem neuen Buch (und gerne offen für Diskussion 🙂 ). Danke vielmals an alle Menschen, die dazu Diskussionsbeiträge gemacht haben (gerade hier auf Keimform)!
Ismus oder Nicht-Ismus – das ist hier die Frage!

Nicht nur im Commons-Institut wird die Frage eifrig diskutiert, ob „auf eine bestimmte Art handeln, vorgehen“ (Wikipedia) einen „Ismus“ (so die Übersetzung aus dem Griechischen) verdient, oder ob es besser wäre, das zu vermeiden. Was ist eure Meinung? Hier kommt meine 🙂
(mehr …)A közösségi gazdálkodás strukturális közösségisége

[Hungarian translation of The Structural Commonality of the Commons from the book The Wealth of the Commons, to be appearing in issue 125 of the Hungarian magazine Eszmélet („Conciousness“), translated by Sebestyén György – great! Also available in German]
(mehr …)System Change & Commonismus
Leider wurde die System Change Konferenz von Ende Gelände wegen Corona abgesagt. Hier nun der Input von mir zu System Change. Der Vortrag gliedert sich in Kritik (Warum öko-soziale Markwirtschaft (&Ökostaatsplanwirtschaft) nicht ökologisch sein kann), Utopie ( Commonismus) und Transformation (Verhältnis von Kämpfen und Konstruktion von Keimformen). Have fun 🙂
Ein Softwarekonzept für ununterbrochenes Commoning – Beitrag und individueller Vorteil, […]

Im Zentrum dieses Teils steht die Kopplung von Geben und Nehmen bzw. – im eigentumsfreien Raum – die Kopplung von Beitrag und individuellem Vorteil. Erfahrungsgemäß wird dieses Moment der Software am stärksten kritisiert, denn eine unfaire Kopplung von Beitrag und individuellem Vorteil kann wiederum Momente des Leistungszwangs und der Konkurrenz hervorbringen, wie wir sie aus dem kapitalistischen System kennen und die wir im Commoning nicht haben wollen. Die Frage ist also: Wie kann Fairness im softwarevermittelten Commoning hergestellt werden?
(mehr …)Vortrag: Rätekommunismus, Commonismus und die Frage nach der Überwindung des Staates

Zeit: Do, 23.1., 19 Uhr; Ort: OM 10, Großer Saal, Göttingen; FB-VA: https://www.facebook.com/events/771269823359526/; Simon Sutterlütti referiert
Das Thema Utopie ist wieder auf der Agenda. Klimakrise, globale Ausbeutung und Rechtsruck stellen die Frage nach einer Alternative zu Kapitalismus und Realsozialismus. Die Antworten der (radikalen)Linken sind nur ansatzweise vorhanden. Von Rätekommunist*innen wird daher eine »Verständigung über die Grundzüge der klassenlosen Gesellschaft« eingefordert (1). Früher schien es für viele Marxist*innen klar, dass eine staatliche Struktur Informationen bündeln und Entscheidungen fällen sollte. Nach historischen Pleiten und radikalisierter Staatskritik stellt sich nun erneut die Frage, wie Besonderes und Allgemeines zu vermitteln sind. Was kann an die Stelle des Staates treten? Rätestrukturen? Schlagen diese Räte nur Entscheidungen vor oder benötigen sie eine Institution, diese Vorschläge gesellschaftlich durchzusetzen – und wäre diese nicht quasi-staatlich? Ist der Commonismus eine Alternative zum Rätekommunismus? Existieren andere emanzipatorische Alternativen jenseits von Staat und Markt? Was können die Ansätze voneinander lernen?
(mehr …)Ein Softwarekonzept für ununterbrochenes Commoning – Fähigkeiten, Qualifikation, Tätigkeitsgewichtung

Auf reiner Prozessebene kann das Ideal der hier beschriebenen Vermittlungsform zur effizienten Bedürfnisbefriedigung folgendermaßen ausgedrückt werden: Möglichst wenig Aufwand. Dieser ergibt sich aus möglichst wenigen unterschiedlichen Mitteln, die möglichst vielfältig verwendet werden können und möglichst lange haltbar sind. Weiter auch aus möglichst geringen Anforderungen an Fähigkeiten und Qualifikationen bei den Tätigkeiten, welche für die Herstellung und Erhaltung der Gesellschaft notwendig sind, damit möglichst viele Personen sich diesen annehmen, sprich: zuordnen können.
(mehr …)