Kategorie: Medientipp

Aufruf gegen die Massenüberwachung: Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei

Logo der Autor_innen-Gruppe: Writers Against Mass SurveillanceEine Gruppe von Autor_innen, unter anderem Juli Zeh, hat sich in dem im folgenden dokumentieren Aufruf gegen die von der NSA und wohl praktisch allen anderen Geheimdiensten dieser Welt angestrebte Totalüberwachung aller digitalen Kommunikation ausgesprochen. Die, wie wir seid Edward Snowdens Enthüllungen wissen, heute schon in erschreckend großen Teilen Realität ist.

Über 500 Schriftsteller_innen haben den Aufruf unterschrieben, darunter Großmeister_innen wie Arundhati Roy, Umberto Eco und Margaret Atwood sowie Nobelpreisträger_innen wie Orhan Pamuk, Elfriede Jelinek und auch der unsägliche Günter Grass, zudem Künstler_innen wie Björk.

Inzwischen kann man den Aufruf auch auf change.org unterschrieben, und ich habe das (natürlich) gemacht. (mehr …)

Neuer Commons-Blog: CommonsSenses

CommonsSenses ist der Blog von Johannes Euler — »a Political Ecommonist’s blog«, wie er im Untertitel schreibt, »that will deal with questions of the Commons from a theoretical, practical, and movement perspective«, wie er ganz unten in der Seite ergänzt. Den Begriff der »Ecommony« als Wortverbindung von Economy und Commons übernimmt er von Friederike Habermann. Folgenden Vortrag (englisch) zur Einführung in die Commons-Problematik möchte ich empfehlen:

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Open Hardware Round Table

Interview conducted by Michel Bauwens (P2P-Foundation) with Joe Justice (Wikispeed), Smàri Mc Carthy (IMMI), Jaromil Rojo (dyne.org), Anna Seravalli (Researcher on Makerspaces) and Chris Watkins (Appropedia). The interview took place at the Economics and the Commons Conference in Berlin, 22 to 24 May 2013.

Elevate-Interview

Das Elevate-Festival vom 23.-27.10.2013 in Graz war ein großes Ereignis. Alle Referent_innen wurden interviewt. Ich bekam diese Fragen: Welche Frage stellen Sie sich auf die Frage „Open Everything“? Wo ziehen Sie die Grenze zwischen offenen und privaten Informationen? Was stört Sie am aktuellen Wirtschaftssystem? Ist ein Systemwechsel ohne Zusammenbruch möglich? Wie kann man sich am System der Commons beteiligen ohne das aktuelle zu verlassen? Meine Elevate-Vorträge veröffentliche ich demnächst.

Anti-Reparatur-Manifest

Die Wiener Streifzüge haben ein beachtenswertes Manifest veröffentlich: kurz, lesbar und radikal. Wir reposten es hier (als Copyleft):

Repariert nicht, was euch kaputt macht!

Gegen das bürgerliche Dasein – für das gute Leben!

Streifzüge-Redaktion

1.

Durch die Politik können keine Alternativen geschaffen werden. Sie dient nicht der Entfaltung unserer Möglichkeiten und Fähigkeiten, sondern in ihr nehmen wir bloß die Interessen unserer Rollen in der bestehenden Ordnung wahr. Politik ist ein bürgerliches Programm. Sie ist stets eine auf Staat und Markt bezogene Haltung und Handlung. Sie moderiert die Gesellschaft, ihr Medium ist das Geld. Sie folgt ähnlichen Regeln wie der Markt. Hier wie dort steht Werbung im Mittelpunkt, hier wie dort geht es um Verwertung und ihre Bedingungen.

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Cologne Commons Conference 2013

Header_CC_Conference

Die Cologne Commons Conference findet am 17. und 18. Oktober an der Uni Köln statt. Sie möchte zur Stärkung der Commons-Bewegung in Forschung und Lehre, Kunst und Kultur, sowie dem alltäglichen Leben beitragen. Sie möchte die Vorteile von zunehmend frei zugänglichem Wissen, Forschungsergebnissen, Kulturgütern oder gemeinschaftlich genutzten (und gepflegten) natürlichen Ressourcen herausarbeiten. Gleichzeitig sollen Vorbehalte gegenüber einer solchen „freien Verfügbarkeit“ diskutiert und auf konkrete Probleme eingegangen werden, die mit der gemeinsamen Nutzung und Pflege von Gemeingütern einhergehen.

Denn: Allmenden (Gemeingüter, Commons) sind keine Ressourcen. Sie sind eine Art und Weise, wie Menschen gemeinschaftlich mit Ressourcen umgehen: Sie gehören keinem Einzelnen, aber auch nicht niemandem. Sie beruhen auf Nutzergemeinschaften, die sie vor Zerstörung schützen, sie pflegen und sie weiterentwickeln. So verschieden die Menschen und die Ressourcen, die genutzt werden, so verschieden die Form von Gemeingütern. Hier zum Programm und den Referent_innen.

On Cognitive Surplus and Generosity

EN: Clay Shirky’s talk from 2010 is still valid: What do we do with 3 Trillion hours of spare time? Changing society!

DE: Clay Shirkys Vortrag von 2010 ist aktuell: Was machen wir mit 3 Millarden Stunden freier Zeit? Gesellschaft verändern!

Pirates and the Commons

Kester Brewin: »We need a new community of pirates, men and women committed to defending the commons and standing up to the excesses of enclosed wealth. So, put down your iPads and put on your eye patches!«

Zum 1. Mai: Film gegen die Arbeitsreligion

In seinem Film »Frohes Schaffen — ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral« attaktiert Konstantin Faigle einen heiligen Gral: die Arbeit. Ganz unausgewogen, also mit einer deutlichen Haltung, nimmt er die Absurditäten der verrückten Arbeitsgesellschaft auf’s Korn. Ab morgen in deutschen Kinos. In einer Aspekte-Sendung wurde der Film vorgestellt:

Update: Im Casablanca Nürnberg gibt’s morgen, 2.5.2013, um 19:00 Uhr eine Premierenvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion.