Kategorie: Medientipp

Buch »Postmonetär denken« erschienen

Das Evaluationsprojekt »Die Gesellschaft nach dem Geld. Eröffnung eines Dialogs« ist abgeschlossen. Ergebnis ist ein Dialogband, der auf Deutsch und Englisch erscheint. Das deutsche Buch ist nun unter dem Titel »Postmonetär denken« bei Springer VS erschienen. Leider ziemlich teuer und propietär.

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt: Das Nachfolgeprojekt »Die Gesellschaft nach dem Geld. Eine Simulation« steht in den Startlöchern. Mehr Informationen dazu demnächst.

Rezension: Dario Azzellini (2018) »Vom Protest zum sozialen Prozess«

Rezension: Dario Azzellini (2018). Vom Protest zum sozialen Prozess. Betriebsbesetzungen und Arbeiten in Selbstverwaltung, VSA, Hamburg 2018.

In seiner Dissertation über Venezuela untersuchte Dario Azzellini die soziale Transformation und die kommunalen Räte im Spannungsfeld zwischen Selbstorganisation und Staat. Nun hat er sich dem internationalen Phänomen der “Rückeroberten Betriebe unter Arbeiter*innenkontrolle” (RBA) zugewandt. Die Leitfrage der Flugschrift lautet: “Ist es möglich, im Kapitalismus ‘anders’ zu arbeiten und damit die Perspektive einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft jenseits des Kapitalismus aufzuzeigen und zu eröffnen?” (7)

Um dem nachzugehen hat Azzellini Feldforschung in dutzenden RBA weltweit betrieben. Anschaulich werden verschiedene Erfahrungen in Europa, im Mittelmeerraum, den USA und in Lateinamerika beschrieben, um daraus anschließend Gemeinsamkeiten abzuleiten. Da es sich bei drei der vier Kapitel um Überarbeitungen bereits erschienener Artikel handelt, wiederholen sich manche Sätze. Dies stört jedoch nicht weiter.

(mehr …)

150 Jahre „Das Kapital“ in der SZ

Die Süddeutsche Zeitung hat ein Dossier zum 150. Jahrestag des Erscheinens von Karl Marx‘ Kapital gemacht. Da durften die Volontär*innen der SZ ran. Sie hat „Experten befragt“, tatsächlich Frauen und Männer. Alle Antworten sind online nur hinter einer Paywall zugänglich. Die mir gestellte Frage lautete:

Was hätte Marx dazu gesagt, wenn Roboter die Arbeit von Menschen übernehmen?

Ich habe die Antwort von unterwegs geschrieben, und es ging hin und her. Die letzte Version ist nicht von mir. Ich habe sie erst in der Zeitung gelesen. So sieht sie aus (abgetippt):

(mehr …)

Die Welt reparieren

die-welt-reparierenSehr cooles Buch! Gibt’s haptisch in bunt für 20 Euro und im freien Download – thanks Transcript. Eine Buchvorstellung gibt’s am 28.11.2016 in Berlin.

Intro: Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen und Problemen kollektiv bearbeitet werden. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisch orientiertes Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt und zugleich nach ökologisch und sozial sinnvollen Lösungen für grundlegende Formen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie sowie für alle zugängliche Technik gesucht.

Dazu ein inspirierendes Video vom Festival offener Werkstätten von 2015:

Die »Grundlegung der Psychologie« verstehen

Die »Grundlegung der Psychologie« lesen… ist nicht so einfach! Und deswegen gibt es auf der Ferienuni Kritische Psychologie 2016 nach 2012 von mir wieder einen vierteiligen EinführungsWorkshop in das Hauptwerk von Klaus Holzkamp, in dem er wesentliche Theoriegrundlagen der Kritischen Psychologie formulierte. Die Einführung stützt sich auf mein Buch (auch als PDF verfügbar), das eine Lesehilfe bieten soll.

Das Einführungsbuch soll also helfen, die Grundlegung der Psychologie zu verstehen. Mein Anspruch ist jedoch, dass die Einführung auch ohne die Grundlegung gelesen werden kann. Dann allerdings muss das Verständnis auf einer etwas allgemeineren Ebene verbleiben. Mit Hilfe von 36 meistens farbigen Abbildungen und 252 Glossareinträgen versuche ich gleichwohl die zentralen Konzepte und Begriffe zu erklären.

Keimformen auf Andymon

Buchcover

Beim Wiederlesen einiger utopischer Romane bei der Beschäftigung mit dem Thema einer geldfreien Utopie stieß ich wieder auf den Roman von Angela und Karlheinz Steinmüller: „Andymon“ aus der DDR von 1982. Das Thema „Geld“ gibt es dort gar nicht, so selbstverständlich geht’s auch ohne. Wenn man auf der Suche nach gesellschaftlichen Möglichkeiten außerhalb ausgetretener kapitalistischer oder realsozialistischer Pfade ist, gibt es in diesem Roman viele Anregungen. (mehr …)