Kategorie: Commons

Commons als Grundlage einer neuen Produktionsweise

Das ist der Titel meines Vortrags bei der COM’ON-Tagung am 10.12.2011 in der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Da die Audio-Aufzeichnung vor Ort misslang, habe ich den Text neu eingesprochen, um daraus den folgenden Slidecast (Folien + Ton) zu erzeugen.

Download der Folien (ODP)

Einige Bilder von der Veranstaltung gibt’s in der Zukunftswerkstatt Jena.

Commons Based queer Production

Auf diesem Schild bin ich das erste mal dem vom üblichen „Commons Based Peer Production“ abweichenden Begriff „Commons Based queer Production“ begegnet. Ich bat die Schildermaler_innen um eine Erläuterung. Here we go:

Mit dem Begriff “commons based queer production” beziehen wir uns auf die bei oekonux, keimform und anderen ausgearbeiteten Konzepte einer neuen kommunistischen Produktionsweise jenseits von Staat und Markt. Die Idee wurde angesichts tatsächlicher Produktionen im Bereich freier Software entwickelt, die auf offenen Codes und freiwilligen Beiträgen beruhen. Die “peers” kommunizieren untereinander über die zu erledigenden Aufgaben und Ziele, wie auch über die Mittel zu ihrer Erreichung. Die erstellten Produkte können frei zirkulieren (können frei heruntergeladen und kopiert werden), werden also nicht warenförmig. (mehr …)

COM’ON to the Commons

Wie schon mal angekündigt, findet am Sa, 10.12.2011, eine Commons-Tagung in der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. Dazu gibt es nun ein nettes Einladungs-Filmchen:

Die Auflösung der Geschichte gibt’s auf der Tagung 🙂

Commons-Sommerschule

Vom 9. bis 12. Vom 22. bis zum 30. Juni 2012 an luxuriösen acht Tagen findet im Kulturhof Bechstedt in Thüringen die erste Commons-Sommerschule statt. Sie richtet sich an Aktivistinnen und Aktivisten aus der Commons-Bewegung und solche, die es werden wollen. Ein erstes Programm gibt es auch schon.

Das Vorbereitungsteam hat eine Förderung durch Wikimedia-Foundation Deutschland e.V. beantragt und sich um den Publikumspreis beworben. Wer die Commons-Sommerschule unterstützen möchte, kann für das Projekt 24 eine Stimme abgeben. [via]

Wachstumszwang frisst Yasuní

Der Yasuní-Nationalpark ist bekannt geworden, weil die Ecuadorianische Regierung etwas verrücktes getan hat: Der Nationalpark sollte bleiben wie er ist. Das ist deswegen »verrückt«, weil der kapitalistische Wachstumszwang es gebietet, auch das letzte Stück Erde aufzureissen, um die benötigten fossilen Energiegrundstoffe herauszuholen — im Falle von Yasuní Öl. Was bedeuten da schon Respekt vor bislang unkontaktierten indigenen Völkern, Schutz der Biodiversität und die Vermeidung von 407 Mio. Tonnen CO2-Emissionen.

Für Ecuador ist das Öl dringend benötigtes Geld. Mit der Yasuní-ITT-Initiative war Ecuador bereit, auf die Ölförderung zu verzichten, wenn im Gegenzug die Hälfte der zu erwartenden Einnahmen kompensiert würden. Es wurde ein UNO-Treuhandfonds eingerichtet, auch die BRD war zunächst bereit einzuzahlen. Diese Zusage hat das zuständige Entwicklungsministerium nun geknickt. Damit ist die Initiative akut bedroht. Weitere Informationen findet ihr im CommonsBlog, beispielsweise das (2008), das (2010) und aktuell das.

Das Kampagnennetzwerk Avaaz sammelt Unterschriften, um den Haushaltsausschuss des Bundestages zu bewegen, die zugesagten Gelder doch noch freizugeben. Verrückterweise.

COM‘ ON!

Gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung haben einige von uns eine Commons-Tagung organisiert. Sie findet statt: 10.12.2011, 11:00–17:30 Uhr, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin. Begrenzte Plätze, rasch anmelden (s.u.)! Hier die Einladung (Flyer als PDF):

COM‘ ON! — Die alte Eigentumswelt dreht sich

Commons haben das Zeug zu einer neuen großen Erzählung. Haben sie? Was ist das Neue an den Commons, was unterscheidet sie von Kommune und Kommunismus, von Gemeineigentum und Öffentlichem  – und was verbindet sie? Was bedeutet die Aussage, Commons bewegten sich «jenseits von Markt und Staat»? Was können die Commons, die Commoner – und was nicht? Welche Rolle spielen Commons bei der OccupyBewegung? Dreht sich die alte Eigentumswelt? Und was heißt das für die Linke(n)?
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Die Ideologie der »Tragik der Gemeingüter«

Was ist Ideologie? Darauf kann man differenziert antworten oder schlicht feststellen: Ideologie ist, wenn Unsinn durch penetrante Wiederholung den Anschein einer »Erklärung« bekommt. Genau das geschieht mit der Erzählung der tragedy of the commons, zu deutsch: Tragik der Allmende (Unbekannt? Weiter unten gibt’s eine Erklärung). Die Ideologie-Tragödie wird nun abermals von der Süddeutschen Zeitung aufgeführt:

Wenn nüchterne Akademiker theatralische Metaphern verwenden, sollte man hellhörig werden.

Wenn Artikel so anfangen, folgt die »Tragödie« postwendend. (mehr …)

Ein praktikabler Ansatz in der Eigentumsfrage?

Das fragt sich Günter Krause in der »Hellen Panke«, dem Berliner Teil der Rosa-Luxemburg-Stiftung, und meint damit — die Commons! So langsam entdeckt die LINKE die Commons. Liegt aber in der Fokussierung auf die viel beschworene Eigentumsfrage nicht bereits eine Blickverengung? Wer will kann das überprüfen am 10.11.2011, 19:00 Uhr, in der Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin. Eintritt: 1,50€

Hier der offizielle Einladungstext: (mehr …)

Elevate-Interview

Dieses Interview habe ich letzte Woche auf dem Elevate-Festival in Graz gegeben. Themen waren u.a. Peer-Produktion, Freie Software und andere Commons, Apple vs. Android), Crowdsourcing, Peer-Produktion und der Markt.

Elevate Interview Christian Siefkes vom Elevate Festival.

Weitere Videos mit Elevate-Teilnehmer/innen gibt es auf der Website des Festivals.

Is demonetization a really good idea?

Recently a companera asked me, if it really is such a good idea to start from abolishing money, since it seems to enhance freedom and quality of life especially for the most poor of us. I thought about it for a while and than answered that I do not see evidence for that.

Over the last year, I read and thought a lot about Tanzania (as a case study for the land grab, the results are partly published in German). Having now quite a good picture of the situation in Tanzania (and some overview of the situation in Africa as a whole), I doubt that money ever did any good job there.

Actually, I would say, things are getting increasingly worse particularly because of monetary relations.

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