Kategorie: Commons

Peer-Commonismus

Am 13.06.2013 habe ich an der Uni Göttingen einen Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Marktwirtschaft, solidarische Ökonomie, Peer-Commonismus« gehalten. Hier zum Hören und Schauen als Slidecast (Folien [PDF|ODP) plus Audio [OGG|MP3]).

In memoriam Gunnar

gunnar-05-2012Klangmeister Gunnar Pfeifer, Gründer und Mastermind der freien Kunstplattform Neppstar ist am 22.5.2013 im Alter von 48 Jahren unerwartet in Griechenland an einer Herzattacke gestorben und wurde einige Tage später auch dort begraben.

Gunnar war ein ganz besonderer, herzlicher Mensch, seine Leidenschaft war die Musik und sein Lebensmotto »Frohsinn!« Seine Vision, der er sich in den letzten Jahren widmete, war eine solidarische Welt, in der Geld keine Rolle spielt. Als Komponist, Musiker und Tontechniker setzte er das für sich selbst seit 10 Jahren konsequent um, indem er seine eigene und die Musik und Kunst von Gleichgesinnten über diese Internetplattform und in Form von CDs (insbesondere die Serie »Raubkopie«) verschenkte.

Wir haben nicht nur einen ideenreichen Künstler, sondern auch einen unersetzbaren Freund verloren. Wir vermissen ihn sehr.

Freund_innen versuchen das Projekt Neppstar im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterzuführen. Gunnars vielseitiges Schaffen ist auf Radio Neppstar (Playlist) zu hören. Hier sein Lied »Wozu«:

 

[Update]

Die CD „In memoriam Gunnar“ ist jetzt samt Cover im WAV, OGG und MP3-Format ist frei verfügbar.

 

The Promise of the Commons

[Repost from Shareable, License CC-by]

An Interview with David Bollier

by Cat Johnson

david-bollierDavid Bollier is no stranger to politics. The author, activist and independent commons scholar worked for Ralph Nader in the late-’70s and early-’80s, he’s a policy strategist and he has participated in or founded numerous public interest projects. But, over the years, he found himself increasingly disillusioned with political activism.

“I’d sort of been a good activist liberal,” he says. “But by the late-‘90s I had come to realize that liberalism and traditional civic activism and political activism, even within conventional NGOs, was not going to do the trick.”

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»Streifzüge«-Schwerpunkt zu Keimformen

streifzuege-logoDas könnte spannend werden: Die Redaktion des Wiener Magazins Streifzüge plant für das Frühjahr 2014 das Thema »Keimform« als Schwerpunkt. Die Koordination des Schwerpunkts habe ich übernommen. Nachfolgend das Call for Papers mit den Modalitäten zur Beteiligung:

Generationen emanzipatorisch bewegter Menschen haben sich die Köpfe heiß geredet, ob die Reform der Revolution vorzuziehen sei oder umgekehrt. Die Konzepte von Reform und Revolution verkörpern zwei Pole der objektiven Herausforderungen gesellschaftlicher Transformation hin zu einer freien Gesellschaft. (mehr …)

How Does P2P Differ From Other Forms of Collaboration?

world-and-us[Repost with permission (ask here) from a series of articles on P2P & Marxism: part 2, read part 1 here]

By Jonathan Clyne

Collaboration has existed before P2P production and many different forms continue to exist side by side with it. It could therefore be easy to dismiss P2P as nothing new under the sun. Yet that would be a mistake. Several things make P2P unique. In order to understand that it is worth comparing with other forms of collaboration.

The most common form of collaboration, outside the private sphere, exists at any workplace. Simply in order to get the work done people must collaborate. Superficially, it would be easy to identify the difference between P2P and other collaboration on the work place by saying that collaboration at a workplace is based upon bosses deciding and ‘creating’ a team. Formally speaking that is true, but in practice, collaboration at most workplaces is, like P2P, more of a bottom up collaboration.
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Parecon versus Peer-Produktion Teil 3

Contraste-Logo[Aus der Juli/August-2013-Ausgabe der Contraste; Übersetzung: Brigitte Kratzwald.]

Gekürzte deutsche Übersetzung einer Diskussion zwischen Michael Albert und Christian Siefkes. Nachdem in Teil 1 und 2 (CONTRASTE Nr. 342 und 344) über Alberts Konzept PARECON diskutiert wurde, stellt Christian Siefkes im dritten Teil „Peercommony“ vor. Die Antwort von Michael Albert und die Replik von Siefkes folgen im vierten und letzten Teil.

Peercommony – Eine Welt ohne Geld und Zwang

Manche glauben, eine Welt, in der die Produktion von Menschen organisiert wird, die freiwillig und auf gleicher Augenhöhe zum Nutzen aller miteinander kooperieren, sei reine Utopie, weil eine solche Gesellschaft noch nie existiert hat oder weil sie gegen die menschliche Natur sei. Das heißt aber nicht, dass es sie nicht in Zukunft geben könnte und was die „menschliche Natur“ betrifft, so werden Menschen von der Gesellschaft ebenso geformt wie die Gesellschaft von ihnen.

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Martinus-Interview

Die Kirchenzeitung der Diözese Eisenstadt (Österreich) martinus hatte mich vor dem Kongress Solidarische Ökonomie in Wien interviewt. Leider ist das Interview nicht mehr auf der Website zu finden. Da mich schon einige Leute nach dem Interview gefragt haben, veröffentliche ich hier die (ungekürzte) Fassung.

Martinus: Etwa 1.000 Teilnehmer werden in der kommenden Woche zum Kongress »Solidarische Ökonomie« in Wien erwartet. Ein Haufen Idealisten?

Stefan Meretz: Ein Haufen besorgter Menschen, die den Schritt aus der Passivität heraus gewagt haben, würde ich sagen. Sie wollen gemeinsam beraten, was getan werden kann und was schon getan wird, damit sich in der Gesellschaft etwas ändert.

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Was ist eigentlich „solidarisch“ an der „Solidarischen Landwirtschaft“?

Prinzipien für eine Solidarische Landwirtschaft die über die Geldlogik hinaus weist.http://superpolar.org/wp-content/uploads/2013/02/nclarge.png

Prinzip:

Bedarfserhebung im Unterstützer*Innen-Kreis

 Umsetzung:

  • Zur Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft wird der Bedarf der Unterstützer*Innen an verschiedenen Produkten erhoben. Dann wird jährlich eine Befragung unter den Unterstützer*Innen durchgeführt, in der deren Zufriedenheit mit Menge und Qualität der Produkte festgestellt wird. So nähern sie die Bäuer*Innen in der Anbauplanung immer weiter dem exakten Bedarf der Unterstützer*Innen an.

Warum:

  • Trotz Marktforschung wird in der Marktwirtschaft ins Blaue hinein produziert. Weil man weiß nicht was die Konkurrenten tun. Es gibt keine Bedarfserfassung sondern man hofft, dass man seine Waren, loswird. Wenn das nicht klappt greift man zum Marketing. Und dann landet der Großteil des Produzierten auf dem Müll. All das ist absurd und sollte in der Solidarischen Landwirtschaft anders sein.

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Commoning und Commons

streifzuege58[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Die globale Commons-Bewegung tut sich schwer mit der konsensualen Bestimmung ihres ureigenen Gegenstands, den Commons. Wie bei anderen emanzipatorischen Ansätzen so findet auch hier ein mühsames Freischwimmen aus den bürgerlichen Bedeutungsbesetzungen statt. Jede partielle Klärung wirft sogleich neue Fragen auf, und immer wieder geht es ums Ganze.

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