Monat: Februar 2016

„Solidarische“ als „Nicht-Kommerzielle“ Landwirtschaft

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"

Jeder nach seinen Fähigkeiten,
jedem nach seinen Bedürfnissen!

Karl MarxKritik des Gothaer Programms

Unser Projekt [1]

Die CSA Freudenthal [2] ist ein jährlich wechselndes Kollektiv von bisher 5–7 „Gärtner*Innen“, das mit einer Gruppe von ca. 90 Personen, den „Begärtnerten“ eine Gemeinschaft bildet, die durch die Bearbeitung von knapp 1,5 ha Ackerfläche im nordhessischen Witzenhausen-Freudenthal ganzjährig mit Gemüse voll versorgt wird. Es besteht nun seit gut 4 Jahren und ist beständig gewachsen.

Wann und wie viel die Gärtner*Innen in diesem Projekt arbeiten; nein besser, tätig sein wollen, wird von jeder*m einzelnen selbstverantwortlich und je nach Bedürfnissen (flexibel) festgelegt und im Kollektiv vereinbart. Der Teil der finanziellen Bedürfnisse, der über das Projekt befriedigt werden soll, wird weitgehend unabhängig von dieser Tätigkeitszeit bestimmt. Es gibt also einen Bedarfslohn, der mit den laufenden Betriebskosten (inkl. Abschreibungen für Investitionen) zu den Gesamtkosten, dem sogenannten „Budget“ einer Jahresproduktion zusammengerechnet wird.

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Transformationskonzepte im Vergleich

Beim Stuttgart Open Fair Forum 2016 habe ich einen Vortrag gehalten, in dem ich drei Transformationskonzepte miteinander verglichen habe. Hier die Folien (ODP, PDF) und die Audio-Aufzeichnung (OGG, MP3), aus der Diskussionsbeiträge herausgeschnitten wurden.

 

SoliLa! Gutes Essen für Alle – und zwar umsonst!

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"SoliLa! steht für Solidarisch Landwirtschaften! und ist ein Kollektiv, das aus einer Landbesetzung 2012 in Wien entstand. Unser Anliegen ist es, uns die Gestaltung von Lebensmittelproduktion (wieder)anzueignen und eine antikapitalistische, kleinstrukturierte, solidarische StadtLandwirtschaft aufzubauen. Wir wollen Grün- und landwirtschaftliche Flächen in der Stadt erhalten und einen emanzipatorischen Ort schaffen, an dem der Austausch und die Weitergabe von dissidentem Wissen möglich ist.

Solidarisch Landwirtschaften bedeutet für uns, bedürfnisorientiert, nicht-kommerziell und kollektiv zu arbeiten, die Trennung zwischen Konsumierenden und Produzierenden ein Stück weit aufzubrechen und das geerntete Gemüse all jenen zur Verfügung zu stellen, die es benötigen.

Solidarisch Landwirtschaften heißt für uns auch, bestehende linke autonome Strukturen und Netzwerke in Wien um die selbstbestimmte Produktion von Essen zu bereichern und verschiedene politische Gruppen und Räume mit Gemüse zu versorgen. Diese Saison (2014) zählten zwei Wagenplätze, zwei Hausprojekte, zwei Kost-nix-Läden, ein selbstverwaltetes Café sowie unsere eigenen Mägen zu den un/regelmäßig Abnehmenden.

Im Sinne einer solidarischen StadtLandwirtschaft setzen wir uns außerdem mit stadtpolitischen Fragen auseinander und verstehen uns als Teil der Recht-auf-Stadt-Bewegung ebenso wie der Bewegung für Ernährungssouveränität.

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Ackerkollektiv Wurzeltrotz

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"Das Ackerkollektiv Wurzeltrotz ist eine Marburger Gruppe, die seit fast 2 Jahren gemeinsam Gemüse anbaut, verteilt, isst und darüber diskutiert.

Wir bewirtschaften eine Fläche von ca. 700 m2, die wir bisher umsonst nutzen konnten, und kultivieren dort verschiedenstes Gemüse, Kartoffeln, Getreide, Saaten und Tabak. Dabei ist es uns wichtig, vegan und umwelt-, vor allem bodenschützend zu arbeiten. Außerdem probieren wir hier neue kollektive Arbeits- und Lernformen aus, versuchen zum Beispiel, mit Geschlechter- und Wissenshierarchien anders umzugehen und ohne Druck zu arbeiten. Wir hatten zwar bisher einen „harten Kern“ von drei bis fünf Leuten, aber meist kommen auch andere Menschen dazu, um mitzumachen.

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Initiativenhof Karl/a/shof

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"Der Karlshof ist ein landwirtschaftlicher Hof, den die Projektwerkstatt auf Gegenseitigkeit (PAG) [1] Gruppen zur Nutzung überlässt, so dass sie dort ihre Projekte realisieren können. Wenn eine Gruppe scheitert bzw. ihren Projektzielen nicht mehr gerecht wird, verlässt sie den Hof, und die PAG sucht wiederum neue Gruppen, die den Hof nutzen wollen.

Im Jahr 2013 hat sich unter dem Namen „April-April“ eine Gruppe zusammengefunden, die zunächst als Zwischennutzung für ein Jahr von April bis April, den Hof belebt.

Vorerst war diese Nutzung auf ein Jahr begrenzt; mittlerweile ist die „April-April“-Gruppe im dritten Jahr mit ihren nichtkommerziellen Initiativen auf dem Hof und entwickelt Perspektiven einer längerfristigen Nutzung des Karlshofs.

Hinter der Idee eines „Initiativen-Hofes“ versteckt sich im Kern folgende Idee: mehrere Grüppchen, die nichtkommerzielle Praxis betreiben – auf dem Acker, im Garten, beim Holzmachen, in Tischlerei und Schlosserei – haben Freiraum für ihre jeweiligen Tätigkeitsfelder und entscheiden aber über die Belange des gesamten Hofes gemeinsam.

Die Entscheidungen beziehen sich beispielsweise auf die Instandhaltung der Gebäude und Maschinen auf dem Hof, auf Finanzen oder auf Anfragen von interessierten Gruppen und werden in einer monatlichen Vollversammlung im Konsens getroffen.

Zu dieser Vollversammlung (VV) zählen im Moment ca. fünfundzwanzig Menschen. Nicht alle Menschen aus den Initiativen engagieren sich in der VV. Und mehr als die Hälfte der VVies leben nicht auf dem Hof.

Im Gegensatz zu einer festen Hofgruppe, die sich möglicherweise schon über einen längeren Zeitraum der Hofsuche hinweg kennengelernt und feste Gruppenstrukturen entwickelt hat, bedeutet das Initiativen-Hof-Konzept sehr viel mehr Bewegung, Beweglichkeit, Veränderbarkeit.

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Getreide-Ini auf dem Karlshof

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"Von Feldromantik befreit ist nun wieder Korn-Crew-Zeit.

Es hackelt und wackelt die Getreide-Ini vom Karlshof, zwischen Ernte und Aussaat drehen sich Köpfe und Motoren um Theorie und Praxis der Nicht-Kommerziellen-Landwirtschaft.

Sieben sind wir, die alle nicht vor Ort wohnen, vorher kaum von Ackerbau tangiert, dilettantischen Mutes sich Sommers 2013 als neue Initiative auf dem Karlshof ausriefen, mit dem Vorhaben des Nicht-Kommerziellen-Getreideanbauens.

Das erste Roggen-Jahr ging rauf und runter, mit Menschlichem, Maschinellem, Natürlichem und Nicht-kommerziellem.

mit ufff und ohh ja – > Gruppe sein: kennenlernen, auseinandersetzen, plenieren, feedbacken, sich verlieren, bei sich bleiben, was wie kommunizieren, bedürfnisorientiert, blabla.., Ergebnisse anstreben, abgrenzen + abschalten, Spieleabend, Spazierengehen …

mit pflügenden Feldfurien und Ackerungeheuer ZT die maschinelle Aufwendigkeit von Ackerbau erfahren.

Traktor kaputt-schon wieder! Das Ding dahinter auch! Das Ding zur Bodenbearbeitung, will also geschweißt, geflext, gebogen, verschraubt, gefettet, gehätschelt und betätschelt werden!

und was Traktor alles will … (dazu machen wir vielleicht mal einen Liederabend :)) …

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