Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Bedürfnisse ERmitteln oder VERmitteln?

Wie wird aus gesellschaftlichen Bedürfnissen Produktion? Das war die interessante Fragestellung bei der Jahrestagung der Loccumer Initiative, zu der ich eingeladen wurde. Warum weder Markt noch Plan eine Antwort sein können und warum stattdessen die commons-basierte Peer-Produktion der richtige Ansatz ist, habe ich in einem Vortrag dargestellt:

Loccumer, Diese Projekte hatte ich während der Diskussion erwähnt:

Kategorien: Commons, Medientipp, Theorie

6. April 2012, 07:03 Uhr   3 Kommentare

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Die soziale Steuerung von Open Source (Teil 8)

[Letzter Teil des Interviews mit George Dafermos: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7]

Neal Gorenflo: Manche Leute behaupten, dass die FOSS-Community wenige originelle Produkte hervorbringt, sondern vor allem gut darin ist, freie Versionen von privatwirtschaftlich produzierten innovativen Produktion zu entwickeln. Wie siehst du das?

Das ist tatsächlich ein weit verbreiteter Irrtum. Manche glauben, dass FOSS-Techniken nur Reimplementierungen von in proprietären Programmen schon umgesetzten Funktionen sind. Dabei betrachten sie aber nur einige Projekte und übersehen, wie reichhaltig und vielseitig das FOSS-Ökosystem insgesamt ist. Dieses Vorurteil habe ich zum Beispiel von mehreren Akademiker_innen aus den Sozialwissenschaften gehört. Warum denken sie das? Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Freie Software, Praxis-Reflexionen

18. März 2012, 07:12 Uhr   2 Kommentare

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Grundkurs »Marktwirtschaft«

Lothar Galow-Bergemann hat am passenden Ort (im Karl-Marx-Haus in Trier) einen Vortrag gehalten, der den Titel trägt »Warum kann die Politik die Misere der Wirtschaft nicht stoppen?« Zwar geht der Referent auch auf »die Politik« ein, aber das eigentlich nur am Rande. Der größte Teil des Vortrag ist eine sehr verständliche Einführung in die Marktwirtschaft (aka Kapitalismus).

Hier anhören (54:36 Minuten):

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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Kategorien: Medientipp, Reichtum & Knappheit, Theorie

18. Februar 2012, 07:19 Uhr   Kommentieren

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Landgrabbing ist Agrarimperialismus

… stellt der Wirtschaftsjournalist Tomasz Konicz fest. Damit weist er ungenannt die Überlegungen der bekannten Commons-Forscherin Ruth Meinzen-Dick zurück, die im großflächigen Aufkauf von Land (Landgrabbing) eine Chance für Investitionen und Jobs in Entwicklungsländern erblicken wollte — und damit Irritationen in der Commons-Community ausgeöst hat.

Konicz stellt klar, dass die neuen Agrarstrukturen — Abbau von Subventionen, Landverkauf, Marktöffnung — den armen Ländern im Rahmen des Washington Consensus aufgezwungen wurden. Sie führten zur Zerstörung der ursprünglichen eher subsistenz- und commons-orientierten lokalen Produktionsstrukturen. Die jetzige Hungersnot ist Ostafrika hat nicht nur Trockenheit und Bürgerkrieg als Ursachen, sondern ist wesentlich »marktgemacht«. Wer jedoch den Markt nur als neutrale Austausch-Instanz betrachtet, muss diesen Zusammenhang übersehen. Konicz bringt es auf den Punkt:

Das kapitalistische Marktsystem versagt …: Derzeit besteht in Somalia oder Äthiopien keine gesteigerte Marktnachfrage nach Lebensmitteln, obwohl dort Menschen massenhaft verhungern, [da] (…) »Marktnachfrage« »kaufkräftige Nachfrage« ist und nicht etwa der Deckung menschlicher Grundbedürfnisse dient, sondern nur eine Etappe im Rahmen der Kapitalverwertung ist.

[Update] Eine weitere Kritik an der Marktideologie.

Kategorien: Commons, Feindbeobachtung

8. August 2011, 10:23 Uhr   Kommentieren

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Was kann ein »Jenseits des Wachstums« bedeuten?

Einleitungsworte beim Kongress »Jenseits des Wachstums?!«

Weltweit dominiert die kapitalistische Produktionsweise das Leben der Menschen. Sie unterliegt einem Drang und Zwang zum Wachstum, der sozial und ökologisch verheerend ist. Anders als historisch ältere Formen von Wirtschaft, die zum Teil Märkte inkludierten, ist die kapitalistische Produktionsweise wesentlich Marktwirtschaft. Sogar die Lebenszeit wird zur Ware.

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Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit

24. Mai 2011, 14:40 Uhr   2 Kommentare

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Ten Theses About Global Commons Movement

[Diesen Artikel gibt es auch auf deutsch]

The International Commons Conference (ICC) which took place from Oct 31 to Nov 2 2010 in Berlin, was a mirror of the global commons movement. I try to outline this state from my viewpoint in ten theses.

1. The global commons movement exists as an assemblage of movements spread around the globe beginning to become aware of its global and interrelated character. As a global movement it is still establishing its own self-confidence rather than being a coherent agent.

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Kategorien: Commons, English, Theorie

7. Dezember 2010, 09:01 Uhr   4 Kommentare

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Zehn Thesen zur globalen Commons-Bewegung

[This article is also available in english]

Die Internationale Commons Conference (ICC), die vom 31.10. bis 2.11.2010 in Berlin stattfand, spiegelt den Stand der globalen Commons-Bewegung wider. In zehn Thesen versuche ich diesen Stand aus meiner Sicht zu umreissen.

1. Die globale Commons-Bewegung existiert als Zusammenfügung der über den Erdball verteilten Bewegungen, die beginnen, sich ihres globalen und zusammenhängenden Charakters bewusst zu werden. Als eine globale Bewegung ist sie also derzeit eher eine Bewegung des Selbstbewusstwerdens als ein gemeinsamer Akteur.

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Kategorien: Commons, Theorie

3. Dezember 2010, 07:21 Uhr   4 Kommentare

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The Generative Logic of the Commons — Slidecast

During the International Commons Conference in Berlin (Oct 31–Nov 2, 2010) I gave a keynote speech in the stream »The Generative Logic of the Commons« together with Roberto Verzola. I slidecasted (slides+audio) my talk which you can watch and listen to here:

If you wish to see me speaking at the desk—which isn’t really interesting—you may switch to the Böll conference page and choose part 10. There you’ll also find Robertos presentation (part 9) and all other ICC talks, which have been recorded. And I can recommend the discussion after Roberto’s and my talk (part 11), which was loaded with a lot of critical but constructive energy 🙂

[Update: Here are the slides in PDF or ODP format]

Kategorien: Commons, English, Theorie

15. November 2010, 07:15 Uhr   3 Kommentare

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Lieber Oskar Lafontaine,

beim letzten Programmkonvent der LINKEN sagten Sie dieses:

Wer die Eigentumsfrage nicht stellt, wird die ökologische Frage nicht lösen können. Das ist unsere Sonderstellung hier als Partei Die Linke. Und wir werden ja mittlerweile, liebe Freundinnen und Freunde, aus der Wissenschaft unterstützt. Der letzte Nobelpreis [für Wirtschaft 2009] , und ich empfehle allen, daran anzuknüpfen, ist an eine Wissenschaftlerin verliehen worden, Elinor Ostrom, die erforscht hat, daß Gemeinschaftseigentum ökologischer verwaltet wird als Privateigentum. Ja, selbst wenn das in der klassischen Wissenschaft erforscht wird, da sind wir, Die Linke, doch gehalten, darauf hinzuweisen: Gemeinschaftseigentum ist viel, viel eher in der Lage, zu umweltgerechtem Verhalten zu führen als Privateigentum.

Prima. Nur ist es so, Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen

10. November 2010, 10:00 Uhr   10 Kommentare

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Allmendesalon: Gemeingüter jenseits des Wachstumszwangs

Gestern fand der achte Salon »Zeit für Allmende« in der Heinrich-Böll-Stiftung statt, zu dem ich eingeladen war. Wie schon der vorhergehende Salon, bestimmte das Thema »Wirtschaft« die Diskussion, zumal die Wirtschaftsvertreter_innen in der großen Überzahl vertreten waren. Entsprechend waren die Beträge von Überlegungen bestimmt, wie man Commons und Wirtschaftslogik verbinden könne. Allein Christian und ich sprachen uns für eine deutliche Trennung der beiden Logiken aus.

Im Anschluss an den Salon gab es einen Fragebogen, mit dem wir um ein Feedback gebeten wurden. Ich beantworte die Fragen einfach gleich mal öffentlich — Transparenz ist ja ein wichtiges Element der Commons 🙂

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Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit

15. Oktober 2010, 12:44 Uhr   4 Kommentare