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Rezension Annette Schlemm »Fortschritt als Fehlschritt? Eine rettende Kritik«

[Die Rezension wurde von der Gewerkschaftszeitung Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen abgelehnt, weil sie zu wenig Landesbezug aufweist. Bei der Gewerkschaft handelt es sich um die GEW.]

Mit Fortschritt als Fehlschritt? Eine rettende Kritik legt Annette Schlemm eine umfassende, historisch gestaffelte und politisch engagierte Auseinandersetzung mit einem der zentralen Leitbegriffe der Moderne vor. Der Fortschrittsbegriff wird dabei weder vorschnell verabschiedet noch ungebrochen verteidigt. Vielmehr verfolgt Schlemm das ambitionierte Ziel, ihn einer „rettenden Kritik“ zu unterziehen: Die ideologischen Überhöhungen, kolonialen Verzerrungen und zerstörerischen Wirkungen sollen offengelegt werden, ohne den emanzipatorischen Kern preiszugeben.

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Rezension von Annette Schlemm, Climate Engineering

Das Argument 343 (Titelbild)Aus Das Argument 343 (Dezember 2025), S. 605–608.

Schlemm, Annette, Climate Engineering, Wie wir uns technisch zu Tode siegen, statt die Gesellschaft zu revolutionieren, Mandelbaum, Wien, 2023 (Taschenbuch, 320 S., 20 €)

Die kapitalistische Wertverwertung ist dabei, die Erde in einen in Teilen unbewohnbaren Planeten zu verwandeln. Zu den Konsequenzen einer zu erwartenden Erderhitzung von drei Grad gehören extreme Hitzewellen und Dürren, das Absterben der Korallenriffe, die drohende Überflutung von Küstenregionen und -städten, sinkende landwirtschaftliche Erträge und häufiger werdende Extremwetterereignisse. Schon heute sind massive Schäden und zahlreiche vermeidbare Todesfälle die Folge. Da das eigentlich Notwendige – eine zügige und drastische Reduktion der Treibhausgasemissionen – kaum stattfindet, drehen sich immer mehr Debatten um den ›Plan B‹, die Hoffnung auf technische Lösungen zur Abwendung oder Abmilderung des Klimakollaps. Diese sind als Geoengineering oder Climate Engineering (kurz CE) bekannt.

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Buchprojekt zum Thema Inklusionslogik

Das Buch von Stefan und Simon, ›Kapitalismus aufheben‹, hat mich dazu inspiriert, das darin eingeführte Konzept der ›Inklusionslogik‹ näher zu untersuchen und selbst ein Buch darüber zu schreiben. Die Veröffentlichung erfolgt nach und nach über meinen Blog, inklusionslogik.de. Geplant ist folgende Gliederung:

  1. Inklu-Potenzial
  2. Das Exklu-System
  3. Menschenbild
  4. Inklusionslinien, Exklusionslinien und der Ursprung des Systems
  5. Kommunikation
  6. Globale Herausforderungen und Transformation
  7. Besitz statt Eigentum
  8. Verbindungen und Bedürfnisse
  9. Freiheit und Macht
  10. Transpersonalität
  11. Sphärentrennung, Care und Intercare
  12. Wipro (Produktion des Wissens)
  13. Verbindungen II
  14. Commons und Kommunen
  15. Lust und Notwendigkeit
  16. Eine neue Vision Künstlicher Intelligenz

Kurze Zusammenfassungen aller Kapitel gibt es hier. An dieser Stelle folgt nun ein Überblick zum Inhalt des gesamten Buchs:

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Buchvorstellung Creative Constructions

Am 04. März 2025 um 19 Uhr stellen Jan Groos und Christoph Sorg ihren frisch erschienenen Sammelband Creative Construction – Democratic Planning in the 21st Century vor. Im Gespräch dabei ist Jonna Klick, alles auf deutsch. Dazu gibts leckere Getränke.

Ort: aquarium am Südblock,
Skalitzer Strasse 6, 10999 Berlin

Bitte hier anmelden: https://shorturl.at/byI4H


Edit: Mittlerweile ist die Aufnahme der Veranstaltung im Future Histories Podcast veröffentlicht:

https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s03/e38-creative-construction-buchvorstellung/

 

Ein Gespräch über Utopie

Ich hab mit Simon ein Interview über sein neues Buchprojekt zum Thema Utopie geführt. Hier könnt ihr es anhören:

http://aymargeddon.de/up/simon-interview.mp3

Society After Money. A Dialogue

Project Society After Money

NOW RELEASED!

Project Society After Money is an interdisciplinary project between commons theory, evolutionary political economy, media studies and sociology, that enter into a dialogue with one another in order to look at their specific theories and criticisms of money. Conceived as the beginning of a necessary interdisciplinary dialogue, the possibilities of post-monetary forms of organization and production are taken into account and examined. On one hand there is a lot of talk about ‚digital revolution‘, ‚mediatized society‘, ’networks‘, ‚Industry 4.0‘. On the other hand the present is described in terms of crisis: ‚financial crisis‘, ‚economic crisis‘, ‚planetary boundaries‘. At once there is the description of a media-technological change along with massive social and ecological disruptions.

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Rezension: Dario Azzellini (2018) »Vom Protest zum sozialen Prozess«

Rezension: Dario Azzellini (2018). Vom Protest zum sozialen Prozess. Betriebsbesetzungen und Arbeiten in Selbstverwaltung, VSA, Hamburg 2018.

In seiner Dissertation über Venezuela untersuchte Dario Azzellini die soziale Transformation und die kommunalen Räte im Spannungsfeld zwischen Selbstorganisation und Staat. Nun hat er sich dem internationalen Phänomen der “Rückeroberten Betriebe unter Arbeiter*innenkontrolle” (RBA) zugewandt. Die Leitfrage der Flugschrift lautet: “Ist es möglich, im Kapitalismus ‘anders’ zu arbeiten und damit die Perspektive einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft jenseits des Kapitalismus aufzuzeigen und zu eröffnen?” (7)

Um dem nachzugehen hat Azzellini Feldforschung in dutzenden RBA weltweit betrieben. Anschaulich werden verschiedene Erfahrungen in Europa, im Mittelmeerraum, den USA und in Lateinamerika beschrieben, um daraus anschließend Gemeinsamkeiten abzuleiten. Da es sich bei drei der vier Kapitel um Überarbeitungen bereits erschienener Artikel handelt, wiederholen sich manche Sätze. Dies stört jedoch nicht weiter.

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»Kapitalismus aufheben« — Motivation und Kerngedanken

In den folgenden beiden Videos erläutern wir – Simon Sutterlütti und Stefan Meretz – was uns zum Schreiben trieb und welches die Kerngedanken des Buches »Kapitalismus aufheben« sind.

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Die Welt reparieren

die-welt-reparierenSehr cooles Buch! Gibt’s haptisch in bunt für 20 Euro und im freien Download – thanks Transcript. Eine Buchvorstellung gibt’s am 28.11.2016 in Berlin.

Intro: Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen und Problemen kollektiv bearbeitet werden. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisch orientiertes Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt und zugleich nach ökologisch und sozial sinnvollen Lösungen für grundlegende Formen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie sowie für alle zugängliche Technik gesucht.

Dazu ein inspirierendes Video vom Festival offener Werkstätten von 2015:

Zweites Commons-Buch online – als PDF und HTML

welt-der-commonsDer Verlag Transcript hat – was erst nicht so aussah – das neue Commons-Buch als Open-Access-PDF online frei zur Verfügung gestellt. Das ist super!

Noch großartiger ist die (vom Verlag unabhängige) Website band2.dieweltdercommons.de, auf der alle Texte samt Grafiken und Bildern als HTML umgesetzt wurden. Damit können Texte leichter am Bildschirm gelesen und bei Bedarf zusammenhängend (für Zitate o. dgl.) kopiert werden. Das geht bei PDFs nicht (so gut). Auch cool: Der Verlag hat wiederum diese Website – ebenso wie die zum ersten Band – auf der Seite zum Buch verlinkt.

Für Transcript scheint es aufzugehen: Auch mit freien Downloads werden Bücher verkauft. Downloads sind Werbung, denn wirklich lesen will ich das Buch doch lieber als physisches Exemplar. Damit arbeiten hingegen will ich elektronisch, dafür brauche ich die Texte in digitaler Form.