Hacking Knitting Machines

Sam Muirhead from Year of Open Source visited Berlin based hardware hacker Fabienne Serrière and made a video about The Wonderful, Wooly World of Hacked Knitting Machines. Great!

See also: Open hardware knitting machine

Erinnerung an André Gorz

Vor fünf Jahren starb der Philosoph André Gorz. Der folgende Artikel aus der Berliner Debatte Initial Nr. 3/2012 erinnert an Leben und Werk. Er gliedert sich in zwei Teile. Der erste Abschnitt zeichnet die Entwicklung des philosophischen Werks von André Gorz nach, was im zweiten Abschnitt am Beispiel des Wissenskommunismus vertieft wird.

Fahnder nach „Auswegen aus dem Kapitalismus“ – eine Erinnerung an André Gorz

Von André Häger und Stefan Meretz

André Gorz ist Jahrgang 1923 und erlangte Bekanntheit als Autor zahlreicher sozialphilosophischer Schriften. Seine Geburt ist nun bald neunzig Jahre her, sein Tod fünf. Weshalb an André Gorz erinnern? Als Theoretiker der kapitalistischen Krise und eines ökologischen Jenseits des Kapitalismus ist er aktueller denn je. Viele seiner theoretischen Arbeiten scheinen mit größerem Abstand zu ihrer Entstehungszeit eher an Aktualität zu gewinnen als diese einzubüßen. Das gilt in zweierlei Hinsicht, einer politischen wie theoretischen.

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Open Source taucht ab

OpenROV ist ein Open-Source-Tauchroboter, der per Kabel über ein Arduino-Board gesteuert wird. Der Tauchroboter kann komplett selbst nachgebaut, aus gekauften vorbereiteten Teilen (220 Dollar) zusammengebaut oder fix und fertig montiert gekauft (725 Dollar) werden. Eine ausführliche Bauanleitung gibt’s im Wiki. Die Anschubfinzierung erbrachte ein Kickstarter-Projekt, über das 111.622 Dollar eingesammelt werden konnten. Weitere Infos auf golem.de.

Widersprüche und Spannungsfelder in der Praxis aktueller Commons-Netzwerke – am Beispiel Freier Software

Titelbild des Hefts 124 der Widersprüche[Diese per E-Mail geführte Diskussion zwischen Annette Schlemm und mir erschien in der Widersprüche, Heft 124 (Juni 2012), S. 25–31.]

Widersprüche-Redaktion (W.R.): Mit dieser E-Mail-Diskussion würden wir gerne einen Beitrag für das nächste Widersprüche-Heft herstellen, der den Leser_innen einen Eindruck von den widersprüchlichen Entwicklungen alternativer Produktionsweisen – am Beispiel der freien Software – ermöglicht. Könnt Ihr eingangs ein paar Hinweise formulieren, wo Eures Erachtens gegenwärtig die entscheidenden Entwicklungstendenzen in dem Bereich der Commons-Netzwerke liegen.

Annette Schlemm (A.S.): In den letzten 10 Jahren hat sich die Erfahrung des Teilens im Gebrauch von Gütern und der selbstorganisierten Arbeitsteilung in vielen Bereichen verbreitet. Das erste Beispiel dafür war die Freie Software. Das Wichtige daran war nicht der technische Code, sondern die sich entwickelnde Praxis vieler Menschen, sich selbstbestimmt zu koordinieren. Bis dahin war häufig angenommen worden, dass eine von Menschen selbst organisierte Arbeitsteilung, die nicht über die „sachliche Vermittlung“ des Geldes bzw. des Kapitals oder planwirtschaftlich organisiert ist, nur als landwirtschaftlich-handwerklich orientiertes Kommune- bzw. Ökodorfnetzwerk möglich sein könnte, aber nicht global und auch nicht auf der Grundlage hochproduktiver moderner Produktionsmittel. (mehr …)

Commons-Veranstaltung in Frankfurt

Aus der Ankündigung:

*COMMONS !* – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat

Commons — die Idee der gemeinschaftlichen Verantwortung für Gemeingüter erlebt in den letzten Jahren eine wahre Renaissance. Die Idee ist alt, die sozialen Formen in denen Commons in den unterschiedlichsten Bedingungen auf diesem Globus organisiert und gelebt werden, sind modern und vielfältig. Wo der herrschende politische Diskurs zwischen Wachstumsglauben und Nachhaltigkeit, Profitmaximierung und Versorgungsängsten hin und her schwankt, kritisiert die Commonsbewegung Markt wie Staat und erprobt praktisch vielfältige Versionen des „Commoning“. Der gleichnamige Sammelband von Silke Helfrich bringt AutorInnen und Bewegungen aus dem globalen Norden wie dem globalen Süden zusammen, um das theoretische Verständnis von Commons oder auch der „Governance of Commons“ als transformative Kraft zu diskutieren und gemeinsam konkrete Ideen und Projekte weiter zu entwickeln. Die Idee der „Commons“ ist ein Paradigmenwechsel weg von kapitalistischer Einhegung  durch Privatisierung und Finanzialisierung von Gemeingütern, hin zur gemeinsamen verantwortlichen Nutzung — und diese will (wieder) erlernt werden. So bietet die Diskussion um Commons in all ihren Facetten (z. B.  Landnutzung, Agrargüter, Wasser, Luft, traditionelles wie „modernes“ Wissen und Software) eine Fülle an Anregungen für die Umsetzung einer Idee von einer solidarischen, sozial gerechten und nachhaltigen Entwicklung in der einen Welt.

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Solidarische Ökonomie und Commons

Finanz- und Schuldenkrise, Klima-­Krise, Krise der Energieversorgung und Hunger — all dies zeigt: Das Marktsystem ermöglicht keine zukunftsfähige Lebensweise. Krisenlösungen müssen einer anderen Logik folgen als der von Konkurrenz, Profit und Wachstum. Die weltweit bereits praktizierten neuen Wirtschafts- und Lebensweisen zeigen, dass es anders geht: Commons und Solidarische Ökonomie sind zwei der Kernbegriffe für diese Nischen abseits von Markt und Staat. Andreas Exner und Brigitte Kratzwald haben ein Buch zur Einführung in die Diskussion um diese Konzepte geschrieben. Das Buch ist einerseits eine Momentaufnahme der sich rasch entwickelnden theoretischen Diskussion um gesellschaftliche Alternativen, es werden aber auch die grundlegenden historischen und begrifflichen Eckpunkte der Debatte um ein nicht-profitorientiertes Wirtschaften nachgezeichnet.

Bei Radio Agora gibt’s in der Sendung Svet je vas-Die Welt ein Dorf ein Gespräch mit den Autor_innen über das Thema.

Vortrag »Commonismus«

Hier der erste meiner beiden dicht aufeinander folgenden Vorträge, gehalten am 7.11.2012 in Dresden bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen (Folien und Ton). Während des Vortrags habe ich zwei kurze Filmchen gezeigt, die ihr in der Audio-Aufzeichnung nur hören könnt. Hier im Blog sind sowohl der Film zu Katja Kippings Aussage über Commons wie auch der Werbefilm über Open Source Ecology in voller Länge zu sehen.

Beyond Digital Plenty (2)

Journal of Peer Production[First part]

Building Blocks for Generalized Peer Production

If we consider at contemporary forms of peer production, we find that the used resources and means of production tend to be commons or distributed widely. For digital peer production, knowledge and information are the most important resources. They are generally treated as commons that everybody can use, share and improve. This philosophy is nicely expressed by the Wikimedia Foundation (2011), the organization running the Wikipedia and related wikis:

Imagine a world in which every single human being can freely share in the sum of all knowledge. That’s our commitment.

Open design (also called open hardware) is the kind of knowledge most important for producing physical things. (mehr …)

Aneinandergekettet

[aus: Oya – anders denken.anders leben, Ausgabe 17/2012, Lizenz: CC-by-sa]

Eine Analyse der Ursprünge von Konkurrenz und Rassismus entlarvt die westliche Freiheit als Mythos. Der Wahn, die westliche Welt sei die höchste Stufe kultureller Entwicklung, übt weltweit subtile und offene Gewalt aus.

von Friederike Habermann

Wir waren kaum vor Anker gegangen in Royal Bay, als eine große Anzahl Eingeborener von ihren Kanus auf das Schiff stiegen und Kakaobohnen etc. mit sich brachten; diesen schienen sie viel Wert beizumessen«, notiert Kapitän James Cook im April 1769 in sein Tagebuch, als er zum ersten Mal in Tahiti landet. Doch nicht nur diese »Zeichen von Freundschaft und Unterwerfung« beschäftigen ihn. Er ersinnt sofort fünf Regeln für seine Mannschaft, um individuellen Handel auszuschließen, da dies »unweigerlich den Wert der Güter senken würde«. Und am nächsten Tag fügt er hinzu, wie schwer es sei, die Inselbewohner, die »wie Affen klettern«, vom »Stehlen« abzuhalten – »dar­in sind sie erstaunliche Experten«.

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Commonismus in Dresden, Bamberg, Hamburg

Hier die beiden nächsten drei Veranstaltungen mit meiner Beteiligung:

Kommunismus oder Commonismus, 7.11.2012, 19:00 Uhr, WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden (Veranstalter: RLS Sachsen):

Sind Commons die zeitgemäße Form, die Eigentumsfrage zu stellen und im 21. Jahrhundert zu beantworten? Was ist unter Commons zu verstehen? Ist es nur eine neue Form alte Fragen zu stellen oder geht es mit den Commons tatsächlich auch um einen neuen Inhalt? Müssen sich die Linken auf etwas Neues einlassen oder wissen sie es wie eh und je schon besser? Ist das Commons-Konzept als emanzipatorische Perspektive denkbar, ist es gesellschaftlich verallgemeinerbar? Geht es um Commonismus oder um Kommunismus?

Peer-Produktion – Bastelvergnügen oder Revolution? 8.11.2012, 20:00 Uhr, Balthasar, Bathasargässchen 1, 96049 Bamberg (Veranstalter: Freie Uni Bamberg): (mehr …)