Wie erreichen wir eine commons-orientierte Transformation?

[This text is also available in English]

Ein Vorschlag von Michel Bauwens (Übersetzung Stefan Meretz)

Heute haben wir die paradoxe Situation, dass, je kommunistischer die von uns benutzten Lizenzen sind, umso kapitalistischer ist die Praxis. So werden die Linux-Commons zu Konzern-Commons, die IBM und Co bereichern… In gewisser Weise funktioniert es, und für die meisten Entwickler_innen Freier Software scheint das auch akzeptabel zu sein, aber es ist der einzige Weg.

Deswegen hier eine Alternative, mit der wir nicht mehr nur die Wahl der nicht-reziproken kommunistischen Lizenzen wie der GPL haben, sondern einen Mittelweg sozialistischer Lizenzen einführen, die auf Reziprozität (Gegenseitigkeit) basieren.

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How do we achieve commons-oriented phase transition?

[Es gibt diesen Text auch auf deutsch (ab 9.2.)]

A proposal by Michel Bauwens

Today we have a paradox, the more communistic the sharing license we use, the more capitalistic the practice, with the Linux commons becoming a corporate commons enriching IBM and the like … It works in a certain way, and seems acceptable to most free software developers, but is it the only way.

Hence, an alternative, having the choice not just for non-reciprocal communist licenses such as the GPL, but introducing a median choice of socialist licenses, based on reciprocity.

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Netzwerke und Stigmergie

neues-deutschland[Erschienen in der Kolumne »Krisenstab« im Neuen Deutschland vom 3.2.2014]

Stefan Meretz über die Prinzipien einer neuen Gesellschaft

Commons sind gemeinschaftlich hergestellte oder gepflegte Güter. Weltweit gibt es zahlreiche erstaunliche Projekte, vom bekannten Wikipedia online bis zum Landmaschinenbau offline. Die Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom hat ihre Erfolgsbedingungen analysiert. Dazu gehört, dass die Commons jenseits von Markt und Staat operieren. Für Ostrom waren Commons stets nur eine Ergänzung neben Markt und Staat. Weitergehende Ansätze sehen in ihnen hingegen Keimformen einer neuen Produktionsweise, die verallgemeinerbar ist.

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Jevons’ Paradoxon

oya 24-2014[Artikel aus Oya 24/2014, Lizenz CC by-sa]

von Johannes Heimrath

Auch »Otto Normalverbraucher« versucht zunehmend, sein Geld ökologisch vernünftig auszugeben. Er kauft zum Beispiel ein energieeffizientes Auto, das viel weniger Sprit verbraucht als das alte. Eine gute Tat, meint er. Doch der Rebound-Effekt frisst den Einspar­effekt wieder auf.

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Bitcoins – Währung mit Zukunft?

[Repost von Radio-Z, Lizenz CC-by-nc-sa]

Sind Alternativwährungen wie der Bitcoin die Währung der Zukunft. Können  Zahlungsmittel stabil bleiben, die nur aus dem Glauben derer leben, die sie verwenden? Oder zeigt uns das neue Phänomen von Kunstwährungen wie Bitcoin, Litecoin und Ven nur, wie fragwürdig auch unser „richtiges“ staatlich kontrolliertes Geld ist?

Diesen Fragen gehen im Beitrag Michael Liebler und seine Gesprächspartner, der Wertkritiker Ernst Lohoff und der Bitcoin-Pionier Björn Gießler, nach. Noch zu Anfang des Jahres kannte ihn kaum jemand: den Bitcoin, eine digitale Kunstwährung, mit der man sicher und anonym via Internet bezahlen kann. Doch dann setzte ein regelrechter Boom ein. Der Kurs stieg und stieg.

Bitcoins werden nicht von einer zentralen Stelle ausgegeben und reguliert. Sie werden von einem Computernetzwerk in einem komplizierten Verfahren erschaffen. Die Energiemenge, die dabei verbraucht wird, hatte vor 2 Jahren noch die Größenordnung des Energieverbrauchs einer Stadt. Die Frage nach der ökologischen Vertretbarkeit ist eine der Fragen, denen der folgende Beitrag nachgeht (16:38 Min).

Saftige Allmende

oya 24-2014[Artikel aus Oya 24/2014, Lizenz CC by-sa]

Aus möglichst ökologischen Materialien kluge Werkzeuge entwickeln, die andere nachbauen können: Die Saftstraße aus dem Dorf Gatschow ist nach dem Allmende-Prinzip entstanden.

von Lara Mallien

Seit fünf Jahren lädt das Landkombinat Gatschow, eine kleine Gemeinschaft in Vorpommern, jeden Herbst zu »Safttagen« ein. Ihre selbstgebaute Presse hat inzwischen Schule gemacht.

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OC14 – Open Commons Linz 2014

open-commons-linzOPEN COMMONS KONGRESS
20.-21. Mai 2014
Linz, Wissensturm

Aus der Einladung:

Wir sind eine Initiative der Stadt Linz, die sich für die Förderung und Verbreitung von Open Commons (digitalen Gemeingütern) einsetzt. Wir wollen ein Verständnis für Open Commons in der Bevölkerung aufbauen und offene, freie, transparente Strukturen in der Region fördern. Faire Nutzung von Kulturgütern, selbstbewusster und selbstbestimmter Umgang mit Offenheit und Geschlossenheit stehen dabei im Vordergrund.

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Open Source it Manual – Call for Collaboration

Open Source It Manual Button(Das Open Source it Manual gibt es auch auf deutsch)

Hello

my name is Lars. I am an artist and work a lot on open source hardware these days and for a while now. And I have a collaboration/feedback request.

Background: the owi project I work on is about „open source for an ecological economy“. The idea: informations about products have to be open to arrange a circular flow and waste free economy. So for this project I will have to convince people to open up their products. Thinking about that I discovered, that I would have to explain to them how to do that. And so I came up with the idea of a simple manual – an open source it manual – that could do the job and just publish it.

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Die psyAllmende und der Reichtum der alltäglichen Beziehungen

[Artikel aus der Zeitschrift Therapy Today des UK Counselling Journal, April 2013, leicht überarbeiteter Repost von psyCommons]

von Denis Postle, Independent Practitioners Network

Es leben etwa 60 Millionen Menschen in diesem Land. Wir werden geboren, wir überleben die elterliche und schulische Erziehung, wir ver- und entlieben uns, wir entwickeln oder übernehmen genug Wissen über das, was das Leben anbietet, um durchzukommen. Einige schlagen sich gut, andere weniger. Wenn wir den Statistiken glauben können, scheinen es 45 Millionen von uns ohne Hilfe der psychologischen Berufe zu schaffen.

Wir, die wir es schaffen, schaffen es, so denke ich, dank der psyAllmende. PsyAllmende benennt das allumfassende Netz von Beziehungen zwischen den Menschen mit dessen Hilfe wir den Alltag bewältigen. PsyAllmende, das sind die Überzeugungen, die Meinungen und insbesondere die aus Erfahrungen gewonnenen Erkenntnisse, die wir alle zu unserem Stückchen Menschsein, der Conditio humana, beitragen.

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Wer macht aus dieser Idee einen Film?

Seit langem frage ich mich, wie man die frage eines aufhebens der warenform ohne diese beiden hochtheoretischen vokabeln popularisieren kann. Jüngst kam mir die idee zu einer filmischen komödie mit vielen liebenswerten absurditäten, wie sie „Good Bye, Lenin“ und andere zu bieten haben.

Idee: 50 ausgewaehlte männlein und weiblein bereiten sich bei der DLR (Deutsches Zentrum fuer Luft- und Raumfahrt) darauf vor, mit dem raumschiff „Maiblume“ (!) auf den mars zu fliegen, um dort die erste bleibende menschliche kolonie zu gründen. Die leute sind bei der DLR angestellt, beziehen dort ihr gehalt. Chefcoach während der einjährigen vorbereitung ist ein Ulf Marsbold. Sie dürfen persönliches gepäck mitnehmen.

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