Kategorie: Praxis-Reflexionen

Interview »Verwertung oder Leben«

Das Buch »Losarbeiten - Arbeitslos?« erschien im Unrast VerlagDas Interview »Verwertung oder Leben« mit Uli Weiß und Stefan Meretz erschien 2005 im Buch »Losarbeiten – Arbeitslos? Globalisierungskritik und die Krise der Arbeitsgesellschaft«. Nun liegt das Interview auch als Audiodatei im OGG– und MP3-Format vor (43 Minuten, jeweils rund 20 MB).

Stichworte aus dem Interview sind: Freie Software, Nebenwiderspruch Kapital und Arbeit, Selbstentfaltung versus Selbstverwertung, Gutmenschen, Sozialstaat, Freiheitsversprechen, das persönliche Projekt, Einlassen auf Leben, Nicht-Demokratie, Bücher und Partituren. Nach wie vor aktuell:-)

Freie Software produzieren

Buch »Producing Open Source Software«Obwohl schon eine Weile unter einer Creative Commons-Lizenz erhältlich, ist das Buch »Producing Open Source Software. How to Run a Successful Free Software Project« von Karl Fogel im deutschsprachigen Raum kaum rezensiert worden. Ok, das Buch wurde auf englisch verfasst, aber gleichzeitig ist es so interessant, dass es mehr Aufmerksamkeit verdient. Vielleicht erleichtert die folgende Besprechung ja den Einstieg. Übersetzungen stammen von mir.

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Bericht vom »Zivilisationssprung«

»Keimformen«...

Vom 23. bis 25. März fand das lange »Zivilisationssprung«-Wochenende in Hiddinghausen statt. Rund 30 Menschen fast aller Altersklassen genossen den Aufenthalt im unschlagbar schönen restaurierten Fachwerkhaus, in das Uli Frank und unverdient.de immer wieder zu Veranstaltungen einladen. Wie meist bei solchen Veranstaltungen läuft das wirklich Wichtige »nebenbei«, beim Essen, beim Spielen, im Garten, nachts zwischen 3:00 und 6:00 usw. Wenn ich jetzt mich jetzt trotzdem auf die beiden festen Programmpunkte konzentriere, dann entspricht das nur zum kleinen Teil dem Wochenende, das ohnehin jede/r anders erlebt hat (Kommentare als Ergänzungen erwünscht!).

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Wir basteln uns ein Vorurteilssystem

Vor über 11 Jahren gab es mal auf einem CCC einen sehr interessanten Vortrag in dem eine Idee vorgeschlagen wurde, die ich schon damals bestechend fand, die aber in dieser Form immer noch nicht umgesetzt wurde. Das Kind wurde damals „Vorurteilssystem“ genannt. Schon damals erschien die Infoflut uns alle zu überrollen und es wurde nach Wegen gesucht, wie man sich in dem ja noch recht frisch explodierten Dschungel namens Internet zurechtfindet und vor allem die Sachen findet, die einen interessieren.

Die Idee der Vourteilssysteme basiert darauf, dass Menschen schon immer und überall in der Lage waren gigantische Informationsmengen zu bewältigen, so lange sie nur genügend Urteile an der Hand haben, die die Welt für sie vorsortieren, ohne sich alles im Detail angucken zu müssen – Vorurteile eben. Das Problem heute ist also demnach nicht so sehr die Menge an Information, sondern vielmehr das Fehlen eines gesellschaftlichen Konsenses darüber, was wichtig ist und was nicht. Heutzutage hat man halt gerne seine eigenen Vorurteile oder die der eigenen Subkultur oder Peergroup. Aus meiner Perspektive geht es dabei nicht nur darum individuell informiert zu sein, sondern auch und vor allem darum kollektiv handlungsfähig zu bleiben, obwohl oder vielleicht sogar gerade weil die alten gemeinsamen Vorurteile nicht mehr existieren.

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Innenansicht eines Projektes

Sehr spannend: Bei Telepolis ein Artikel von Jürgen Buchmüller. Er schildert aus der Sicht eines Beteiligten die Dynamik eines über 10 Jahre gewachsenen Freien-Software-Projektes, eines Simulators alter Arcade-Spiele (MAME). Ein paar Zitate, die vielleicht zeigen, dass da jemand schreibt, der von „unserem“ Geist nicht allzuweit weg ist:

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»Maintainer wanted«

Was passiert eigentlich mit Freien Softwareprojekten, wenn es niemanden mehr gibt, der sich drum kümmert? Das ist genau die Frage von Unmaintained Free Software, einem Wiki zur Sammlung verwaister Projekte. Ziel ist es, neue Maintainer zu finden, unnötige Code-Forks und Doppelarbeit zu vermeiden und die Gründe zu dokumentieren, warum Projekte verwaisen.

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Jubiläumsbeitrag

Dies ist der 100. Beitrag auf Keimform.de. Grund zum Feiern 🙂

Und vielleicht ein Anlaß euch mal zu fragen, wie ihr das so findet, was hier in den letzten Monaten entstanden ist, was man besser machen könnte, usw. also: Feedback ist gefragt.

Managing diversity

Christian wies bereits auf interessante Vorträge beim 23C3 hin. Ich will kurz über den Vortrag »The Rise and Fall of Open Source« berichten, zu dem ein ausführliches PDF online gibt und der deswegen schon vorab besprochen werden kann.

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Selbstentfaltendes Konfliktlösen bei Kleinkindern

dscf0223_ausschnitt_am_kleinsten.jpgIch schrieb ja hier schon letztens, dass öfter ein gleichaltriger Nachbarsjunge bei mir und meinem 2-jährigen Sohn zu Besuch ist. Wie das in dem Alter halt so ist, muß es dann halt manchmal unbedingt der grüne Bagger sein und die Kompromißfähigkeiten sind da erstmal recht eingeschränkt.

Der übliche Umgang der Erwachsenen mit diesem Thema ist von viel „Lass dass!“ und „Gib das zurück!“, „Nein, das tut man nicht!“ begleitet und selten besonders erfolgreich. Ich hatte mir eigentlich immer vorgenommen so nicht mit Lino umzugehen, sondern eine gleichberechtigte, respektvolle Beziehung im Sinne gegenseitiger Selbstentfaltung zu leben. Doch: „Was tun?“ (Wie Lenin sagen würde) Ich war zunächst ziemlich ratlos.

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