Autor: Stefan Meretz

Commons Creating Peer Economy

Silke Helfrich (Klicken zum vergrößern)Silke Helfrich hat die Langfassung ihres Oya-Artikels »Commons fallen nicht vom Himmel« in vier Teilen auf dem CommonsBlog veröffentlicht. Unbedingt lesen! Und diskutieren, das mache ich unten. Hier zunächst die Links auf die vier Teile:

  1. Jedes Commons ist sozial
  2. Commons-Institutionen sind nur Hülle
  3. Commons brauchen Schutz. Jenseits von Open Access
  4. Commons Creating Peer Economy. Kristallisation einer enkeltauglichen Gesellschaft

Diskussion

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Commons im Linken-Programm

logo-die-linkeNach den Piraten wollten nun auch die Linken ihren Bezug auf die Commons formulieren. Im Entwurf klingt der Titel schon mal super: »Für Commons, Dialog und Teilhabe«. Nur leider machen sich die Commons im weiteren Text dann rar, so dass ich mich am Ende des Entwurfes fragte: Was versteht die Linke eigentlich unter Commons? Das wusste sie selbst nicht so genau und hat einen eigenständigen Passus zu Commons auf dem Parteitag im dann beschlossenen Wahlprogramm gestrichen.

Übrig geblieben sind folgende Teile, die ob der Kürze vollständig zitiert werden können (jeweils mit den Überschriften, unter denen die Abschnitte auftauchen):

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Allmende zwischen Kruste und Krümel

oya-20-2013[Artikel aus Oya 20/2013, Lizenz CC by-sa]

von Anja Humburg

In Leipzig, Zürich, Berlin und Vorpommern finden sich Allmende-Brotback-Initiativen: Die einen versorgen sich mit »nicht-kommerziellem« Mehl im Gemeinschaftsbackhaus, die anderen organisieren sich als solidarisches Landwirtschaftsprojekt oder tauschen ihre Brotdelikatessen gegen Theaterkarten.

Fernab der Brot-Hochkultur liegen vorgeschnittene Laibe abgepackt und eingeschweißt in den Supermarktregalen. Gebacken nach patentversiegelten Rezepten. Beim Bäcker nebenan ersetzen Backmischungen zunehmend althergebrachtes Handwerk. Selbst dem Duft dampfend frischer Backerzeugnisse ist nicht mehr zu trauen, seit es Kartuschen mit künstlichem Brotparfüm gibt.

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Die Strategie der krummen Gurken

krumme-gurkenDie GartenCoop Freiburg setzt ein erfolgreiches Modell solidarischer Landwirtschaft um. Rund 260 Mitglieder teilen sich die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Stadtnähe und tragen gemeinsam die Kosten und Risiken der Landwirtschaft. Die gesamte Ernte – ob gut oder schlecht, krumm oder gerade – wird auf alle Mitglieder verteilt. Ein konsequenter ökologischer Anbau, Saisonalität, 100% samenfeste Sorten, kurze Wege, solidarische Ökonomie, kollektives Eigentum, Bildung, sowie mit anpacken in der Landwirtschaft sind nur einige der vielen Merkmale des Projekts. Der Dokumentarfilm gibt Einblick in die Motivationen und das Innenleben der Kooperative. Er zeigt Menschen, die in Zeiten ökonomischer und ökologischer Krise der Macht der Agrarindustrie etwas entgegensetzen: Die Strategie der krummen Gurken.

Der Film kann hier angesehen und gekauft werden.

Pirates and the Commons

Kester Brewin: »We need a new community of pirates, men and women committed to defending the commons and standing up to the excesses of enclosed wealth. So, put down your iPads and put on your eye patches!«

Demonetization – replacing transactions with social relations

Ecc2013-logo

[On the Economics and the Commons Conference I gave a short input on the topic of demonetization. The following text was written afterwards and generously edited by David Bollier.]

The question of how we deal with and act within the given monetary environment is crucial for the commons movement, since the monetary logic and the commons logic are opposites. Contrary to the claims of mainstream economics, money is not neutral or simply an informational means for mediating transactions. Thus, replacing currencies with alternative currencies of different designs basically does not change the underlying monetary logic. It amounts to changing the tools while keeping the workshop.

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Göttingen: Veranstaltung zu Peer-Commonismus

goettingen-plakatIm Rahmen der Veranstaltungsreihe »Marktwirtschaft, solidarische Ökonomie, Peer-Commonismus« des AStA der Uni Göttingen erzähle ich etwas über »Peer-Commonismus«. Die Daten: Donnerstag, 13.6.2013, 19 Uhr, ZHG 007, Uni Göttingen. Am nächsten Tag gibt’s dazu außerdem ein Seminar.

Hier mein Ankündigungstext:

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Commoneering?

Ecc2013-logo

Auf der Economics and the Commons Conference (22.–24.5.2013, Berlin) schlug Jem Bendell, Professor für »Sustainability Leadership« an der Universität von Cambia (GB), einen neuen Begriff vor: Commoneering. Commoneering würde im Englischen deutlich sexyier klingen als das eher holperige Commoning. David Bollier hat nun vorgeschlagen, den Begriff zu vermeiden, da er sinnlose Kontroversen provozieren würde. Mit diesem Vorschlag wertet David die Diskussionen aus, die es u.a. im Orga-Team der Konferenz gegeben hat. Ich gehörte dort zu denen, die große Vorbehalte gegen den Begriff äußerten. Warum?

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SolE – solidarische Energieversorgung

Eine Konzeptidee für eine dezentrale, basisdemokratische und autonome Energieversorgung

Geschrieben von Simon und Christoph in Zusammenarbeit mit dem AK spunk

In Zeiten hitziger Strompreisdebatten und politischer Rahmenbedingungen, die weiterhin die bestehenden zentralistischen Strukturen der Energieversorgung erhalten; in Zeiten, in denen die großen Energieversorger Milliardengewinne verkünden und mehr in ihr grünes Image investieren als in eine tatsächliche Umsetzung einer 100%igen Versorgung mit Erneuerbaren Energien; in Zeiten, in denen Deutschland mit dem rheinischen Braunkohlerevier weiterhin über Europas größte CO2-Quelle verfügt; in Zeiten, in denen konventionell erzeugter Strom mit Zertifikaten zu Ökostrom umetikettiert wird – ist es Zeit nach ganz konkreten Alternativen im Hier und Jetzt zu suchen und mögliche Wege in eine regenerative, basisdemokratische und selbstbestimmte Energieversorgung aufzeigen.
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What is Happenning in Istanbul?

tear-gas-reutersReblogged: To my friends who live outside of Turkey:

I am writing to let you know what is going on in Istanbul for the last five days. I personally have to write this because most of the media sources are shut down by the government and the word of mouth and the internet are the only ways left for us to explain ourselves and call for help and support.

Four days ago a group of people most of whom did not belong to any specific organization or ideology got together in Istanbul’s Gezi Park. Among them there were many of my friends and students.  Their reason was simple: To prevent and protest the upcoming demolishing of the park for the sake of building yet another shopping mall at very center of the city. There are numerous shopping malls in Istanbul, at least one in every neighborhood! The tearing down of the trees was supposed to begin early Thursday morning. People went to the park with their blankets, books and children. They put their tents down and spent the night under the trees.  Early in the morning when the bulldozers started to pull the hundred-year-old trees out of the ground, they stood up against them to stop the operation.

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