Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Open Nanotech

Das auch ansonsten lesenswerte Blog Tux Deluxe hat einen Text zu Nanotechnologie veröffentlicht. Interessant für uns wirds etwas weiter unten, wenn argumentiert wird, dass Nanotechnologie – solange sie noch jung und formbar ist – schleunigst unter das Paradigma der „Offenheit“ gehört.

Und am Schluss wirds direkt philosophisch wenn „Offenheit“ genauer bestimmt wird:

Ivan Illich, the social critic and Jesuit priest, in his 1973 classic „Tools for Conviviality“ argued that tools and technologies should be evaluated on the basis of their ‚conviviality‘. Did they empower their users or disempower them? Could they be modified and repaired by anyone? Did they facilitate liberty, equality and fraternity or dependency, inequality and social isolation? Did they benefit or harm the users‘ society and environment? His examples of tools and technologies for conviviality included telephones, bicycles and skills exchanges – nowdays he would presumably have included Linux, email and IRC. Unconvivial tools included cars, compulsory schooling and television – and now, presumably, AOL and Windows XP.

Vielleicht wird es Zeit für mich mal wieder einen Jesuiten zu lesen?

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Freie Hardware, Theorie

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21. April 2007, 21:06 Uhr   4 Kommentare

1 Mark (21.04.2007, 22:39 Uhr)

> Vielleicht wird es Zeit für mich mal wieder einen Jesuiten zu lesen?
Sicher. Aber nicht deswegen, den seine Sichtweisen haben sich glaube ich sehr gewandelt. Er hätte den Schlüssen, die in dem zitierten Abschnitt genannt werden, so nicht ziemlich sicher nicht zugestimmt.

2 Thomas Berker (21.04.2007, 23:14 Uhr)

Ok, keine Jesuiten.

Normalerweise sind meine Lieblinge auch eher aufgrund einschlägiger Erfahrungen unversöhnliche Feinde von Jesuiten, wie zum Beispiel Luis Bunuel, dessen Ángel exterminador für mich immernoch die interessanteste Kritik der bürgerlichen Gesellschaft repräsentiert. Aber dazu irgendwann in einem eigenen Eintrag…

3 Mark (23.04.2007, 07:34 Uhr)

Na ja, vielleicht hilft es sich von solchen Kategorisierungen zu verabschieden. Ich weiß, dass er durch die Schule der Jesuiten gegangen ist, aber das erste Mal, dass ihn jemand darauf reduziert. Er ist eigentlich dafür bekannt geworden, dass er schonungslos die eigene Kirche kritisiert hat & davor vor die „Inquisition“ (heißt heute anders) zitiert wurde. Sein letztes Werk ist auch als eine fundamentale Kritik an der Kirche zu lesen.

4 benni (23.04.2007, 15:25 Uhr)

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