Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Fun or money?

Welche Rolle spielt »Spaß« oder/und »Geld« für Software-EntwicklerInnen, und wie sieht es damit bei Freier und »kommerzieller« Software aus? Damit befasst sich eine Dissertation, die in Zürich die Doktorwürde in »Ökonomie« erbrachte – na, das ist doch mal was Sinnvolles. Auch wenn die Gegenüberstellung von »frei« und »kommerziell« eigentlich falsch ist, wie Stefan Merten vom Oekonux-Projekt bemerkt. Er hat die Arbeit gelesen und eine Auswertung in deutsch und englisch verfasst.

Kategorien: Freie Software

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7. Oktober 2006, 23:30 Uhr   6 Kommentare

1 ency (08.10.2006, 09:32 Uhr)

hi
Ausgangspunkt ist doch , dass ich was verändern will.
dann erst stellt sich die Frage nach den „Werkzeugen“, „Waffen“, Möglichkeiten.
und nachdem es bisher nur den Dialog als Verkehrsform der Vernunft gab, versuchen wir „Software“ als kleine Helferlein.
diese ganzen Foren, Männer, Raucher, etc sind doch nur der call nach was anderem.
Keimform könnte da ein Anfang in eine gute Richtung sein.
rainer

2 benni (08.10.2006, 11:14 Uhr)

Die Auswertung von Stefan Merten ist sehr interessant, weniger wegen den präsentierten Ergebnissen, die ich so auch geschätzt hätte, sondern mehr wegen seiner erstaunlichen Fähigkeit sich ein Ergebnis (die Mehrzahl der Zeit für FLOSS wird bezahlt) schönzurechnen, damit es in sein Weltbild passt.

3 Christian (08.10.2006, 19:44 Uhr)

Eine Auswertung mehrerer früherer Studien gibt es unter Freie-Gesellschaft:Motivation. Die Tendenzen der verschiedenen Studien sind IMHO durchaus ähnlich, nämlich dass Spaß/Selbstentfaltung ein wichtiger Faktor ist, aber keinesfalls der einzige wichtige.

4 Stefan Merten (09.10.2006, 22:13 Uhr)

Zum Kommentar von benni: So ein substanz- und bewusstloser Ätzvorwurf muss ausgerechnet von jemandem kommen, der sich mit dem Operaismus genau der Richtung der Arbeiterbewegung zugewandt hat, die sich wie keine zweite ein paar wenige erfolgreiche Monate in einem sehr begrenzten Gebiet zur Theorie hoch stilisiert hat…

5 benni (09.10.2006, 23:16 Uhr)

Hallo Stefan Merten,

vorneweg: Es ist nicht meine Absicht mich mit DIr zu streiten. Das würde ich aber, wenn ich da jetzt inhaltlich drauf eingehe, deswegen lasse ich es. Nur eine Klarstellung: Ich habe mich nicht dem Operaismus „zugewandt“, ich finde einiges davon nur interessant genauso wie ich die Wertkritik oder Freie Kooperation oder die Relativitätstheorie interessant finde. Also nimm mich bitte aus dieser Schublade wieder raus und steck mich in irgendeine andere.

6 keimform.de » Again: Fun or Money? (10.10.2006, 13:33 Uhr)

[…] Was hat das mit unserem Thema zu tun? Das ist zugegeben nicht so direkt zu erkennen. Der Hintergrund für mich ist Folgender: Ich bin zu dem Schluß gekommen, das es entscheidend ist, um Keimformen zu verstehen, nicht nur was Arbeit ist, sondern auch, wie dieser Bedeutungswirbel mit den benachbarten Wirbeln Spiel und Liebe korrelliert. In diesem Zusammenhang macht mich diese Meldung aufmerksam. Zum einen beleuchtet sie ein Verhältnis von Arbeit und Spiel, das völlig quer liegt zu dem sonst üblichen und das nun gerade auch noch Kinderarbeit involviert ist bringt den dritten Wirbel Liebe mit ins Spiel (Ist Kinderarbeit nichts anderes als der Entzug von Liebe unter den Bedingungen des globalisierten Kapitalismus?). Ich gebe gerne zu, dass das alles noch keine ausformulierte Theorie ist, nur Assoziationen.  Ich poste das also hier in der Hoffnung, dass sich aus euren Kommentaren neue Assoziationen ergeben, die mich und euch ein Stück weiterbringen – und das ist ja mit Christians Intervention – zumindestens was mich angeht – auch schon geschehen. Noch ein Versuch: Ist nicht der Witz bei Freier Software, das Spiel und Arbeit zusammenfallen können (siehe Stefans letzten Beitrag)? Und passiert hier nicht genau dasselbe, nur eben doppelt pervertiert statt doppelt frei? Das muss doch was bedeuten für uns, oder? […]

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