Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Stigmergie

Streifzüge 57/2013[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Wenn Kooperation nicht das Gegenteil der Konkurrenz ist (vgl. Streifzüge 56/2012) – was dann? Gibt es Formen der Kooperation, die nicht konkurrenzförmig strukturiert sind? Die gibt es, und darum soll es im folgenden gehen.

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Kategorien: Commons, Theorie

31. März 2013, 06:29 Uhr   10 Kommentare

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Endliche Ressourcen als Gemeingut

technik_klWas wäre wenn … wir über die Nutzung von Bodenschätzen global, gemeinsam und gleichberechtigt entschieden? Einige konkrete Überlegungen wie ein Commoning rund um endliche Ressourcen aussehen könnte. Der Artikel findet sich auch im lesenswerten Büchlein “Herrschaftsfrei Wirtschaften”. Zur emanzipatorischen Technikkritik jenseits der Ressourcen-Problematik sei das Heft „Technik. Für ein gutes Leben oder für den Profit?“ empfohlen.
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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Reichtum & Knappheit

1. März 2013, 07:00 Uhr   5 Kommentare

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„Post-Kapitalistische“ oder „Nicht-Kommerzielle“ Landwirtschaft?

Nicht-Kommerzielle KartoffelernteIm Umfeld der Projektwerkstatt auf Gegenseitig (PAG) trifft sich regelmäßig ein Kreis von Menschen aus verschiedene Projekte die sich dem nicht ganz klar definierten Konzept der „Nicht-Kommerzialität“ (NK) verbunden fühlen und sich auf diesen Treffen vernetzen und austauschen. Eins der bekanntesten Projekte aus diesem Umfeld ist wohl die „Nicht-Kommerzielle Landwirtschaft“ wie sie auf dem Karlshof bei Berlin von einer Hofgruppe und nach deren Scheitern von einer freien Assoziation von Menschen aus dem Karlshof-Umfeld organisiert wurde. Die Unterschiede diese Praxis zur vielfältig umgesetzten Community Supported Agriculture (CSA) bzw. Solidarischen Landwirtschaft werden dort immer wieder kontrovers diskutiert. Bei mir als Mitglied der CSA Freudenthal, einem solchen post-kapitalistischen Landwirtschafts-Experiment, regen diese kritischen Diskussionen immer wieder die Reflektion über das eigene Projekt an. Einige Aspekte dieser Kritik an unserem Projekt und meine Entgegnungen seien hier skizziert.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Praxis-Reflexionen, Soziale Netzwerke

27. Februar 2013, 07:00 Uhr   4 Kommentare

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»Reicht das Klima, bis ich groß bin?«

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Oder: »Was tun?«

Eine Veranstaltungsreihe der Zukunftswerkstatt Jena

Veranstaltungsort: Umsonst(T)raum Jena

Donnerstag, 31. Januar 2013; 19:30 Uhr: „Reicht das Klima, bis ich groß bin?“

  • Darstellung der energetischen Randbedingungen einer ökologisch und sozial resilienten Gesellschaft
  • Ist in einer 1000-Watt-Gesellschaft ein „gutes Leben“ überhaupt möglich? Was kann sich ein Mensch in einer solchen Gesellschaft „leisten“?
  • Welche Initiativen in diese Richtung gibt es bereits heute in Jena, die unterstützt werden können?

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Kategorien: Commons, Termine

16. Januar 2013, 06:52 Uhr   1 Kommentar

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Ein Universelles Stigmergisches Allokationsystem

Peers support each otherIn vielen Diskussionen ob hier im Blog oder sonst wo, komme ich immer wieder dazu festzustellen, dass viele Skepsis, die dem Keimform-Ansatz entgegengebracht wird, vor allem darin begründet liegt, dass sich die meisten Leute einfach nicht vorstellen können, dass Bedürfnisse und Fähigkeiten zusammen kommen ohne das jemand oder etwas Zwang ausübt.

Wir verweisen dann immer auf die Stigmergie als wichtige Organisationsform. Damit ist eine Form der Organisation gemeint, die im wesentlichen darauf basiert, festzuhalten, wo noch etwas getan werden müsste. Diese Hinweise ermöglichen es dann anderen, die gerne etwas tun wollen, auch etwas zu tun, was gebraucht wird.

Die Erfahrung der meisten Menschen ist aber weit weg von funktionierenden stigmergischen Organisationsstrukturen. Ich glaube, viele denken dabei eher an dreckige WG-Küchen oder zugemüllte Wälder als an Freie Software oder Wikipedia. Eine Möglichkeit diese Situation zu ändern, wäre möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, Stigmergie selbst zu erfahren. Bisher ist das nur in eng umgenzten Bereichen möglich und die medialen Systeme, die zu diesem Zweck eingesetzt werden (seien sie jetzt virtuell oder nicht-virtuell) sind zum einen oft eher primitiv (z.B. TODO-Listen) und zum anderen meist speziell auf ein einzelnes Projekt zugeschnitten, was dazu führt, dass man deren Wirksamkeit erst erfahren kann, wenn man sich an diesem konkreten Projekt beteiligt. Die Wirksamkeitserfahrung ist bei stigmergischen Systemen also an aktive und nicht an passive Partizipation gebunden und es gibt zwar Millionen von Wikipedia-Benutzern aber eben nur ein paar tausend Autoren.

Um diese Situation zu ändern möchte ich ein Universelles Stigmergisches Allokationssystem (USA) bauen, um folgendes zu erreichen:

  • Vielen Menschen die Gelegenheit geben, Erfahrungen mit Stigmergie zu machen.
  • Vielen Menschen die Gelegenheit geben, Erfahrungen mit der eigenen Bedürftigkeit zu machen.
  • Konsumptive mit produktiven Bedürfnissen zusammen zu bringen. Menschen sollen reale Bedürfnisse zumindest gelegentlich durch das Mitmachen im USA befriedigen können.
  • Ein Experimentierfeld zu eröffnen in dem man lernen kann, wie ein USA aussehen könnte, dass einmal wirklich dazu beitragen kann eine commons-basierte Gesellschaft zu ermöglichen.

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Kategorien: Commons, Freie Software, Soziale Netzwerke

13. Januar 2013, 12:30 Uhr   54 Kommentare

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»Was will die Keimform-Theorie?«

Das fragt sich Wolfram Pfreundschuh, Autor von kulturkritik.net. Er hat im Kulturkritischen Lexikon einen Eintrag zum Stichwort Keimformtheorie verfasst. Damit setze ich mich im folgenden auseinander.

Die Theorie von der Keimform will diese als eine gesellschaftliche Alternative innerhalb der bestehenden Gesellschaft setzen, die sie von innen her dadurch überwindet, dass neue Gemeinschaften, Güter, Werkzeuge und Ressourcen entwickelt werden und „heranwachsen“, die durch freiwillige Beiträge quasi urwüchsig aus dem Betreiben einer „authentischen“ Tätigkeit, die für sich schon sinnvoll sein will, entstehen und deren Produkte dann als frei verfügbare Gemeingüter gehalten werden.

Wie dieser erste Satz schon Missverständnisse hinsichtlich der sogenannten Keimform-Theorie formuliert, so geht es in Wolframs Text weiter. Es erscheint mir unmöglich, durch Antwort auf einzelne Argumente die Vorstellung zu befördern, worum es in unserer Suche nach Wegen aus dem Kapitalismus und eben der Diskussion über Keimformen einer neuen Vergesellschaftung überhaupt geht.

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Kategorien: Commons, Theorie

15. Dezember 2012, 07:17 Uhr   39 Kommentare

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Beyond Digital Plenty (1)

Building Blocks for Physical Peer Production

Journal of Peer Production[Originally published in Journal of Peer Production, Issue #1: Productive Negation, July 2012.]

Summary

Commons-based peer production has produced astonishing amounts of freely usable and shareable information. While that is amazing in itself, many people think that it is all, arguing that peer production flourishes in the digital realms of the Internet—and only there. This would mean that peer production could never be more than a niche phenomenon, since nobody can survive on information alone. This article challenges the conventional viewpoint, arguing that the potential of peer production extends far beyond the digital sphere into the sphere of physical production and that corresponding developments are already under way.

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Kategorien: Commons, English, Reichtum & Knappheit, Theorie

23. Oktober 2012, 07:44 Uhr   4 Kommentare

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Eigennutz, Fairness und Vertrauen

Linus Torvalds ist der Begründer des freien Betriebssystem-Kerns Linux. Manche nehmen an, Torvalds müsse ein »uneigennütziger Mensch« sein, denn er hat der Welt ein freies Betriebssystem geschenkt. Doch das sieht Torvalds ganz anders:

Die eigentliche Idee von Open Source ist, dass sie jedem erlaubt »eigennützig« zu sein, und nicht, dass sie versucht alle dazu zu bekommen, zu einer guten Sache beizutragen.

Das ist überraschend, denn in der Regel wird Eigennützigkeit mit »gegen andere handeln« verbunden und in Gegensatz zur Gemeinnützigkeit von Open Source gebracht. Offensichtlich gibt es Form der Eigennützigkeit, die sich nicht gegen andere richten muss. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Freie Software, Praxis-Reflexionen

23. Juli 2012, 07:20 Uhr   3 Kommentare

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Ubuntu-Philosophie

[(Teil-)Beitrag zu dem neuen Commons-Buch (Commons – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat, Hg. Silke Helfrich/Heinrich-Böll-Stiftung); Lizenz: CC BY-SA. Beide Teile gibt’s in einem PDF. There is also an English version.]

Die strukturelle Gemeinschaftlichkeit der Commons

Gemeingüter sind so vielfältig wie das Leben, und dennoch teilen alle Mitwirken­den, alle »Commoners«, gemeinsame Grundüberzeugungen. Um diese verstehen zu können, muss man sich klarmachen, was Gemeingüter praktisch bedeuten, welche Funktion sie haben und schon immer hatten. Das wiederum schließt ein, dass wir uns mit den Menschen befassen, denn Gemeingüter sind eben nicht nur »Güter«, sondern auch eine soziale Praxis, in der gemeinsam Ressourcen und Gü­ter genutzt, erzeugt und bewahrt werden. Es geht also um die Commons-Praxis, das »Commoning« – und damit um uns. Die Debatte um die Commons ist auch eine um Menschenbilder. Treten wir deshalb einen Schritt zurück, um mit der all­gemeinen Frage nach den Lebensbedingungen zu beginnen.

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Kategorien: Commons, Medientipp

21. Juni 2012, 07:14 Uhr   8 Kommentare

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Peer-Produktion – der unerwartete Aufstieg einer commonsbasierten Produktionsweise

[This article is also available in English.]

Das Commons-Buch[Mein Beitrag zu dem neuen Commons-Buch (Commons – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat, Hg. Silke Helfrich/Heinrich-Böll-Stiftung); Lizenz: CC BY-SA. Auch als PDF verfügbar.]

Das Linux-Prinzip

Im Jahr 1991 hatte der junge finnische Informatikstudent Linus Torvalds eine verblüffende Idee: Er begann auf seinem PC ein Betriebssystem zu schreiben. Zunächst ging es ihm nur darum, Dinge ausprobieren zu können, die mit den damals erhältlichen Betriebssystemen nicht möglich waren. Nach Monaten der Bastelei bemerkte Torvalds, dass er ein auch für andere nützliches System entwickelt hatte. Er kündigte seine Arbeit im Internet an und bat um Rückmeldung, welche Eigenschaften sich die anderen von einem solchen System wünschten. Wochen später stellte er die Software ins Internet. Jeder konnte seinen Code nun herunterladen, verwenden und (bei entsprechenden Programmierkenntnissen) den eigenen Bedürfnissen anpassen.

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Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit, Termine

10. Juni 2012, 07:17 Uhr   10 Kommentare