One Year of Open Source

Filmmaker Sam Muirhead from New Zealand is living in Berlin, and he is going to live »open source« for one year. What does this mean? It does not mean »without money«, but it means »no proprietary products«. Open source everthing. Every day.

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Krieg gegen eine ganze Generation

Peter Sunde soll in den Knast. Und über 10 Millionen Euro Strafe zahlen. Wegen Beihilfe zur Verletzung des Urheberrechts durch The Pirate Bay. Er war der Pressesprecher. Alle Instanzen sind durch. Peter schreibt:

Ich weiß, dass ich an einem Punkt bin, an dem die Chance meiner Strafe zu entkommen, weniger als 0,1 Prozent ist. Nicht ins Gefängnis gehen zu müssen für Verbrechen, die ich nicht begangen habe. Verbrechen, die noch nichtmal begangen wurden. Verbrechen, die gar keine Verbrechen sind, selbst wenn sie begangen worden wären. Und wenn sie begangen wurden, nicht von mir. Es ist eine bizarre Situation, ich bin weit weg von einer strafrechtlichen Verantwortung. Trotzdem muss ich mehrere Monate im Gefängnis verbringen.

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Selbstentfaltung

[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

„Have a lot of fun“ lautet der legendäre Hackergruß. Spaß haben? Steht das nicht für die inhaltsentleerte dumpf-blöde „Spaßkultur“ von Comedy & Co? Weit gefehlt. Der Gruß verweist auf die Motivation, sich einer komplexen selbstgestellten Aufgabe hinzugeben – wie die der Entwicklung von Software oder anderen nützlichen und schönen Dingen. Das Entscheidende dabei ist die Freiwilligkeit, ist es, sich lustvoll einem selbstgewählten Ziel zu verschreiben, ist die Identität von Zweck und Selbstzweck.

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Finanzialisierung der Commons

Am 23.6.2012 war ich zur Sommertagung »Kapitalismuskritik reloaded« der Grünen Akademie in der Heinrich-Böll-Stiftung eingeladen und habe dort folgenden Vortrag gehalten (Slides & Audio):

Klassenkampf als immanenter Konflikt

Ein Gespräch zwischen Andreas Exner und Stefan Meretz

Teil 4 und Schluss (Teil 1, Teil 2, Teil 3)

[Erschienen in: Grundrisse 42/2012]

Stefan: Du hast viele interessante Fragen aufgeworfen, auf die ich nur ausschnitthaft eingehen kann. Ich habe verstanden, dass du vom Primat der Herrschaft ausgehst und die Produktionsweise wesentlich dadurch bestimmt siehst. Folglich siehst du den Ansatzpunkt der Transformation bei der Herrschaftsfrage. Bei mir ist es umgekehrt. Nun könnten wir uns auf ein Mittelding einigen, aber das wäre ein fauler Kompromiss und keine theoretische Debatte. Also will ich darauf noch etwas eingehen.

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Fetischismus und Sachzwang

Ein Gespräch zwischen Andreas Exner und Stefan Meretz

Teil 3 (Teil 1, Teil 2)

[Erschienen in: Grundrisse 42/2012]

Stefan: In dem von mir angebrachten Zitat nimmt Marx tatsächlich einen überhistorischen Standpunkt ein, in dem er die genuine Freiheit des Menschen als Kriterium für den geschichtlichen Prozess nimmt. Allerdings muss er da nichts konstruieren, sondern bewertet die ersten beiden Etappen als Verhältnisse, die auf persönlicher bzw. sachlicher Abhängigkeit basieren. Dass Marx die ersten Abhängigkeitsverhältnisse „naturwüchsig“ nennt, finde ich dabei nicht wichtig, den Feudalismus meint er damit ohnehin nicht. Das Wort „persönlich“ darfst du nicht zu eng sehen, heute würden wir vielleicht treffender von „personalen Abhängigkeitsverhältnissen“ sprechen – eine zutreffende Kennzeichnung für die vorkapitalistischen Gesellschaften wie ich finde, ebenso wie die relative individuelle Freiheit bei sachlicher Abhängigkeit im Kapitalismus.

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Musikpiraten rufen zum Free Music Contest 2012

Unter dem Motto »Freedom & Free Beer« startet heute der vierte Free! Music! Contest der Musikpiraten. Eine Anmeldung ist bis zum 31. Juli möglich.

Der Wettbewerb hat bereits internationale Bekanntheit in der Creative Commons-Musikszene erlangt. Während letztes Jahr der Fokus auf dem Ermöglichen von abgeleiteten Werken lag, steht dieses Jahr der Begriff »frei« im Mittelpunkt. Ab wann genau ist Musik »frei«? Reicht es, wenn für sie nichts bezahlt werden muss, sie also »frei wie Freibier« ist? Oder muss es erlaubt sein, sie auch zu verändern und zu verkaufen, ohne die Urheber zu entlohnen, wie es die Definition von »frei wie in Freiheit« der Free Software Foundation benutzt?

Weiterlesen bei den Musikpiraten…

Herrschaftsverhältnisse – sachlich vs. personal

Ein Gespräch zwischen Andreas Exner und Stefan Meretz

Teil 2 (Teil 1)

[Erschienen in: Grundrisse 42/2012]

Stefan: Für mich ist die Unterscheidung von Struktur und Person sehr wichtig. Wenn ich von Exklusions-Logik spreche, dann meine ich damit die Struktur, in der ich mich gezwungen sehe, einer bestimmten Logik zu folgen, auch wenn ich als Person Exklusionen eigentlich ablehne. Wenn ich einen Job bekomme, bekommt ihn ein anderer nicht. Wenn ich ein Ware verkaufe, kann mein Konkurrent diesen Verkauf nicht realisieren etc. Das ist nicht vom persönlichen Wollen abhängig, sondern strukturelle Funktionslogik der Warengesellschaft.

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Der schwierige Weg der Transformation

Ein Gespräch zwischen Andreas Exner und Stefan Meretz

Teil 1

[Erschienen in: Grundrisse 42/2012]

Andreas Exner und Stefan Meretz bloggen regelmäßig zu Fragen der gesellschaftlichen Transformation (auf social-innovation.org und keimform.de) und unterstützen die Initiative demonetize.it. Doch über das „Wie“ der Transformation und Demonetarisierung gibt es unterschiedliche Auffassungen. Das ist das Thema des folgenden Gesprächs.

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Piraten vs. Politik

[Den hier kurzzzeitig veröffentlichten Artikel haben wir wieder rausgenommen, da er schon anderswo publiziert worden war und kein klarer Bezug zur Keimform-Thematik erkennbar ist; zudem gab es inhaltliche Bedenken. Das Keimform-Team.]