Kategorie: Theorie

Self-organized Plenty

Peers support each other[Eine etwas ausführlichere Version dieses Artikel gibt es auch auf Deutsch.]

This is a handout of the slides of the talk which I gave at FSCONS 2010. So far, a detailed written version of the talk exists only in German (1, 2, 3, 4), but I hope to prepare something similar in English in the foreseeable future.

The Emergence of Physical Peer Production

Commons-based Peer Production

Commons
Goods which are jointly developed and maintained by a community and shared according to community-defined rules.
Peer production
People cooperate voluntarily on an equal footing (as peers) in order to reach a common goal.
Commons-based peer production
Peer production which is based upon commons and which creates new commons or maintains and fosters the existing ones.

(mehr …)

The Generative Logic of the Commons — Slidecast

During the International Commons Conference in Berlin (Oct 31–Nov 2, 2010) I gave a keynote speech in the stream »The Generative Logic of the Commons« together with Roberto Verzola. I slidecasted (slides+audio) my talk which you can watch and listen to here:

If you wish to see me speaking at the desk—which isn’t really interesting—you may switch to the Böll conference page and choose part 10. There you’ll also find Robertos presentation (part 9) and all other ICC talks, which have been recorded. And I can recommend the discussion after Roberto’s and my talk (part 11), which was loaded with a lot of critical but constructive energy 🙂

[Update: Here are the slides in PDF or ODP format]

»It’s the internet, stupid«

»Es geht um’s Internet, du Pappnase« — so frech wird, frei übersetzt, den Teilnehmer_innen des LINKEN heute beginnenden Programmkonvents ein Papier (PDF) vor den Latz geknallt, und das ist auch bitter nötig. Denn in Sachen Netzpolitik ist die LINKE denkbar schwach aufgestellt. »DIE LINKE sollte mit ihrem Programm nicht im 20. Jahrhundert stehen bleiben« fordern, flehen, ja betteln die Autor_innen des Papiers. Ob’s hilft?

Acht Themenbereiche macht das Papier aus, zu denen die LINKE sich positionieren solle:

(mehr …)

»Auf dem Weg Richtung Wissenskommunismus«

… so lautet der Titel der Thesen der Redaktion des »prager frühling«, die wir nachstehend mit freundlicher Erlaubnis der Redaktion reposten (explizit unter keimform.de-Gemeinfreiheit). Hier können sie diskutiert werden.

Der Titel klingt ja ganz schön forsch. Halten die Thesen aber, was der Titel verspricht?

Was ist eure Meinung dazu?

Lest dazu auch »com.munismus.komm! Patente Sachen über Wissen, Arbeit und Eigentum«.

Hier nun die »Thesen der prager-frühling-Redaktion«. (mehr …)

Interview zu Peer-Produktion und selbstbestimmter Kooperation

Beitragen statt tauschenDer freiberufliche Autor Peter Plöger („Arbeitssammler, Jobnomaden und Berufsartisten“) arbeitet derzeit an einem Buch über Menschen, „die der kapitalistischen Wirtschaftsweise ein Schnippchen schlagen“. Dafür hat er mit mir ein Interview über Peer-Produktion und Peer-Ökonomie, über selbstbestimmtes Leben und die Hürden auf dem Weg zu einer kooperativeren Gesellschaft geführt.

Bis Peters Buch erscheint, wird es noch eine Weile dauern (Veröffentlichungstermin ist September 2011), aber mit seiner freundlichen Genehmigung veröffentliche ich die Interviewfragen und -antworten hier vorab. Wer informiert werden will, wenn das fertige Buch erscheint, kann sich bei pploeger ät freenet Punkt de melden.

Peer Production hat in einigen Punkten Ähnlichkeiten mit Tauschringen. Wie viel verdankt das Konzept älteren Ideen zu alternativen Formen der Ökonomie?

Ich denke dass eventuelle Ähnlichkeiten mit Tauschringen bei der Peer-Ökonomie, so wie ich sie in meinem Buch beschreibe, nur sehr oberflächlich sind. Bei Tauschringen muss ja jede/r für sich etwas machen, was sie oder er dann den anderen anbieten kann. Produziert wird einzeln, die anderen sind eigentlich nur als potenzielle Tauschpartner/innen von Interesse.

(mehr …)

grundlegung.de

Ich habe ein neues Projekt gestartet: Es befasst sich mit der Einführung in die »Grundlegung der Psychologie« von Klaus Holzkamp. Die »Grundlegung« ist das Basiswerk der Kritischen Psychologie. Es ist allerdings ziemlich schwer zu lesen. Um den Einstieg ein wenig zu unterstützen, habe ich eine Art »Onlinekurs« gestaltet. Wöchentlich erscheinen Artikel, die Abschnitte des Buches behandeln. Die Artikel kann man abonnieren. Alle Texte und Grafiken sind »gemeinfrei«, können also beliebig weiter verwendet werden.

Gleich in den ersten Ausgaben geht es um das »Fünfschritt-Modell«, in dem der Keimform-Begriff eine wichtige Rolle. Wer also schon immer mal wissen möchte, wo der Keimform-Begriff herkommt (das ist eine Quelle, es gibt weitere ) und was er genau bedeutet, findet dort eine ausführliche Erklärung. Am 30.8.2010 geht’s los, eintragen kann man sich schon jetzt.

Kritische Kategorien

In der neuen Kolumne »Immaterial World« in den Wiener »Streifzügen« geht es um die Rolle einer speziellen Sorte von Begriffen: um kritische Kategorien. Kategorien sind analytische Begriffe, die einem »die Realität aufschließen«, sie sind sozusagen die Brille, durch die wir die Realität wahrnehmen. Von den Kategorien hängt ab, was wir zu Gesicht bekommen.

Versteht man etwa »Subjekt« im Wortsinne ausschließlich als das »Unterworfene«, als Gefangenen der Fetisch-Verhältnisse, dann wird die Seite des »unter vorfindlichen Bedingungen Handelns« verabsolutiert. Dabei gerät die andere Seite aus dem Blick, nämlich die des Schaffens und Veränderns der vorhandenen Bedingungen. Auch diese Seite darf nun wieder nicht vereinseitigt werden — etwa im Sinne eines willkürlichen Wunschschloss-Bauens –, sondern Handlungseinschränkungen wie -Möglichkeiten müssen in ihrer Widersprüchlichkeit sichtbar gemacht werden. Das ist die Aufgabe kritischer Kategorien. Mehr dazu steht in der Kolumne.

Um das komplizierte Verhältnis von an Marx orientierter Gesellschaftstheorie, Kategorien und Einzeltheorien geht es auch in einem Workshop bei der Ferienuni Kritische Psychologie, an dem ich teilnehme. Wer sich für die hier angesprochenen erkenntnistheoretischen Fragen interessiert, ist herzlich eingeladen.

Liquid Feedback und die Dialektik des Datenschutzes

Es ist ja sei den Bundestagswahlen etwas ruhig geworden um die Piraten. Sie kreisten sehr um sich selbst. Nun ist mal wieder etwas aus dem Bauch der Piratenpartei nach oben gespült worden, was eine größere (Netz-)öffentlichkeit interessiert obwohl auch das eigentlich eine rein interne Angelegenheit ist.

Ich habe ja schon von Anfang an gesagt, dass – bei aller Kritik die ich an den Piraten geäußert habe – einer ihrer interessantesten Aspekte ihre Experimente mit neuen Demokratieformen sind. Zu diesem Zweck benutzt zum Beispiel der Berliner Landesverband ein Tool namens „Liquid Feedback“ (eine Implementation der Ideen der „Liquid Democracy„). Die Bundespartei will das laut einem Parteitagsbeschluss auch einführen. Was ist das überhaupt? Im Kern geht es um eine Mischung aus direkter und repräsentativer Demokratie. Ich kann je nach Thema selber abstimmen oder meine Stimme für bestimmte Themenkomplexe delegieren. Die Leute an die ich die Stimmen delegiere, können diese dann selbst wieder delegieren. Ich kann jederzeit meine Delegation widerrufen (Das Parteigesetz lässt allerdings nicht zu, dass Beschlüsse damit gefasst werden, das System soll also vorerst nur empfehlenden Charakter haben).

(mehr …)

Stigmergie

Stigmergie ist ein Begriff zur Beschreibung, wie Kommunikation in einem dezentral organisierten System, das eine große Anzahl von Individuen umfasst (etwa einem Schwarm, vgl. Schwarmintelligenz), koordiniert wird: Die Individuen des Systems kommunizieren miteinander, indem sie ihre lokale Umgebung modifizieren. Das gemeinsam Erstellte wird gleichsam zur allgemeinen Anleitung dafür, wie mit dessen Erstellung fortzufahren ist. Produkt und Dokumentation des Produktionsprozesses sowie die Planung der weiteren Ausrichtung der Produktion fallen in eins.

(mehr …)

Commons und die Linke(n)

Gestern trafen sich Commons-Aktivist_innen und Interessierte aus der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der kommunalen Arbeit der Linkspartei, um über das politische Potenzial des Commons-Ansatzes zu sprechen. Zu Beginn habe ich eine problemorientierte Präsentation zu den Commons vorgestellt (Download als PDF). Dabei ging es um mögliche Differenzen eines »grünen« und »linken« Commons-Begriffs sowie das Verhältnis des in der LINKEN verbreiteten Begriffs des »Öffentlichen« zum Begriff der »Commons«.

(mehr …)