Kategorie: Medientipp

CoForum: Dissidente Praktiken

Dieses Buch ist Band 4 der Reihe »Konzepte / Materialien«, die von der Stiftung Fraueninitiative herausgegeben wird.
Dieser Band erörtert länderübergreifend Prozesse der Selbstorganisation und gemeinsamen Selbstversorgung. Anliegen ist nicht nur, das neue Denken und Handeln einerseits theoretisch zu fassen, sondern auch der vielgestaltigen Realität der Praxisprojekte gerecht zu werden und aus ihren teilweise sehr unterschliedlichen Erfahrungen zu lernen.

-> Dissidente Praktiken

Sabine Nuss bloggt jetzt auch

und zwar hier. Sabine hat eine sehr lesenswerte Dissertation zu „Aneignungskonflikten um geistiges Eigentum im informationellen Kapitalismus“ geschrieben, in der sie sich kritisch mit der Freie Software/Freie Kultur-Bewegung und der dort weit verbreiteten Annahme, dass „geistiges Eigentum“ etwas völlig anderes als „normales“, materielles Eigentum ist, auseinandersetzt. Gleichzeitig spürt sie dort dem Wandel des Eigentumsbegriffs im Lauf der Zeiten nach, und zeigt dass die heute verbreitete Vorstellung von „Eigentum“ eine spezifisch moderne, kapitalistische ist (und keineswegs universell oder gar „natürlich“, wie uns ESR und andere Ideologen gerne weismachen wollen).
Traurig nur, dass sie anscheinend so wenig vom Copyleft hält, dass ihre Dissertation wohl nur in Buchform erhältlich ist – lohnen könnte sich die Lekture trotzdem.

(Post-)Operaismus

Ja, genauso heißt ein neues Buch, dass die Autoren Martin Birkner und Robert Foltin heute, 28.9.06, bei einer Veranstaltung in Berlin vorstellten. Viele werden damit heute nichts mehr verbinden, denn die italienische politische Bewegung des »Operaismus« ist Geschichte, während andere im Buch behandelte Nachfolge-Theorien häufig nicht mit dem Begriff »Postoperaismus« bezeichnet werden.

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