Obwohl schon eine Weile unter einer Creative Commons-Lizenz erhältlich, ist das Buch »Producing Open Source Software. How to Run a Successful Free Software Project« von Karl Fogel im deutschsprachigen Raum kaum rezensiert worden. Ok, das Buch wurde auf englisch verfasst, aber gleichzeitig ist es so interessant, dass es mehr Aufmerksamkeit verdient. Vielleicht erleichtert die folgende Besprechung ja den Einstieg. Übersetzungen stammen von mir.
Kategorie: Medientipp
Open Content Licensing
Das Buch »Open Content Licensing — Cultivating the Creative Commons« zur Konferenz ist erschienen. Welcher Konferenz? Nun, der vom Januar 2005 in Queensland, Australien, eben zu jenem Thema. Na ja, Bücher brauchen eben etwas länger. Alle Beiträge können unter der unfreiesten (nicht-kommerziell / keine Veränderungen) freien CC-Lizenz komplett oder einzeln heruntergeladen werden.
Reblogged from Creative Commons Blog
ZDF mit drei Beiträgen über Open Source
Das ZDF hält drei Videos bereit, ein Interview mit Bernd Blaauw über die Entwicklung von FreeDOS und ein Bericht über dieses freie Betriebsystem. Ein Bericht mit Martin “Joey” Schulze über die Entwicklung des “Community Linux” Debian und ein Bericht mit Andreas Goralczyk dem Art Director von “Elephants Dream” über die Entstehung dieses Blender-Open Movie.
Alle Source-Links in der Karl-Tux-Stadt
Open Source Jahrbuch: Das erste Kapitel
Der Untertitel des aktuellen Open Source Jahrbuch ist mir erst beim Ansehen der Print-Version aufgefallen: Zwischen freier Software und Gesellschaftsmodell. „Gesellschaftsmodell“ klingt ja viel versprechend 🙂 — leider allerdings ist im Buch außer dem Artikel von Franz Nahrada und vielleicht dem von Gundolf S. Freyermuth (dazu je unten mehr) nicht viel zu finden, was diesem Anspruch gerecht werden könnte.
Überhaupt kann ich allen, die das Buch nicht bestellen wollen oder können, nur den Download der PDF-Version empfehlen, da die inhaltliche Gliederung des Buchs in der Online-Übersichtsseite völlig verloren geht. Insgesamt hat das Buch 7 Kapitel, die für uns interessantesten Artikel dürften wohl v.a. in Kapitel 1 („Das Prinzip Open Source“) und 2 („Open-Source-Ökonomie“) zu finden.
Das neue Open Source Jahrbuch ist da
Vor ein paar Tagen ist das neue Open Source Jahrbuch erschienen. Das Buch gibt es zum Komplett-Download als PDF; wer den Autor- bzw. Herausgeber/innen oder den eigenen Augen etwas gutes tun will, kann aber auch die gedruckte Version bestellen. Außerdem gibt es eine Übersichtsseite mit Titeln und Abstract der einzelnen Artikel, über die die Artikel jeweils auch separat downloadbar sind. Insgesamt sind es 49 Artikel — wow, eine Menge Stoff 🙂
Zu den Autoren gehört Richard Stallman, der — nach dem Titel zu urteilen –, allerdings nur mit seiner üblichen Litanei aufwartet: „Why ‚Open Source‘ Misses the Point of Free Software“ („Warum ‚Open Source‘ das Wesentliche von ‚Freier Software‘ verdeckt“). Schade, wär interessant gewesen, mal wieder was Neues vom ihm zu lesen…
Aus der keimförmigeren Ecke ist zumindest Franz Nahrada vertreten, mit einem Artikel über „Piazze telematiche, Video Bridges, Open Coops – der mühsame Weg zu den Globalen Dörfern“.
Hab mir das Buch jedenfalls mal runtergeladen und werd demnächst mal anfangen, zu schmökern 🙂
Piccoletto – ein Bilderbuch
Piccoletto, ein Kinderbuch von Renato Rascel (Italien 1960), schildert den Weihnachtsabend des Schornsteinfegers Piccoletto. Wunderschöne Bilder, stark stilisiert, ein wenig an konstruktivistische oder neusachliche Malerei erinnernd, nichtsdestoweniger sehr kindgerechte, klar erkennbare Figuren. Die Farben sind matt getönt, von einer eher dezenten Buntheit.
Buch »Freie Netze. Freies Wissen.«
Neben Vilnius trägt Linz im Jahr 2009 den Titel Kulturhauptstadt Europas. Linz, Stätte des Prix Ars Electronica, ist prädestiniert, sich mit den Freien Bewegungen auseinanderzusetzen. Und das ist bereits geschehen, das Ergebnis liegt nun als Buch vor — selbstverständlich unter einer Creative Commons Lizenz. Zwei Zitate auf der Buchrückseite stehen prägnant für den Inhalt:
»Die Bewegung für Freie Software ist eine Bewegung für Menschenrechte und für soziale Veränderung.« (Richard Stallman)
»Es gibt keine Kunst, die nicht wiederverwendet.« (Lawrence Lessig)
Buch: »Die Befreiung der Information«
André Spiegel hat vor ein paar Monaten ein nettes kleines Büchlein über »GNU, Linux und die Folgen«, wie es im Untertitel heißt, herausgebracht. Der Autor konnte einen Verlag überzeugen, das Werk sowohl kommerziell zu vertreiben und wie auch den freien Download unter einer Creative-Commons-Lizenz zu akzeptieren — geht doch! Was steht drin? Eine nachgereichte Rezension…
Getting Rich off Those Who Work for Free
Hier eine reichlich zynische Variante der Frage nach dem „Warum“ z.B. auch von Freier Software: Die Frage sei nicht, ob Leute auch von anderen Motivationen getrieben werden als von Geld. Das sei ja klar. Die Frage sei, wie man dafuer sorgt, dass man an freiwilliger Arbeit Geld verdient und die Freiwilligen sich nicht wie die Deppen vorkommen.
Aber der Artikel handelt eigentlich von Jochai Benkler, dem bekannten Autor des Wealth of Networks, der anscheinend Folgendes behauptet:
Peer production by people who donate small or large quantities of their time and expertise isn’t necessarily great at generating the original and the unique, but it’s very good for improving existing products (like software) and bringing together dispersed information (Wikipedia).
Das scheint mir in Anbetracht der real existierenden p2p Loesungen (inklusive Freier Software) erstmal einleuchtend. Aus einer Rundfrage auf Ox-en muss ich hinzufuegen, dass „peer production“ auch nicht so recht fuer wirklich sicherheitsrelevante Produkte zu taugen scheint, also fuer Infrastrukturen, die einfach funktionieren muessen – beim ersten Mal, nicht erst nach x Iterationen.
Diese Frage treiben mich wirklich um. Wenn in Freier Software irgendwas „Neues im Alten“ aufscheinen soll – und mir scheint FS von allen Kandidaten (sind nicht so viele) immernoch am „Neuesten im Alten“, dann sollte dieses Neue doch in der Lage robuste und massenhaft originelle Loesungen anbieten koennen – nicht derivative und erstmal reichlich unzuverlaessige. Oder?
Sein und Haben — Thesen zur Warenkritik
Die Zukunftswerkstatt Jena hat eine Broschüre zur Kritik der Warengesellschaft online gebracht. Die Autorinnen und Autoren zeigen in einem methodisch und historisch sehr grundlegendem Aufriss, dass die Menschheit an eine Grenze der Reproduktion ihrer Gattung gelangt ist und sich bei einem „weiter so“ in ihrer Existenz selbst gefährdet. Als Ursache wird die Verselbstständigung der Warenproduktion gegenüber den Bedürfnissen der Menschen angesehen.