Bürgerfunk und freie Radios haben so manche Perle im Programm, was sie u.a. gegenüber dem Dudelfunk auszeichnet. Zwei Sendungen möchte ich kurz vorstellen — nicht ganz zufällig ausgewählt:-)
Kategorie: Medientipp
Open Access Handbuch
Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das »Open Access Handbuch« veröffentlicht, sowohl als Printprodukt wie auch als PDF (nicht-kommerzielle Nutzung erlaubt). In dem Handbuch geht es um die »Chancen und Herausforderungen dieses Modells«, um Geschäftsmodelle, Urheberrecht, Qualitätssicherung, Archivierung und Finanzierung. Richard Sietmann umreisst im Intro folgende »paradoxe Situation«:
»Noch nie stand der Wissenschaft eine solche Plattform zur Wissensvernetzung zur Verfügung, wie sie das Internet bietet; doch zu gleich geht die Übertragung des traditionellen Publikationswesens auf den Cyberspace mit exklusiven Zugriffsrechten einher. Namhafte Wissenschaftler sehen durch die Zugriffsschranken letztlich das gefährdet, was die Generierung neuen Wissens ausmacht, indem sie den freien Austausch von Gedanken und Ideen behindern, der in der Forschung unverzichtbar ist.« (S. 12)
The Art of Free Cooperation
Bin gerade über dieses Buch von Christoph Spehr, Howard Rheingold, Brian Holmes , Trebor Scholz (Editor) und Geert Lovink (Editor) gestolpert:
Inspired by the collaborative models of the open-source software movement, Rosa Luxemburg Award-winning German writer Christoph Spehr, Howard Rheingold, Brian Holmes and the editors critique both the received capitalist and socialist methods of social integration, and elaborate a practical vision for a third alternative, one that promises to surmount the problems of inequality on the one hand and the lack of individual freedoms on the other. Part utopian intervention, part radical polemic and activist manual, The Art of Free Cooperation also includes a DVD with additional texts, highlights from an international “Free Cooperation” conference, and a feature-length film collage, narrated by Tony Conrad, illustrating the principles of Free Cooperation through the visual language of science fiction.
Hat das jemand gelesen und einen Kommentar dazu ?
apt-get install anarchism
Ja, so einfach können sich Debian-User und Anverwandte den Anarchismus auf den Rechner holen. Ok, nicht den ganzen Anarchismus, aber schon mal das Anarchist FAQ.
Warum aber gibt’s das überhaupt, und dann noch als offizelles Debian-Paket? Weil es die Bibel gibt, auch bei Debian, also zum Ausgleich. Die beiden neutralisieren sich gewissermaßen: Jede Löschaufforderung des einen, wird mit der Existenz des anderen abgelehnt.
PHOENIX digital — vom ganzen Bild nur ein Stück
Der Spartenkanal PHOENIX hat 61 Stunden seines Programms aus zehn Jahren zum Download online gestellt — in der PHOENIX-Biliothek. Immerhin Download und nicht das übliche Streaming, das bestenfalls sonst geboten wird. Die Urheberrechte werden allerdings restriktiv gehandhabt: private Nutzung ja, aber nix Creative Commons, nix Remix. Schade eigentlich, bieten doch depperte Ruck-Reden oder tränenerstickte Dopinggeständnisse wunderbares Remix-Basismaterial:-) Aber wenn Remixes erstmal kursieren…
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Good Copy Bad Copy
Sehenswerter Dokumentarfilm aus Dänemark, der Film zum Blogbeitrag vom September 2006: Wie Brasilien als Free Culture Nation funktioniert. Außerdem: die weltgrößte Filmindustrie Nigeria (1200 Filme/Jahr, Indien: 900 Filme/Jahr, USA: 611 Filme/Jahr) ohne Copyright, Piratenpartei in Schweden und Pirate Bay, MPAA und IFPI für Copyright, il/legaler Musikvertrieb in Russland, Lawrence Lessig unvermeidlich, Danger Mouse usw. — ohne Kommentar, die Ausschnitte sprechen für sich.
Torrent-Download bei Pirate Bay (knapp 700 MB, Laufzeit 60 Minuten, keine Lizenzangabe).
ARTE goes Creative Commons?
Na, mal abwarten. Jetzt hat ARTE-TV zunächst mal den Film »Im Namen des Schöpfers« unter eine CC-Lizenz gepackt:
Metropolis bietet die TV-Reportage „Im Namen des Schöpfers“ (von Susan Loehr) als Video zum Download an – und zwar unter einer Creative Commons Lizenz vom Typ BY-NC-SA 2.0 de“. Wir haben diese Reportage aus der Sendung für Sie aufbereitet und stellen Sie Ihnen hiermit zur Verfügung. Sie dürfen den Inhalt vervielfältigen, verbreiten und öffentlich aufführen.
Ist ja fein, jetzt müsste ARTE nur noch den Unterschied von Streaming und Download kapieren, denn auf der o.g. Webseite gibt es den Film nicht als Download. Also muss jede/r selbst umständlich im Quelltext rumwühlen, sich zum Beispiel den MPlayer besorgen und folgenden Befehl (in einer Zeile) absetzen:
mplayer -dumpfile arte_copyright.rm -dumpstream
rtsp://212.95.67.121:554/permanent/c2/metropolis/bonus/copyright_de.rmvb?cloakport=80,554,7070
Die Datei arte_copyright.rm (19,2 MB) liegt anschließend im proprietären RealMedia-Format im aktuellen Verzeichnis.
Inhaltlich ist der Film eine brave Einführung ins Thema — Lawrence Lessig, Content-Produzenten und die Leute vom OpenMusicContest kommen zu Wort. Interviews in voller Länge mit Cay Wesnigk (Filmproduzent) und Lawrence Lessig (Jura-Prof, Creative Commons) gibt es extra, allerdings unfrei.
[reblogged from netzpolitik]
OpenMusicContest 2007
Bereits zum dritten Mal fand der OpenMusicContest statt. Teilnehmen können Bands, deren Stücke unter einer CC-Lizenz veröffentlicht werden und frei von GEMA-Ansprüchen sind. Die Gewinner haben die Ehre, auf einer Doppel-CD, präsentiert zu werden. Die CDs mit Booklet in einer netten Faltschachtel ist beim AStA der Uni Marburg schon vergriffen, aber beim FoeBuD e.V. soll es noch welche geben — mein OMC-Sampler-Pack hat die handsignierte Nummer 0541:-) Aber selbstredend gibt’s das Ganze auch online, wer will, kann sich also selbst das Doppelpack basteln.
Open-Source-Jahrbuch über Wirtschaft: „Stigmergie“ statt „unsichtbarer Hand“
Nach der Besprechung des ersten Kapitels des Open Source Jahrbuchs 2007 will ich mich heute mit dem zweiten Kapitel beschäftigen, das der „Open-Source-Ökonomie“ gewidmet ist.
Der erste der drei Artikel des Kapitel stammt von den renommierten Ökonomen Hal Varian und Carl Shapiro. Nur leider ist „Die Ökonomie der Softwaremärkte“ (S. 125) eigentlich gar kein richtiger Artikel.
Interview »Verwertung oder Leben«
Das Interview »Verwertung oder Leben« mit Uli Weiß und Stefan Meretz erschien 2005 im Buch »Losarbeiten – Arbeitslos? Globalisierungskritik und die Krise der Arbeitsgesellschaft«. Nun liegt das Interview auch als Audiodatei im OGG– und MP3-Format vor (43 Minuten, jeweils rund 20 MB).
Stichworte aus dem Interview sind: Freie Software, Nebenwiderspruch Kapital und Arbeit, Selbstentfaltung versus Selbstverwertung, Gutmenschen, Sozialstaat, Freiheitsversprechen, das persönliche Projekt, Einlassen auf Leben, Nicht-Demokratie, Bücher und Partituren. Nach wie vor aktuell:-)