Schon etwas älter ist eine Dissertation zum Thema Selbstregierung von Kindern in Kinderrepubliken von Johannes-Martin Kamp. Neu ist allerdings dass dieses Werk, dass auch eine enorme Faktensammlung über historische Kinderrepubliken ist, im Netz als pdf erhältlich ist. Aber Vorsicht: Das Buch hat über 700 Seiten!
Kategorie: Lernen
Der Ums Ganze!-Kongress
Der »No way out? – Ums Ganze!-Kongress« ist beendet. Laut Indymedia-Bericht waren »bis zu 600 TeilnehmerInnen« dabei. Nette Formulierung, aber es war wirklich brechend voll. So viele (vor allem junge) Leute hätte ich nicht erwartet. Die Stimmung war gut, das Interesse und die Aufmerksamkeit bei den Veranstaltungen waren groß. — Ok, einen längeren Erfahrungsbericht kann, wer mag, als Kommentar notieren:-)
Ich habe (fast) alle Vorträge mitgeschnitten und werde diese nach Bearbeitung hier veröffentlichen. Noch diese Woche — versprochen. Stay tuned.
Das ist nicht lustig
Also hat inzwischen eigentlich mal jemand der Frau Zypries ihre Frage beantwortet? Welche, na die (OGG) hier (MP3).
Triple-free
Aus dem Oekonux-Netzwerk stammt die Einsicht, dass es nicht nur proprietäre und Freie Software gibt, sondern dass Freie Software ihrerseits sich aufteilt in einfach und doppelt Freie Software. Einfach Freie Software ist jene, bei der das Produkt frei ist, meist garantiert durch eine freie Softwarelizenz. Bei doppelt Freier Software ist darüberhinaus auch der Produktionsprozess frei, erfolgt also nicht im Auftrag, für den Markt, für Geld oder andere fremde Gründe, sondern ausschließlich aus je eigener Motivation.
Erste Sudburyschulen in Berlin und Hamburg
Wir haben hier ja schon öfter über Sudbury-Schulen berichtet. Inzwischen gibt es nach mehreren Fehlversuchen zwei Schulen hierzulande, die offiziell genehmigt wurden. Das ist zum einen die „Neue Schule Hamburg„, die in den Medien sehr präsent ist vor allem weil die Sängerin Nena zu den Gründerinnen gehört. Zum anderen gibt es noch die „Ting-Schule“ in Berlin. Beide Schulen mussten, um den strengen Anforderungen der Behörden gerecht zu werden, Abstriche von der reinen Lehre machen. Soweit ich das verstanden habe ist das in beiden Fällen vor allem, dass die Lernfortschritte der Schüler protokolliert werden müssen. Das widerspricht eigentlich dem Gedanken der Sudburyschulen, dass nur die Schüler für ihr Lernen verantwortlich sind. Dennoch sind diese Schulen für die beteilgten Schüler und Schülerinnen sicherlich ein riesen Fortschritt.
Für einen ersten Eindruck hier ein Zitat einer Mutter an der Berliner Schule: (mehr …)
Reflexionen über Unerzogenes und Unverdientes
Am langen Wochenende 20. bis 22. April trafen sich zwei unterschiedliche und doch verwandte Gruppen. unerzogen.de berichtet und diskutiert über Nicht-Erziehung. Grundlage ist die Überzeugung, dass Erziehung eine nicht akzeptable Form der Beziehung zwischen Menschen darstellt. unverdient.de hat die Geldlogik auf dem Kieker, die wirklich menschliche Beziehungen nicht zulässt und deswegen abgeschafft gehört.
Sehr sympatisch das alles — zunächst mal:)
unverdient und unerzogen
Die beiden Projekte unverdient.de und unerzogen.de laden ein zu einem langen Wochenende in Hiddinghausen. Vom 20. bis 22. April 2007 geht es um die Frage, »wie eine erziehungs- und geldlogikfreie Welt bereits funktioniert (z.b. in konkreten zwischenmenschlichen Beziehungen) und zukünftig funktionieren könnte«.
Das Projekt unverdient.de befasst sich vor allem mit der Perversität der Geldlogik und Auswegen daraus. Thema von unerzogen.de ist der respektvolle Umgang mit Kindern, insbesondere Nichterziehung. Beide Projekte befassen sich mit der Keimform-Thematik auf ganz unterschiedliche Weise — auch wenn beide diesen Begriff explizit nicht verwenden.
Bericht vom »Zivilisationssprung«

Vom 23. bis 25. März fand das lange »Zivilisationssprung«-Wochenende in Hiddinghausen statt. Rund 30 Menschen fast aller Altersklassen genossen den Aufenthalt im unschlagbar schönen restaurierten Fachwerkhaus, in das Uli Frank und unverdient.de immer wieder zu Veranstaltungen einladen. Wie meist bei solchen Veranstaltungen läuft das wirklich Wichtige »nebenbei«, beim Essen, beim Spielen, im Garten, nachts zwischen 3:00 und 6:00 usw. Wenn ich jetzt mich jetzt trotzdem auf die beiden festen Programmpunkte konzentriere, dann entspricht das nur zum kleinen Teil dem Wochenende, das ohnehin jede/r anders erlebt hat (Kommentare als Ergänzungen erwünscht!).
Wir basteln uns ein Vorurteilssystem
Vor über 11 Jahren gab es mal auf einem CCC einen sehr interessanten Vortrag in dem eine Idee vorgeschlagen wurde, die ich schon damals bestechend fand, die aber in dieser Form immer noch nicht umgesetzt wurde. Das Kind wurde damals „Vorurteilssystem“ genannt. Schon damals erschien die Infoflut uns alle zu überrollen und es wurde nach Wegen gesucht, wie man sich in dem ja noch recht frisch explodierten Dschungel namens Internet zurechtfindet und vor allem die Sachen findet, die einen interessieren.
Die Idee der Vourteilssysteme basiert darauf, dass Menschen schon immer und überall in der Lage waren gigantische Informationsmengen zu bewältigen, so lange sie nur genügend Urteile an der Hand haben, die die Welt für sie vorsortieren, ohne sich alles im Detail angucken zu müssen – Vorurteile eben. Das Problem heute ist also demnach nicht so sehr die Menge an Information, sondern vielmehr das Fehlen eines gesellschaftlichen Konsenses darüber, was wichtig ist und was nicht. Heutzutage hat man halt gerne seine eigenen Vorurteile oder die der eigenen Subkultur oder Peergroup. Aus meiner Perspektive geht es dabei nicht nur darum individuell informiert zu sein, sondern auch und vor allem darum kollektiv handlungsfähig zu bleiben, obwohl oder vielleicht sogar gerade weil die alten gemeinsamen Vorurteile nicht mehr existieren.
Solarzellen selbstgemacht
Die Uni Bayreuth bietet eine Bauanleitung für eine Solarzelle auf Basis von u.a Hibiscusblüten. Genutzt wird ein neues Verfahren zur Herstellung von Solarzellen ohne Silizium, dass auch in absehbarer Zukunft großtechnisch umgesetzt werden und so Solarzellen deutlich billiger machen soll, wie Telepolis berichtet.