Kategorie: Arbeit & Freiheit

Vortrag zu universellen Infrastrukturen auf dem OPENiT-Festival

OPENiT-Logo (zum Vergrößern klicken)Heute beginnt in Berlin-Kreuzberg das selbstorganisierte OPENiT-Festival, das Lars ja schon angekündigt hat. Auf dem Programm steht unter anderem eine interessante Vortragsreihe im Tee&Schokolade (Dresdner Str. 14).

Am Samstag 28.9.2013 um 16:30 bin ich selber dran mit einem Vortrag zu Universellen Infrastrukturen im virtuellen und materiellen Raum:

Das Internet ist in seinem Kern ein egalitäres, selbstorganisiertes „Netz von Netzen“. Wer sich an die offenen Protokolle hält, darf mitmachen, niemand muss andere um Erlaubnis fragen. Und das Netz ist selbstheilend: wenn eine Verbindung verschwindet, werden stattdessen andere genutzt. Im Vortrag soll es um die Frage gehen, ob sich nach diesen Prinzipien der dezentralen, offenen und selbstheilenden Selbstorganisation weitere Lebensbereiche organisieren lassen, etwa Energieversorgung, Mobilität, Ernährung? Neue computergesteuerte „Ausgabemedien“ wie 3D-Drucker, Lasercutter und CNC-Fräsen könnten hier helfen, doch es kommt auch auf Protokolle und soziale Interaktionen an.

Im Anschluss stellt Nikolay Georgiev die Open Source Ecology vor. Aber auch sonst gibt es viel zu entdecken!

The Limits of P2P

world-and-us[Repost with permission (ask here) from a series of articles on P2P & Marxism: part 3, also read part 1 and part 2]

By Jonathan Clyne

In the previous parts of this article, peer-to-peer production was presented as a radical new way of organising production and different from other forms of collaboration. Instead of following the instructions of a top-down hierarchy working in a competitive environment, which is the norm in most businesses, people who felt passionately about a particular project got together on a voluntary basis to create something that was available for anybody who wishes to use it, as long as they did not turn it into private property. That is, it remains in the commons.

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OPENiT Festival Berlin

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Vom 26. – 29. September gibt es in Kreuzberg das OPENiT Festival. Wer etwas dort zeigen oder machen will ist eingeladen dafür. Werdet aktiv und experimentiert die Commons, Openness, Open Source, Open Hardware usw. Hier ein kurzes Interview mit Lars Zimmermann über OPENiT, das Konzept und die Ideen dahinter.

JOK: Was ist OPENiT?

LZ: OPENiT ist ein Festival, das den Gedanken von Openness (Offenheit) für die Zukunft der Stadt & ihre Entwicklung durchspielt.

JOK: Was soll dabei vorkommen?

LZ: Open it! Öffne es!

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How Does P2P Differ From Other Forms of Collaboration?

world-and-us[Repost with permission (ask here) from a series of articles on P2P & Marxism: part 2, read part 1 here]

By Jonathan Clyne

Collaboration has existed before P2P production and many different forms continue to exist side by side with it. It could therefore be easy to dismiss P2P as nothing new under the sun. Yet that would be a mistake. Several things make P2P unique. In order to understand that it is worth comparing with other forms of collaboration.

The most common form of collaboration, outside the private sphere, exists at any workplace. Simply in order to get the work done people must collaborate. Superficially, it would be easy to identify the difference between P2P and other collaboration on the work place by saying that collaboration at a workplace is based upon bosses deciding and ‘creating’ a team. Formally speaking that is true, but in practice, collaboration at most workplaces is, like P2P, more of a bottom up collaboration.
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Parecon versus Peer-Produktion Teil 3

Contraste-Logo[Aus der Juli/August-2013-Ausgabe der Contraste; Übersetzung: Brigitte Kratzwald.]

Gekürzte deutsche Übersetzung einer Diskussion zwischen Michael Albert und Christian Siefkes. Nachdem in Teil 1 und 2 (CONTRASTE Nr. 342 und 344) über Alberts Konzept PARECON diskutiert wurde, stellt Christian Siefkes im dritten Teil „Peercommony“ vor. Die Antwort von Michael Albert und die Replik von Siefkes folgen im vierten und letzten Teil.

Peercommony – Eine Welt ohne Geld und Zwang

Manche glauben, eine Welt, in der die Produktion von Menschen organisiert wird, die freiwillig und auf gleicher Augenhöhe zum Nutzen aller miteinander kooperieren, sei reine Utopie, weil eine solche Gesellschaft noch nie existiert hat oder weil sie gegen die menschliche Natur sei. Das heißt aber nicht, dass es sie nicht in Zukunft geben könnte und was die „menschliche Natur“ betrifft, so werden Menschen von der Gesellschaft ebenso geformt wie die Gesellschaft von ihnen.

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On Cognitive Surplus and Generosity

EN: Clay Shirky’s talk from 2010 is still valid: What do we do with 3 Trillion hours of spare time? Changing society!

DE: Clay Shirkys Vortrag von 2010 ist aktuell: Was machen wir mit 3 Millarden Stunden freier Zeit? Gesellschaft verändern!

Was ist eigentlich „solidarisch“ an der „Solidarischen Landwirtschaft“?

Prinzipien für eine Solidarische Landwirtschaft die über die Geldlogik hinaus weist.http://superpolar.org/wp-content/uploads/2013/02/nclarge.png

Prinzip:

Bedarfserhebung im Unterstützer*Innen-Kreis

 Umsetzung:

  • Zur Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft wird der Bedarf der Unterstützer*Innen an verschiedenen Produkten erhoben. Dann wird jährlich eine Befragung unter den Unterstützer*Innen durchgeführt, in der deren Zufriedenheit mit Menge und Qualität der Produkte festgestellt wird. So nähern sie die Bäuer*Innen in der Anbauplanung immer weiter dem exakten Bedarf der Unterstützer*Innen an.

Warum:

  • Trotz Marktforschung wird in der Marktwirtschaft ins Blaue hinein produziert. Weil man weiß nicht was die Konkurrenten tun. Es gibt keine Bedarfserfassung sondern man hofft, dass man seine Waren, loswird. Wenn das nicht klappt greift man zum Marketing. Und dann landet der Großteil des Produzierten auf dem Müll. All das ist absurd und sollte in der Solidarischen Landwirtschaft anders sein.

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Parecon versus Peer-Produktion Teil 2: „Einkommensgerechtigkeit“ meets „Wertkritik“

Contraste-Logo[Aus der Mai/Juni-2013-Ausgabe der Contraste; Übersetzung: Brigitte Kratzwald.]

Michael Albert, der Begründer des Konzepts „Participatory Economy“, kurz Parecon, und Christian Siefkes, Vertreter der Peer-Produktion, diskutieren online ihre Ideen. Contraste bringt in vier Folgen eine gekürzte deutsche Übersetzung der Diskussion. Der erste Teil erschien in Contraste Nr. 342.

Michael Albert: Die Peer-Produktion zweifelt an Parecon?

Du bist irritiert, Christian, dass sich in Parecon alles um bezahlte Arbeit dreht, und fragst, warum „alle gezwungen werden, für Geld zu arbeiten, um die Dinge zu kaufen, die sie zum Leben brauchen“. Stimmen wir darüber überein, dass es so etwas wie gerechte und ungerechte Verteilung in dem Sinne gibt, dass eine Person zu viel oder zu wenig des Sozialproduktes im Verhältnis zu ihrer Leistung bekommt, und dass in einer gute Ökonomie Arbeit und Freizeit auf alle gleich verteilt werden sollten?

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Not a Free Supermarket

ZNet Debates logo[This is my final reply in the debate regarding parecon and peercommony between Michael Albert and me. I wrote it in response to Michael Albert’s Replying to Siefkes Reconsideration. All articles, including Michael’s concluding statement, Lost Opportunity, can be found on the debate overview page.]

Balance and Influence

Michael, you argue that “job complexes” must be carefully “balanced” per exact rules, since otherwise people will have different degrees of influence over the decisions made at their workplace:

But suppose the workplace has a corporate division of labor. I claim that in this case too, we who work there will not all have a fair share of influence.

That may or may not be true, but so what? (mehr …)