Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Utopie-Vorträge in Bremen, Braunschweig, Aschaffenburg

Naja, normal kündige ich meine Vorträge ja nie hier an, aber manche Leute meinten, dass ich das schon mal öfter machen könnte, darum zumindest für nächste Woche:

Am Dienstag, den 5.11., bin ich um 20 Uhr beim Utopie-Festival in Bremen

Am Donnerstag, den 7.11., bin ich um 19 Uhr bei In/Progress in Braunscheig

Am Freitag, den 8.11., halte ich ein Vortrag um 19 Uhr bei der IL Aschaffenburg, am Tag darauf gibt’s noch einen vertiefenden WS zu Transformation

Kategorien: Commons, Termine

1. November 2019, 11:49 Uhr   Kommentieren

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Nationalismus (III): Das notwendige Scheitern des nationalen Versprechens …

Das Versprechen einer konkreten Allgemeinheit des Staates ist innerhalb der kapitalistischen Produktionsweise Ideologie.[1] Der kapitalistische Staat bedarf der Verwertung und ist damit unhintergehbar parteiisch. Doch selbst wenn der Staat in seiner Souveränität zu sich selbst kommen würde, wäre die konkrete Allgemeinheit nicht möglich. Das Argument würde den Rahmen dieses Essays sprengen, so möchte ich nur ein Moment des Arguments notwendig verkürzend darstellen.

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Kategorien: Feindbeobachtung, Theorie

29. Oktober 2019, 10:46 Uhr   6 Kommentare

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Nationalismus (II): Nation und Demokratie

Rousseaus Vorstellungen eines volonté générale scheinen kaum Widerspruch zum nationalen Traum zu kennen: Die Vielheit des demos findet in einem Gemeinwillen Ausdruck. Die bloße, empirische Summe der Partikularwillen als volonté de tous wird durch den volonté générale überschritten und aufgehoben. „Die in jedem Sonderwillen enthalten Komponenten des Allgemeininteresses [werden] herausgefiltert und zum Gemeinwillen verdichtet“ (Schmidt 2010: 87). Zusätzlich gibt es in manchen Erklärung von Rousseau wohl eine Nähe zu der imaginierten prä-politischen Natürlichkeit des Volkes in dem prä-politischen Charakter des Gemeinwillens, denn: „lange Debatten jedoch, Meinungsverschiedenheiten, Unruhe zeigen das Emporkommen der Sonderinteressen und der Niedergang des Staates an“ (Rousseau, Gesellschaftsvertrag IV: 2, zit. nach Schmidt 2010: 88f). Nicht schwer fällt die Vorstellung, dass ein natürliches Volk seinen natürlichen Willen ausdrückt. Auch das Staat und Gesellschaft hier als Einheit auftreten und eine formell unbeschränkte Souveränität verlangt wird, öffnet den möglichen Schulterschluss mit dem autoritären Nationalismus. Rousseaus volonté generale scheint national-autoritäre Ideologie.

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Kategorien: Feindbeobachtung, Theorie

29. Oktober 2019, 10:43 Uhr   1 Kommentar

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Suche nach einer kritischen Theorie der Nation

Guten Morgen, ich will euch wieder einmal einen meiner Uni-Essays vorstellen, und zwar geht es dieses mal um Nationalismus. Es geht so um Fragen wie Nation, Staat und Demokratie verbunden ist, aber auch ob Nationalismus immer kulturalistisch-ethnisch abdriften muss und so. Spannend find ich das ganze noch als Fragestellung: Welches utopische Versprechen hat der Nationalismus? Ich wünsche euch viel Spaß :). Hier den ganzen Essay als pdf.

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Kategorien: Feindbeobachtung, Theorie

29. Oktober 2019, 10:41 Uhr   6 Kommentare

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Revolutieren, Reformieren oder Commonisieren?

Auf der Attac-Sommerakademie durfte ich kurz Commons vorstellen. Aber v.a. nachher die inszinierte Diskussion ist nett wo Reforma (Antikapitalistische Sozialdemokratin), Revoluzza (Sozialistische Revolutionärin), Anarchia (Antistaatliche Revolutionärin) und Commuja (könnt ihr euch ja denken) miteinander diskutieren. Für die Attacis haben wir geschaut, dass es keine klare Entscheidung gibt :). Den Text will ich eigentlich nochmal überarbeiten und einsprechen … Danke MrMarxismo für die Aufnahme (aber nicht für den Zwischenruf) und Mischa und Jojo für die Teilnahme!

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen

6. Oktober 2019, 13:47 Uhr   14 Kommentare

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Utopie jenseits der Arbeit – Motivierte statt erzwungene Kooperation (Vortragsvideo)

Diesen Vortrag hab ich auf dem move-utopia.de gehalten geht um Kritische Psychologie, Kapitalismus und Utopie. Vielen Dank MrMarxismo für die tolle Aufnahme! Die Folien gibt’s unten.

Der Titel ist etwas irreführend, weils eig nur um Utopie geht …
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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons

2. Oktober 2019, 13:16 Uhr   1 Kommentar

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Marx Darstellungslogik (III): Formkritik und genetische Darstellung

Für Heinrich ist der Ausschluss des GW als Verbindung für den Tausch „Strategie“, „wie die Tauschgleichung analysiert werden soll, ob man den Motiven der Handelnden Priorität einräumt […] oder ob man zuerst die Formen untersucht, innerhalb deren überhaupt Handlungen stattfinden und sich Motive bilden“ verrät den methodischen Blick (Heinrich 2016, S. 68). Im ersten Kapitel wird nicht nur von Kapital und Geld abstrahiert, sondern ebenfalls von den Menschen, es geht nur um die „gesellschaftliche Beziehung der Arbeitsprodukte zueinander“, es zeigt sich dann, dass die handelnden Menschen die „Hervorbringen des allgemeinen Äquivalents nur [unbewusst] vollstrecken, was die Analyse der ihnen unbewussten Strukturen ergeben hat“ (Wolf 2008, S. 45f). Damit wird auch davon abstrahiert, dass es schlussendlich nur die Menschen sein können welche das allgemeine Äquivalent und den Tausch durch ihre Handlungen herstellen können.

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Kategorien: Lernen, Theorie

29. September 2019, 13:15 Uhr   1 Kommentar

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Marx Darstellungslogik (II): Ressentiment gegen die Zirkulation

Eichler stellt fest: „Man kann generell konstatieren, dass in Marx‘ Werk ein Spannungsverhältnis zwischen der Bedeutung der Produktions- und der Bedeutung der Zirkulationssphäre existiert“ (Eichler 2015, S. 177). Obwohl wir Marx schon aus den Grundrissen dadurch kennen, dass er den Vorrang der Produktion vor Konsumtion, Distribution und Austausch feststellt, und immer und immer wieder die Produktion als das Bestimmende bezeichnet (Wo würden sonst so Begriff wie Produktionsweise herkommen?), sehe ich selbst bei den allgemeinen Begründungen weshalb Produktion vorranging ist eine falsche Vereindeutigung:

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Kategorien: Theorie

29. September 2019, 13:11 Uhr   10 Kommentare

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Marx Darstellungslogik im Kapital (I)

Ich halte mich nicht für einen großen Marxkenner, aber letztes Semester hab ich für die Uni ein Essay geschrieben zu ein paar Fragen wie Marx eigentlich im Kapital vorgeht. Mich haben dabei ein paar Sachen immer gewurmt bspw. weshalb er mit der Ware anfängt und weshalb der Übergang von Geld zu Kapital so unzureichend ist. Diesen Fragen bin ich da etwas nachgegangen. Kein Anspruch auf tiefe marxologische Einsichten, aber vielleicht findet ihr ja was spannend. Hier Teil 1.

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Kategorien: Lernen, Theorie

29. September 2019, 13:06 Uhr   Kommentieren

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Motiviert leben, statt erzwungen arbeiten

Einer der zentralen theoretischen Angriffe gilt dem kapitalistischen Menschenbild: dem Homo oeconomicus. Dies ist ein Wesen, das grundsätzlich versucht, möglichst wenig zu tun und möglichst viel zu bekommen. Wir sagen: Die Utopie, ist eine Gesellschaft ohne Arbeit, ohne leistungsvermittelten Konsum. Eine Gesellschaft in der wir unabhängig davon, was wir tun, bekommen, was wir brauchen. – Hier läuten alle Alarmglocken des kapitalistischen Subjektes: „Eine Welt, in der Menschen das tun, was ihnen wichtig ist? In denen niemand zur Arbeit gedrängt und gezwungen wird? In denen ich darauf hoffen muss, das die Ärztin operiert und die Bäckerin bäckt, weil es ihnen wichtig ist? Habt ihr noch alle Tassen im Schrank? Was ist denn bei euch falsch gelaufen?“

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Theorie

10. August 2019, 09:57 Uhr   7 Kommentare