Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Marx Darstellungslogik (II): Ressentiment gegen die Zirkulation

Eichler stellt fest: „Man kann generell konstatieren, dass in Marx‘ Werk ein Spannungsverhältnis zwischen der Bedeutung der Produktions- und der Bedeutung der Zirkulationssphäre existiert“ (Eichler 2015, S. 177). Obwohl wir Marx schon aus den Grundrissen dadurch kennen, dass er den Vorrang der Produktion vor Konsumtion, Distribution und Austausch feststellt, und immer und immer wieder die Produktion als das Bestimmende bezeichnet (Wo würden sonst so Begriff wie Produktionsweise herkommen?), sehe ich selbst bei den allgemeinen Begründungen weshalb Produktion vorranging ist eine falsche Vereindeutigung:

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Kategorien: Theorie

29. September 2019, 13:11 Uhr   10 Kommentare

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Marx Darstellungslogik im Kapital (I)

Ich halte mich nicht für einen großen Marxkenner, aber letztes Semester hab ich für die Uni ein Essay geschrieben zu ein paar Fragen wie Marx eigentlich im Kapital vorgeht. Mich haben dabei ein paar Sachen immer gewurmt bspw. weshalb er mit der Ware anfängt und weshalb der Übergang von Geld zu Kapital so unzureichend ist. Diesen Fragen bin ich da etwas nachgegangen. Kein Anspruch auf tiefe marxologische Einsichten, aber vielleicht findet ihr ja was spannend. Hier Teil 1.

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Kategorien: Lernen, Theorie

29. September 2019, 13:06 Uhr   Kommentieren

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Motiviert leben, statt erzwungen arbeiten

Einer der zentralen theoretischen Angriffe gilt dem kapitalistischen Menschenbild: dem Homo oeconomicus. Dies ist ein Wesen, das grundsätzlich versucht, möglichst wenig zu tun und möglichst viel zu bekommen. Wir sagen: Die Utopie, ist eine Gesellschaft ohne Arbeit, ohne leistungsvermittelten Konsum. Eine Gesellschaft in der wir unabhängig davon, was wir tun, bekommen, was wir brauchen. – Hier läuten alle Alarmglocken des kapitalistischen Subjektes: „Eine Welt, in der Menschen das tun, was ihnen wichtig ist? In denen niemand zur Arbeit gedrängt und gezwungen wird? In denen ich darauf hoffen muss, das die Ärztin operiert und die Bäckerin bäckt, weil es ihnen wichtig ist? Habt ihr noch alle Tassen im Schrank? Was ist denn bei euch falsch gelaufen?“

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Theorie

10. August 2019, 09:57 Uhr   7 Kommentare

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Wider dem Über-Ich, für die Gefühle

Auf der Attac Sommerakadamie durfte ich vergangenes Wochenende ein „Theater der Unterdrückten“ kennenlernen. Ich fand die Methode sehr spannend, aber ich wurde unheimlich wütend. Wütend über den Selbstbezug den das Theater uns nahelegte. Ich glaube es ist für die Überwindung von Herrschaft entscheidend anders mit uns selbst umzugehen. Einige wenige Gedanken möchte ich hierzu anhand des Beispiels entwickeln.

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Kategorien: Praxis-Reflexionen

6. August 2019, 01:22 Uhr   1 Kommentar

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Commons sind nicht genug …

Auf dem MOVE wurde der Widerspruch von innerem Wandel und äußerem Wandel thematisiert. Also Meditation, Yoga, Bedürfnisse ernst nehmen vs. Revolution, Aktivismus, Gesamtgesellschaftliche Veränderung. Ich halte diesen Widerspruch für zentral. Aber ich glaube um dem Thema gerecht zu werden, müssen wir diesen Widerspruch noch um einen dritten Pol erweitern: kollektiver Wandel.

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Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

17. Juli 2019, 10:16 Uhr   6 Kommentare

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Lust auf Theorie?

Eine solidarische Kritik des MOVE Utopia (Teil I)

Diese Texte wollen meine Probleme mit dem MOVE aufwerfen. Sie fragen danach warum die gesellschaftliche Perspektive so häufig fehlt und weshalb Theorie oft so abstrakt und ausschließend ist, oder gar nicht erst wichtig wird. Der zweite Text versucht ein zentrales inhaltliches Problem des MOVE zu formulieren, dass aus der Betonung des kollektiven Wandels resultiert.

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Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

15. Juli 2019, 15:45 Uhr   13 Kommentare

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Die Utopie vom Bild zur Wissenschaft

Für die Aprilausgabe von Analyse und Kritik hab ich diesen Text geschrieben:

Kritik bedarf der Utopie, will sie nicht ein bloßes Anschreien gegen Unvermeidliches sein. Was würde eine radikale Kritik an Herrschaft, Staat, Patriarchat und Markt nützen, wenn sie nicht verbunden wäre mit dem Verweis auf die Möglichkeit einer anderen Welt. Doch die Diskussion über Utopie fällt schwer, dies liegt v.a. daran, dass wir keine (meta)theoretischen Angebote haben, wie wir über Utopie streiten könnten. Die kategoriale Utopietheorie versucht hier einen Ausweg anzubieten.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie

20. Mai 2019, 17:31 Uhr   11 Kommentare

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Und was ist mit gewaltsamer Aneignung?

Ich halte keinen Vortrag zum Thema Commonismus in welchem nicht mal die Frage nach Gewalt kommt. Entweder nach dem Umgang mit zwischenmenschlicher Gewalt wie Mord, psychische Gewalt, etc. oder Gewalt zur Aneignung von Ressourcen. Dieser Text beschäftigt sich mit der zweiten Form von Gewaltfrage. Wir hatten die Frage ja auch schon bei unseren Theorie-Treffen und ich bin mit meinen (und unseren) Antworten dort und bei Vorträgen nur teilweise zufrieden. Mit diesem Dialog-Text laden ich dazu ein, über das Thema nochmal weiter nachzudenken. Lisa ist auch wieder dabei, aber diesmal ist die kritische Stimme Karsten: Have fun 🙂

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Kategorien: Eigentumsfragen

14. Januar 2019, 09:29 Uhr   8 Kommentare

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Offene Verfügung oder garantierter Besitz?


Wir hatten in letzter Zeit immer wieder Diskussionen, ob die positive Bestimmung gegenüber Eigentum nun „kollektive Verfügung“ oder „Besitz“ ist. Wobei Besitz häufiger verknüpft ist mit einer Vorstellung lokaler Regeln, welche meine Nutzung über bestimmte (materiellen) Mittel wie Wohnung absichert und dabei auch sicherstellen, dass die Verfügung nicht immer offen ist. In diesem Dialog hab ich versucht ein paar Gedanken dazu zu entwickeln. Wünsche Spaß beim Lesen 🙂

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Kategorien: Eigentumsfragen

12. Januar 2019, 20:25 Uhr   15 Kommentare

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Von der Revolution zur Konstruktion – Transformationsdebatte der Interventionistischen Linken

Es ist nur zu begrüßen, dass die Interventionistische Linke (IL) auf ihrem Debattenblog eine Diskussion über Transformation begonnen hat. Im ersten Beitrag geht es um einen sukzessiven Aufbau von Gegenmacht, insgesamt ein sehr lesenswerter Text und hilft sicher die IL besser zu verstehen :). Der zweite Beitrag spricht sich gegen den reformistischen, schrittförmigen Einschlag des ersten Textes aus und betont die Notwendigkeit der Revolution. Für den dritten Beitrag wurde ich angefragt und ich hab versucht kurz und knapp darzulegen, weshalb der Konstruktionsprozess im Mittelpunkt der Transformationsdebatte sein sollte und wo wir hier weiterdenken könnten.

Kategorien: Commons, Theorie

27. Dezember 2018, 10:16 Uhr   2 Kommentare