Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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keimform.de mit RSS nutzen

RSS-SymbolAus Gesprächen weiß ich, dass es nicht wenige Leserinnen und Leser des Keimform-Blogs gibt, die die Artikel ausschließlich über den Aufruf der Website www.keimform.de nutzen. Allerdings gibt es nicht jeden Tag einen neuen Artikel, manchmal jedoch gleich mehrere. Immer wieder Nachsehen ist mühevoll. Dabei gibt es ein sehr nützliches Hilfsmittel, das immer noch nicht alle kennen oder nutzen: RSS-Feeds. Obwohl es etliche RSS-Einführungen gibt, fand ich die meisten für Einsteiger_innen zu kompliziert. Deswegen schreibe ich folgenden die wesentlichen Punkte noch mal auf — direkt bezogen auf den Keimform-Blog.

RSS — super kurz erklärt

RSS ist eine Art Nachrichtenticker, den man abonnieren kann. Das orangefarbene Symbol mit den zwei Viertelkreisen und dem Punkt (siehe oben) zeigt an, dass es an dieser Stelle eine Link-Adresse gibt, die auf so einen Nachrichtenticker verweist. Klickt man direkt auf den Link, dann wird die Liste der Nachrichten angezeigt. Nützlich wird diese Nachrichtenliste erst richtig, wenn man sie an ein Lese-Programm zur Bearbeitung übergibt: an einen RSS-Reader.

Für die Abkürzung RSS gibt es übrigens mehrere Übersetzungen, etwa »Really Simple Syndication« — wirklich einfache Syndikation. Syndikation bedeutet soviel wie Weitergabe. RSS-Feeds (to feed = füttern) geben also Informationen weiter.

Der größte Vorteil von RSS-Feeds — Infos automatisch liefern lassen statt immer wieder aufsuchen — wird in dem folgenden Video-Clip sehr anschaulich erklärt (englisch mit deutschen Untertiteln, Quelle, CC: by-nc-nd):

RSS mit einem Reader nutzen

Ein RSS-Reader oder Feed-Reader ist ein Programm, mit dem man viele RSS-Feeds gleichzeitig im Überblick behalten kann. Es ist häufig ähnlich aufgebaut wie ein E-Mail-Programm. Hier eine Beispielansicht eines lokal installierten Readers (Quelle, CC: by-nc-sa):

RRS-Reader lokal

In einer Dreiteilung gibt es links die abonnierten RSS-Feeds, die mit Hilfe von Ordnern thematisch gruppiert sind. Rechts oben werden die Überschriften des jeweils ausgewählten RSS-Feeds angezeigt. Rechts unten dann ist der Inhalt der Nachricht zu lesen, die man rechts oben angeklickt hat.

Wer von vielen Orten aus (Internetcafe etc.) Zugriff auf seine RSS-Feeds haben möchte, kann dafür einen der zahlreich angebotenen Web-Reader nutzen. Dafür braucht man nur einen Browser und ein Nutzerkonto bei einem Anbieter eines RSS-Readers im Web. Hier eine Beispielansicht (Quelle, CC: by-nc-sa):

RSS-Reader im Web

Um die Infos eines RSS-Feeds im Reader lesen zu können, muss die Adresse des Feeds in den RSS-Reader eingefügt werden. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf die Adresse, die sich häufig hinter dem orangefarbenen RSS-Symbol befindet. Aus dem Kontextmenü wählt man nun »Link-Adresse kopieren«, »Verknüpfung kopieren« der ähnliches:

Link-Adresse mit Rechtsklick kopieren

Die Adresse des RSS-Feeds befindet sich nun in der Zwischenablage und kann jetzt in den RSS-Reader eingefügt werden. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

RSS-Feed abonnieren

Das war’s. Nun liest der Reader die aktuellen Meldungen ein. Durch Hervorhebungen sieht man sofort, welche Meldungen neu sind. Auf diese Weise kann man leicht einige Dutzend RSS-Feeds im Überblick behalten. Info-Junkies bringen es sogar auf etliche Hundert Feeds. Das kann jede/r selbst entscheiden — RSS-Feeds kann man auch leicht wieder abbestellen.

Welchen Reader nehmen?

Zunächst steht die Entscheidung an, ob die RSS-Feeds auf dem lokalen Rechner oder rechnerunabhängig mit einem Online-Reader verwaltet werden sollen. Nachteil von lokalen RSS-Readern ist ihre Rechnergebundenheit, Nachteil von Online-Readern ist der Einblick in das eigene Nutzungsverhalten durch die Dienstanbieter. Nachfolgend zunächst einige völlig subjektive Empfehlungen für die lokale Installation auf dem eigenen Rechner, anschließend für den Onlinebereich.

GNU/Linux-Nutzer_innen unter KDE können Akregator (Komponente von Kontact) verwenden, GNOME-Nutzer_innen schauen sich hier um. Für MacOS gibt es NetNewsWire oder NewsFire. Unter Windows habe ich vor meinem Umstieg auf Linux den Feedreader benutzt. Für alle Betriebssysteme stehen für den Browser Firefox zahlreiche AddOns zur Verfügung, die aus dem Browser auch einen RSS-Reader machen.

Im Bereich der Online-Reader sind GoogleReader und Bloglines die Platzhirschen. Eine (nicht mehr ganz aktuelle) Besprechung von Online-Readern gibt es hier.

RSS bei keimform.de

Bei keimform.de gibt es die Möglichkeit, sehr viele Feeds zu abonnieren. Die drei wichtigsten Feeds sind:

  • Alle Blogbeiträge: http://www.keimform.de/feed/
  • Alle Kommentare: http://www.keimform.de/comments/feed/
  • Empfehlungen externer Informationen: http://feeds.feedburner.com/for-keimform

Dann kann mit den folgenden Feeds zielgerichtet auf Teilmengen unserer Blogbeiträge zu gegriffen werden (die in Versalien geschriebenen Worte sind Platzhalter):

  • Beiträge einer Kategorie: http://www.keimform.de/category/KATEGORIE/feed
  • Beiträge zu einem Tag: http://www.keimform.de/tag/TAG/feed
  • Beiträge eines Autors: http://www.keimform.de/author/AUTOR/feed

Englischsprachige Leser_innen können sich zum Beispiel über den Feed http://www.keimform.de/category/english/feed über neue englischsprachige Artikel auf dem Laufenen halten.

Fazit

RSS-Feeds erleichtern den Überblick im Web — keimform.de bequemer mit RSS nutzen!